Nach Gewittern unter der Woche: Vorzeichen deuten auf erneute Hitzeperiode hin
Die Schweiz schwitzt weiter. Während lokale Gewitter und Quellwolken über das 1.-August-Wochenende hinweg vor allem entlang der Alpen für eine minimale Abkühlung sorgten, startet die Woche so, wie beinahe der ganze letzte Monat vonstattenging – heiss.
«Zum Wochenbeginn hin erwarten uns die höchsten Temperaturen in dieser Woche», sagt Michael Eichmann von Meteonews. Im Norden und im Osten der Schweiz sei am Montag wie auch am Dienstag mit 35 bis 36 Grad zu rechnen, während in der Westschweiz die Temperaturen am Dienstag bereits leicht zurückgehen würden.
Dabei würden die kommenden Tage oft nach dem gleichen Muster ablaufen, wie der Meteorologe gegenüber watson sagt: «Während der Vormittag meist noch ziemlich sonnig ist, ziehen im Verlauf des Nachmittags immer mehr Quellwolken auf, welche lokal zu Schauern und Gewittern führen können.»
Auch stärkere Unwetter möglich
Vereinzelte Gewitter seien bereits am Montagabend im Westschweizer Mittelland zu erwarten, in der Deutschschweiz dürfte es jedoch grösstenteils noch trocken bleiben, erklärt Michael Eichmann. Am Dienstag würden sich dann erneut Gewitterwolken entlang der Alpen bilden und Richtung Nordosten über das Mittelland ziehen.
Wo die Gewitter zuschlagen, sei auch mit starken Sturmböen von über 70 Kilometern pro Stunde zu rechnen, wie Michael Eichmann warnt: «Die Wetterlage zeigt sich ähnlich wie bei den starken Unwettern in Zürich Mitte Juni. Vermutlich werden die Gewitter nicht gleich stark ausfallen, mit der aktuellen Lage ist dies jedoch auch nicht auszuschliessen.» Wie bei Gewittern üblich, sei es kaum möglich, dies präzise vorauszusagen, sagt Michael Eichmann und ergänzt mit einem Schmunzeln: «Eine angekündigte Katastrophe findet meist nicht statt.»
Dennoch spricht der Meteorologe von einem erhöhten Risiko für vereinzelt auch stärkere Unwetter mit Sturmböen in der West- und Nordostschweiz. Gegen Mitte der Woche würden die Temperaturen dann mit verbreiteten Höchstwerten von 30 bis 31 Grad leicht zurückgehen. Während es im Mittelland am Mittwoch mehrheitlich trocken bleiben soll, steigt am Donnerstag erneut das Gewitterrisiko auch im Mittelland.
Nächste Hitzeperiode bereits in Sicht
Am Freitag könne es vorwiegend entlang der Alpen auch mal kräftiger regnen, ansonsten sei jedoch nicht mit grösseren und verbreiteten Regenschauern zu rechnen, so Michael Eichmann: «In Bezug auf die extreme Trockenheit sind das keine allzu rosigen Aussichten.» Während erste Prognosen eine Abkühlung auf 25 Grad gegen Ende Woche vorhersagten, wurde dies bereits wieder nach oben korrigiert. So sei nun auch am Freitag mit Höchstwerten um 28 Grad zu rechnen.
Hinsichtlich des kommenden Wochenendes prognostizieren die Wettermodelle ein sonniges und heisses Wochenende mit Temperaturen von 30 Grad oder leicht darüber. In diesem Stil könnte es dann auch in der kommenden Woche weitergehen, wie Michael Eichmann sagt: «Die Vorzeichen deuten ab nächster Woche tendenziell auf einen sich anbahnenden Hochrücken hin, was auf eine weitere mögliche Hitzeperiode schliessen lässt.»
Wie lange diese erneute Hitzeperiode anhalten könnte und wie heiss es effektiv werden könne, sei aktuell jedoch noch nicht seriös vorherzusagen, so der Wetterexperte von Meteonews. Während die angebrochene Woche also geprägt ist von Gewittern, Quellwolken und einem leichten Temperaturrückgang auf knapp unter 30 Grad, ist eine wirkliche Entspannung hinsichtlich der anhaltenden Hitze und Trockenheit im Land noch immer nicht in Sicht. (jul)
