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Feuerverbot in der Schweiz: Feuerwerk am 1. August in Gefahr

Eine Tafel weist auf das Generelle Feuerverbot im Freien hin, fotografiert am Sonntag, 24. Juli 2022 an der Bahnhofstrasse in Zermatt. (KEYSTONE/Christian Beutler)
In vielen Kantonen gilt ein Feuerverbot.Bild: KEYSTONE

Für das 1.-August-Feuerwerk sieht es (noch) schlecht aus

Hitze, Dürre und kein grösserer Regen in Sicht. Allmählich wird es für das Feuerwerk am Nationalfeiertag eng. Besserung ist kaum in Sicht, ein Funke Hoffnung bleibt aber noch.
09.07.2026, 16:0509.07.2026, 16:05

Bald hängen überall Girlanden, Schweizerfahnen und Lampions – und das unabhängig von der Fussball-WM. Doch je näher der 1. August rückt, desto kleiner wird die Chance auf ein Feuerwerk. Die Trockenheit hat die ganze Schweiz im Griff. Seit Wochen gibt es nicht genügend Regen, die Natur leidet schon längst.

Waldbrandgefahr Meteoschweiz 9.7.26
Die Waldbrandgefahr am Donnerstag, 9. Juli 2026.Bild: Meteoschweiz

Zahlreiche Kantone haben bereits jetzt zumindest im Wald und in Waldesnähe ein absolutes Feuerverbot verhängt. Etwa die Kantone Bern, Freiburg, Waadt, Luzern, Thurgau, Schaffhausen, Aargau, Uri oder Appenzell-Innerrhoden. Andere Kantone wie etwa Wallis, Solothurn, Tessin oder St.Gallen haben ein Feuer- und Feuerwerksverbot im Freien erlassen. Auch in Teilen des Kantons Graubünden gilt ein absolutes Feuerverbot.

Feuerverbote Alertswiss 9.7.26
Zahlreiche Kantone haben Feuerverbote verhängt.Bild: Alertswiss

Im Grossteil der Schweiz herrscht grosse Trockenheitsgefahr. «Bei grosser Waldbrandgefahr können brennende Streichhölzer, Funkenflug eines Grillfeuers und Blitzschläge sehr wahrscheinlich ein Feuer entfachen», heisst es entsprechend beim Bundesamt für Umwelt (Bafu).

Trockenheit Schweiz 9.7.26
Die Trockenheitsgefahr in der Schweiz ist grösstenteils auf der zweithöchsten Stufe.Bild: Meteoschweiz

Wer gegen das Feuerverbot verstösst, wird angezeigt. So meldete die St.Galler Polizei am vergangenen Wochenende, dass sie einen Mann erwischt hat, der in Rapperswil-Jona Holz verbrannt hatte. Das Feuer wurde umgehend gelöscht. Auch im Kanton Luzern meldete die Polizei schon mehrere Anzeigen wegen Verstössen. Zudem kam es hier bereits zu mehreren kleineren Flur- und Waldbränden.

Waldbrand Horw LU 26.6.26
Ende Juni brannte es im Bireggwald in Horw LU, weil wohl ein Feuer in einer Feuerstelle nicht vollständig gelöscht worden war.Bild: Luzerner Polizei

Zwar haben Gewitter zwischenzeitlich in einigen Regionen etwas Niederschlag gebracht, um die Situation zu entschärfen, hat das jedoch bei Weitem nicht gereicht.

Und auch der Ausblick sieht nicht besser aus. Laut Meteonews verschärft sich die Lage mit der neuen Hitzewelle über das Wochenende weiter. Die Gefahrenstufe für Waldbrände dürfte somit in den kommenden Tagen in gewissen Regionen weiter steigen. Bis mindestens Mitte Juli dürfte es höchstens in den Bergen oder im Süden mal ein Gewitter geben, schreiben die Meteorologen.

Die Natur zeigt schon jetzt, wie sie leidet: Die ersten Blätter der Bäume verfärben sich allmählich, Rasenflächen sind braun statt grün. Auch die Tierwelt hat zunehmend Durst und heiss. Die Landwirtschaft wird ebenfalls zunehmend beeinträchtigt.

