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Strafbefehle gegen 60 Personen nach St.Galler Oster-Krawallen

08.02.2022, 10:2408.02.2022, 12:49
In St.Gallen kam es zu Auseinandersetzungen – diese haben jetzt Folgen.
In St.Gallen kam es zu Auseinandersetzungen – diese haben jetzt Folgen.Bild: keystone

Nach den Oster-Krawallen in der Stadt St.Gallen vom vergangenen Jahr hat die Staatsanwaltschaft gegen 60 Personen Strafbefehle erlassen, zumeist wegen Sachbeschädigung und Landfriedensbruch. Die fehlbaren Personen erhielten Geldstrafen und Bussen.

Am 26. März und am 2. April (Karfreitag) war es in St.Gallen zu massiven Ausschreitungen gekommen. Mehrere hundert zumeist jugendliche Personen versammelten sich jeweils am Roten Platz, beim Bahnhof und in der Innenstadt. Sie randalierten und warfen Steine, Flaschen, Pyros und ein Molotow-Cocktail auf Polizisten.

An beiden Krawall-Tagen entstand Sachschaden von mehreren zehntausend Franken. Ein Polizist wurde leicht verletzt und musste ins Spital gebracht werden. Polizei und Staatsanwaltschaft führten über 100 Strafverfahren, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte. Die Verfahren sind zum grössten Teil abgeschlossen. Zwei Verurteilte erhoben Einsprache, diese Fälle wurden ans Kreisgericht überwiesen.

Videoaufnahmen ausgewertet

Um die Täter zu ermitteln, wertete die Polizei die Aufzeichnungen der städtischen Videoüberwachung aus. In Dossiers wurden die einzelnen Tatbestände und Personen dokumentiert, wie es im Communiqué heisst.

Die Staatsanwaltschaft erliess 60 Strafbefehle, hauptsächlich wegen Sachbeschädigung, Landfriedensbruch, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamten sowie Missachtung polizeilicher Anordnungen. Die fehlbaren Personen wurden mit Geldstrafen und Bussen bestraft.

In zwei Fällen, in denen es um Missachtung gegen polizeiliche Anordnungen und Verstösse gegen Wegweisungen ging, erhoben die Betroffenen Einsprache gegen die Strafbefehle. Diese Fälle werden gerichtlich beurteilt.

31 Minderjährige bestraft

In 40 Fällen stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren ein, weil die Täter nicht identifiziert werden konnten. In neun weiteren Fällen kam es zu Nichtanhandnahme- oder Einstellungsverfügungen. Sieben Verfahren sind noch pendent. Unter den angezeigten Personen befanden sich 31 Minderjährige. Diese Fälle wurden oder werden noch von der Jugendanwaltschaft beurteilt.

Nach den massiven Ausschreitungen vom Karfreitag verhinderte die Polizei am Ostersonntag mit einem Grossaufgebot im Stadtzentrum weitere Ausschreitungen. Insgesamt nahm die Polizei 80 Personen vorübergehend fest und sprach 650 Wegweisungen aus. Davon wurden rund 100 nach Rekursen wieder aufgehoben. (aeg/sda)

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4 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Unicron
08.02.2022 11:02registriert November 2016
Um was ging es denn da?
Einfach nur sinnlos Krawall?
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