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Brand in Crans-Montana: Morettis wollen Lokale wieder öffnen

Morettis wollen Lokale wiedereröffnen: Angehörige sammeln tausende Unterschriften

11.07.2026, 17:2111.07.2026, 17:21

Die Pläne für eine Wiedereröffnung zweier Lokale des Ehepaars Moretti in Crans-Montana VS und im Nachbardorf Lens stossen auf Widerstand. Angehörige von Opfern der Brandkatastrophe in der Bar «Le Constellation» in der Silvesternacht haben tausende Unterschriften gegen das Vorhaben gesammelt.

Der Verein «Au-delà de Crans-Montana 1er janvier 2026 – familles italiennes des survivants» wurde am 7. Juli offiziell gegründet, etwas mehr als ein halbes Jahr nach dem Brand in der Bar. Man vertrete fast alle italienischen Opfer und Hinterbliebenen, sagte Vereinspräsident Francesco Riva, dessen Sohn bei dem Unglück verletzt wurde, am Samstag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Fast 50'000 Unterschriften

Bereits zuvor, im Juni, lancierte der Verein eine Online-Petition gegen die Wiedereröffnung der beiden vom Brand nicht direkt betroffenen Betriebe des Ehepaars Moretti. Bis am Samstag hatten fast 48'000 Menschen die Petition unterzeichnet. Man werde sie in Kürze den zuständigen Behörden übermitteln, so Rivera.

Nach Ansicht der Anwälte des Ehepaars Moretti könnte eine Wiedereröffnung der Lokale möglicherweise dazu dienen, die Opfer zu entschädigen. Der Verein lehnt eine Öffnung der Restaurants dagegen ab, solange die Untersuchung noch im Gange ist. Die Sicherheit müsse Priorität haben.

«Man kehrt nicht zum normalen Geschäftsbetrieb zurück, solange Familien noch darauf warten zu verstehen, wie ihre Angehörigen ums Leben gekommen sind.»

Man respektiere die Unschuldsvermutung, heisst es im Text der Petition: «Aber auch Anstand ist ein Grundsatz. Der Respekt vor den Verstorbenen ebenso. Man kehrt nicht zum normalen Geschäftsbetrieb zurück, solange Familien noch darauf warten zu verstehen, wie ihre Angehörigen ums Leben gekommen sind.» Man rufe daher alle Beteiligten dazu auf, ihrer moralischen Verantwortung gerecht zu werden.

Man wolle keine Polemik anfachen, sagte Rivera. Vielmehr gehe es darum, dass die Betroffenen der Brandkatastrophe angemessen unterstützt und begleitet wurden. Ziel sei unter anderem, dass die Erfahrungen aus der Behandlung der Brandverletzten in die Praxis in Spitälern beispielsweise in Italien einflössen. (sda)

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