Sicht auf ein Fussballfeld mit verbranntem Rasen, am Sonntag, 28. Juni 2026, in Allmendingen bei Thun. Eine Hitzewelle hat die Schweiz und Europa seit Tagen im Griff.(KEYSTONE/Peter Schneider)
Braun statt grün: Auch Rasen zeigen allmählich Trockenheitsschäden.Bild: keystone

Und selbst da, wo die Pflanzen noch grün sind, ist die Situation angespannt: «Dass viele Pflanzen noch grün sind, bedeutet nicht zwangsläufig, dass ausreichend Wasser im Boden vorhanden ist. In weiten Teilen der Schweiz herrscht ein grosses bis extremes Defizit an Bodenfeuchte. Je nach Pflanzenart, Wurzeltiefe und Standort können die Auswirkungen der Trockenheit aber unterschiedlich stark ausfallen», erklärt das Bafu.

Hinzu kommen niedrige Wasserstände. Die sind schon seit längerem unter den Normalwerten und dürften laut Bafu wohl in den kommenden Tagen tendenziell weiter sinken. «Die Niedrigwassersituation dürfte sich daher weiter verschärfen.»

Luftaufnahme der gesperrten Birs in Basel, am Mittwoch, 24. Juni 2026. Um den Stress fuer die Fische zu minimieren und einem Fischsterben vorzubeugen, hat das Amt fuer Wald und Wild beider Basel in en ...
Der Unterlauf der Birs in Basel wurde gesperrt, um den Stress für die Fische zu reduzieren.Bild: keystone

Dass also am 1. August ein Feuerwerk möglich wird, ist aus aktueller Sicht eher weniger wahrscheinlich. «Für eine nachhaltige Entspannung wären flächendeckende und ergiebige Niederschläge notwendig», heisst es beim Bafu. Die Böden bräuchten also viel Niederschlag, damit sich die Natur erholen kann und die Gefahr eines Feuers sinkt.

Doch ein Rest Hoffnung bleibt. Laut Meteonews gibt es derzeit Hinweise darauf, dass ab Mitte nächster Woche verbreitet Schauer und Gewitter aufziehen. Allerdings ist noch nicht klar, wie intensiv diese ausfallen werden. Es ist deshalb auch nicht möglich, zu sagen, ob die Niederschläge reichen werden, um die Situation so weit zu entschärfen, dass Feuerwerk möglich ist.

Niederschlag Meteonews 3. Woche Juli 2026
Die Niederschlagsmengen in der nächsten Woche laut europäischem Wettermodell.Bild: Meteonews

Und Gewitter allein helfen nur bedingt, wie das Bafu weiter erklärt: «Lokale Schauer und Gewitter können einzelne Gewässer kurzfristig ansteigen lassen. Für eine nachhaltige Verbesserung der hydrologischen Situation reichen sie jedoch nicht aus, da sie meist räumlich begrenzt auftreten.»

Immerhin deutet das europäische Wettermodell darauf hin, dass die Schweiz in der nächsten Woche zumindest gebietsweise ein bisschen mehr Regen abbekommt als normal. Da die Niederschlagssummen danach aber bereits wieder zurückgehen und es zu warm bleiben dürfte, könnte auch die Trockenheit noch länger anhalten.

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Diese 31 Bilder zeigen, wie Europa der Hitzewelle trotzt
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quelle: keystone / michel euler
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Pragmatiker17
09.07.2026 16:15registriert Juli 2025
Seltsamerweise ist der Artikel so formuliert, als wäre Feuerwerk zu begrüssen und der Verzicht darauf etwas negatives.
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Tatwort
09.07.2026 16:09registriert Mai 2015
"Ein Funke Hoffnung"?
Lieber nicht. Alle Tiere und ihre Besitzer haben den Funken Hoffnung, dass der "Funke Hoffnung" zerplatzt.
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Hans Mueller
09.07.2026 16:14registriert August 2019
Die Grundwasserspeicher sind tief, die Vegetation vertrocknet, Ernten sind gefährdet, Fische sterben massenhaft... Aber um näi, noch viel schlimmer: Feuerwerke sind gefährdet! 🤯
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