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Wetter Schweiz: Neue Modelle prognostizieren «katastrophalen» Sommer

Zwei Schilder auf einem Grillplatz weisen darauf hin, dass wegen Waldbrandgefahr kein Feuer entfacht werden darf, in Biel, am Donnerstag, 4. August 2022. (KEYSTONE/Adrian Reusser)
Zwei Schilder auf einem Grillplatz weisen darauf hin, dass wegen Waldbrandgefahr kein Feuer entfacht werden darf, in Biel. (Symbolbild)Bild: KEYSTONE
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Neue Vorhersagen prognostizieren «katastrophalen» Sommer

Die Schweiz leidet wie viele Teile Europas unter der anhaltenden Trockenheit. Neue Prognosen für die Monate Juli und August lassen wenig Gutes erahnen.
08.07.2026, 15:4008.07.2026, 15:41

«Die neuen Monatsvorhersagen des ECMWF sehen ziemlich katastrophal aus», schrieb der Schweizer Meteorologe Jörg Kachelmann vor zwei Tagen auf X.

Kachelmann bezieht sich dabei auf das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen (ECMWF). Dieses zeigt: Sowohl für den Monat Juli als auch für den August ist in Zentraleuropa mit vergleichsweise wenig Niederschlag zu rechnen. Für beide Monate prognostizieren die Modelle unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen, insbesondere für den Juli.

Mehrere Meteorologen pflichten Kachelmann bei: Gegenüber dem Blick spricht etwa Klaus Marquardt von Meteonews von «Trockenheit auf nie da gewesenem Niveau». Die Grundwasserstände seien «besorgniserregend tief», die Basis dafür sei bereits mit einem trockenen Frühling gelegt worden. Auch wenn es hie oder da mal ein Gewitter gäbe, würde das der Trockenheit nicht wirklich entgegenwirken. Was es brauche, seien «ein paar verregnete Tage mit moderatem Regen». Doch eben solche sind derzeit nicht in Sicht.

Ein deutscher Meteorologe bekräftigt gegenüber Bild: «Die Situation ist eine Katastrophe, wir haben eine historische Trockenlage.» So gesehen sei 2026 ein «echter Scheisssommer».

Weitere Warnungen vor Trockenheit

Während also noch immer keine grossen Wetterumschwünge zu erkennen sind, verschärft sich die anhaltende Trockenheit von Tag zu Tag. In Kombination mit der erneuten Hitzewelle hat sie in weiten Teilen der Schweiz zu grosser Waldbrandgefahr geführt. Die meisten Kantone haben ein Feuerverbot im Wald und in Waldnähe in Kraft gesetzt.

In einigen Walliser Regionen und im Churer Rheintal gilt seit Mittwoch gar die höchste Gefahrenstufe («sehr grosse Gefahr»), wie der Naturgefahrenkarte des Bundes zu entnehmen war. Der Kanton Wallis hat bereits Ende Juni ein generelles, ortsunabhängiges Verbot für Feuer im Freien ausgerufen. Ein absolutes Verbot herrscht auch im Tessin und in Teilen des Kantons Graubünden.

In vielen weiteren Kantonen ist es verboten, in Wäldern oder in Waldnähe Feuer zu entfachen. Am Mittwoch schlossen sich die Kantone Thurgau, Jura und Genf an. Dort gilt neu die Gefahrenstufe 4 von 5 und damit eine «grosse Gefahr». Einzig in den Zentralschweizer Kantonen Ob- und Nidwalden, Schwyz und Zug, in Teilen Berns sowie in der Waadt werden Feuer auf fest eingerichteten Stellen noch toleriert.

Hitzewelle breitet sich erneut aus

Auch was die Hitze betrifft, hat der Bund erneute Warnungen ausgerufen. Die Gefahrenstufe 3 galt am Mittwoch zunächst in den Niederungen der Alpensüdseite, im Wallis sowie im Gebiet vom Genfersee über das Seeland bis in die Nordwestschweiz. Die Höchsttemperaturen liegen dort zwischen 31 und 35 Grad.

Ab kommendem Freitag gilt die Hitzewarnung auch für die Gebiete am Jurasüdfuss zwischen Biel und dem Wasserschloss sowie für die Region Schaffhausen, wie dem Naturgefahrenbulletin des Bundes zu entnehmen war. In den übrigen tiefgelegenen Gebieten der Deutschschweiz wird die Schwelle für eine Hitzewarnung demnach voraussichtlich nicht erreicht.

Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) warnt auf der Gefahrenstufe 3 vor einem erheblichen Risiko für Kreislaufbeschwerden und vor körperlichem Unwohlsein. Es wird empfohlen, täglich mindestens 1,5 Liter Wasser zu trinken und körperliche Anstrengung zur heissesten Tageszeit zu meiden. Die Warnungen gelten bis kommenden Montag, können aber verlängert werden. (lak/sda)

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Händlmair
08.07.2026 15:59registriert Oktober 2017
Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis gewisse Regionen das Trinkwasser ausgeht. Die Bewässerung von Landwirtschaftlichen Kulturen aussetzten und das Angebot in den Läden von frischem Gemüse und Früchte merklich nachlässt.

Aber ich bin mir sicher, Irgend jemand wird hier sofort wieder schreiben, dass er einen heissen Sommer liebt.
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Kommentar*innen
08.07.2026 16:16registriert Juni 2018
Co2 und Methangas, Treiber vom Klimawandel, müssen global reduziert werden und jedes Land muss seinen Beitrag leisten. Wenn ich auf die erneuerbaren in der CH blicke, sehe ich div. Fortschritte. Aber das Verbandsbeschwerderecht gehört massiv zurückgefahren. Es verhindert viele Projekte nationaler Bedeutung.

Zudem sollte Kerosin endlich (!) global besteuert werden. Diese ganze Rumfliegerei ist eine globale Co2-Katastrophe. Nichts gegen einen Flug in den Urlaub. Aber es ist schlicht viel zu viel und viel zu billig.
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banda69
08.07.2026 16:09registriert Januar 2020
Ich schlage vor alle Klimakatastrophen-Beiträge mit einem "Powerd by SVP" zu versehen. Und dazu noch ein Sünneli.

Und unsere Bauern? Ja, die wählen weiterhin die rechtspopulistischen Klimalügner. Ich mag Bauern und sehe deren Wichtigkeit für unser Land. Aber ihre politischen Präverenzen sind mir unverständlich.
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