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Nach Schlaganfall: Urner FDP-Nationalratskandidat tritt nicht an



Ein Wahlplakat von Nationalratskandidat Matthias Steinegger, fotografiert am Montag, 23. September 2019, in Altdorf. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Matthias Steinegger Bild: KEYSTONE

Nach einem Schlaganfall von vergangener Woche hat der Urner FDP-Politiker Matthias Steinegger am Montag seine Nationalratskandidatur zurückgezogen. Daraufhin entschied die Parteileitung: Die FDP steigt nicht in den Kampf um den einzigen Urner Nationalratssitz.

Die Geschäftsleitung der Urner FDP empfehle dem Stimmvolk aber, einen der beiden bürgerlichen Kandidaten, Pascal Blöchlinger (SVP) oder Simon Stadler (CVP), zu unterstützen, teilte diese am Montag mit. Sie bedaure, dass mit Matthias Steinegger ein Kandidat aus dem Rennen steigen müsse, der mit guten Wahlchancen unterwegs gewesen sei.

Die Geschäftsleitung entschied, keinen neuen Kandidaten zu suchen. Theoretisch wäre dies möglich gewesen, in Uri gibt es für die Wahlen am 20. Oktober keinen Eingabeschluss.

Aber die Zeit rieche dafür nicht aus, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Der Wahlkampf befinde sich bereits in der Schlussphase. Und: Eine Nomination oder eine offizielle Unterstützung eines Kandidaten einer anderen Partei müsste gemäss Statuten an einem ausserordentlichen Parteitag stattfinden, und dies wäre aus Zeitgründen nicht mehr möglich.

Noch drei Nationalratskandidaten

Der 43-jährige Steinegger liegt nach einem Schlaganfall seit dem vergangenen Freitag in einer Spezialklinik. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, und er dürfe auf eine vollständige Genesung hoffen, schreibt die Partei.

Matthias Steinegger ist der Sohn des berühmten Urner alt Nationalrats Franz Steinegger. Der Betriebsleiter eines Sand- und Kieswerks in Flüelen sitzt seit 2012 im Landrat. Von 2014 bis 2018 präsidierte er die Kantonalpartei.

Er hätte für die FDP den Nationalratssitz zurückerobern sollen, den sie bis 2015 während 99 Jahren ununterbrochen besetzt hatte. Der Sitz wird frei, nachdem Beat Arnold (SVP) aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr antritt. Nun steigen also noch drei Kandidaten ins Rennen um den einzigen Urner Nationalratssitz. Neben Blöchlinger und Stadler tritt auch Urs Kälin von der SP an. (aeg/sda)

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