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Hitze in der Schweiz macht Tieren zu schaffen

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Auch Vierbeiner freuen sich über eine Abkühlung an heissen Tagen. Bild: APA/APA

Heisser Asphalt und giftige Algen – Hitzetipps um Tiere zu schützen

16.07.2026, 09:3116.07.2026, 12:20

Die anhaltend hohen Temperaturen belasten auch Haus- und Wildtiere. Tierschutzorganisationen warnen vor Hitzeschlag beim Hund, verbrannten Pfoten, giftigen Blaualgen und gefährlichen Swimmingpools.

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen sowie die Tierschutzorganisation Vier Pfoten Schweiz erklären, welche häufig unterschätzten Gefahren im Sommer drohen. Mit einfachen Massnahmen wie Schattenplätzen, ausreichend Wasser und etwas Aufmerksamkeit lassen sich die meisten sommerlichen Risiken für Hunde, Katzen, Vögel, Kaninchen oder Meerschweinchen vermeiden.

Regel Nr. 1

Lassen Sie Tiere niemals, auch nicht für wenige Minuten, im parkierten Auto zurück. Fahrzeuge werden blitzschnell zur tödlichen Falle, da sie sich rasch aufheizen.

Hunde überschätzen sich bei Hitze

Viele Hunde orientieren sich laut Vier Pfoten stark an ihren Halterinnen und Haltern. Sie laufen, spielen oder wandern weiter, obwohl sie bereits erschöpft sind. Dieses Verhalten wird unter anderem durch ihren starken Wunsch zur Zusammenarbeit mit dem Menschen begünstigt. Besonders gefährdet seien kurzschnäuzige Rassen wie Möpse, Französische und andere Bulldoggen oder Boxer sowie Welpen, ältere, übergewichtige und kranke Tiere mit Herz- oder Atemwegserkrankungen. Hunde können sich übrigens auch beim Ruhen in direkter Sonneneinstrahlung überhitzen. Anhaltendes Hecheln, starker Speichelfluss, Desorientierung oder Schwäche können darauf hinweisen. Ein Hitzschlag ist ein tiermedizinischer Notfall.

Spaziergänge sollen darum auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden gelegt werden. Zudem solle ausreichend Trinkwasser mitgeführt werden. Wichtig seien auch regelmässige Pausen und das Vermeiden körperlicher Anstrengung bei grosser Hitze. Asphalt, Pflastersteine oder Sand können sich stark aufheizen und bereits nach wenigen Minuten schmerzhafte Verbrennungen an den Pfoten verursachen, wie die Tierschutzorganisation weiter schrieb. Hunde sollten darum möglichst auf schattigen Wegen oder Naturböden laufen. Auf Joggingrunden oder das Mitlaufen neben dem Fahrrad sollte verzichtet werden.

Blaualgen in Seen und Weihern

Bei warmem Wetter können sich Blaualgen (Cyanobakterien) stark vermehren, wie es weiter hiess. Einige Arten produzieren Giftstoffe, die bei Hunden zu schweren Vergiftungen führen können. Die Symptome reichen von Erbrechen und Durchfall bis hin zu neurologischen Ausfällen oder Leberschäden. Besonders kleine Hunde seien aufgrund ihres geringeren Körpergewichts gefährdet. Man solle sich vor dem Baden über die Wasserqualität informieren und auf Warnhinweise achten.

Swimmingpools können zur tödlichen Falle werden

Private Pools bieten Abkühlung, können für Haus- und Wildtiere jedoch lebensgefährlich sein. Hunde, Katzen, Igel, Frösche, Eichhörnchen oder Vögel finden nach einem Sturz ins Wasser oft keinen Ausweg mehr und drohen zu ertrinken. Darum sollen Pools eingezäunt, Ausstiegshilfen wie Rampen oder Stufen installiert und Fluchtrampen für kleine Wildtiere angebracht werden. Zudem sollen Sicherheitsabdeckungen verwendet werden und Hilfsmittel zur Rettung bereitstehen.

Essensreste sind ein Risiko für Wildtiere

Aufgrund der aktuellen Trockenheit und des geltenden Feuerverbots darf aktuell nicht im Wald grilliert oder Feuer gemacht werden. Wildtiere sind dennoch gefährdet: Zurückgelassene Essensreste, Verpackungen oder andere Abfälle locken Tiere an und können zu Verletzungen oder gesundheitlichen Problemen führen. Auch nicht bewilligte Feuerstellen stellen ein erhebliches Risiko für Tiere und ihre Lebensräume dar. Darum solle man Feuerverbote konsequent einhalten, Essensreste und Abfälle sofort entsorgen, Picknickplätze sauber hinterlassen sowie Lärm und starke Beleuchtung reduzieren. (sda)

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