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Stadler Rail-Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler kann sich kurz vor dem Börsengang über den grössten Auftrag der Firmengeschichte aus den USA freuen. (Archiv)

Verwaltungsrat und Konzernleitung sind grosse Gewinner des Börsengangs von Stadler Rail. Peter Spuhler ist 1989 bei Stadler Rail eingestiegen und hat das Unternehmen bis Ende 2017 geleitet. Bild: KEYSTONE

Wie über 100 Topmanager der Stadler Rail über Nacht zu Millionären wurden

Vier Tage nach dem Börsengang zeigt sich, wer von der Bescherung profitiert: 170 Kaderangestellte haben Aktien im Wert von 292 Millionen Franken.

Beat Schmid, Andreas Möckli, Anna Wanner / ch media



Peter Spuhler hat keine einfachen Tage hinter sich. Zwar freue er sich über den gelungenen Börsengang, wie man aus seinem Umfeld hört. Gleichzeitig falle es ihm auch schwer, sich von seiner Firma zu lösen. Zwar besitzt Spuhler weiterhin knapp 45 Prozent des Unternehmens, das er über die letzten Jahrzehnte aufgebaut hat. Seit letztem Freitag ist der Ex-SVP-Nationalrat aber nicht mehr alleiniger Herrscher. Mit dem Börsengang kann er nicht mehr bestimmen, wer Mitbesitzer «seiner Firma» ist und wer nicht.

Auffallend am Börsengang von Stadler Rail ist, wie breit Spuhler die Aktien bereits im Vorfeld unter dem Management, dem Verwaltungsrat und den Kadermitarbeitern gestreut hat. Gemäss Recherchen sind es 170 Angestellte, die durch den Börsengang reich wurden. Zieht man die Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung ab, bleiben gut 150 Kaderleute, die rund 3.2 Prozent aller Aktien halten.

Nicht nur das Spitzenkader kam in den Genuss der Aktien, es waren auch vermeintlich gewöhnliche Angestellte, wie etwa die Sprecherin Marina Winder. Sie sei plötzlich zur Millionärin geworden, wie das deutsche Boulevardblatt «Bild» hinausposaunte. «Einmal über Nacht Millionärin werden», schrieb das deutsche Millionenblatt, das sich auf eine Liste des «Blicks» stützte, wonach Winder mit insgesamt 40'000 Aktien mit einem Wert von 1.7 Millionen Franken die «einzige Frau» unter «den Absahnern» sei. Was die Zeitungen jedoch unterschlagen: Marina Winder ist nicht einfach «nur» Sprecherin des Unternehmens, sondern sitzt als Kommunikations- und PR-Chefin in der Geschäftsleitung. Sie nimmt zudem als Generalsekretärin eine wichtige Rolle für den Verwaltungsrat wahr – und ist Mitglied des Kaders.

ARCHIVBILD ZUM BOERSENGANG VON STADLER RAIL - Peter Spuhler, bisheriger CEO Stadler Rail Group, im Hintergrund Thomas Ahlburg, designierter CEO, aufgenommen am Mittwoch, 20. September 2017, am Hauptsitz in Bussnang. Wie das Unternehmen mitteilt, uebergibt Peter Spuhler die Funktion des Group CEO per 1. Januar 2018 und konzentriert sich auf das Amt des Verwaltungsratspraesidenten. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Peter Spuhler. Bild: KEYSTONE

Peter Spuhler ist 1989 bei Stadler Rail eingestiegen und hat das Unternehmen bis Ende 2017 geleitet. Damals gab er die Rolle des Firmenchefs ab. Seither konzentriert er sich auf das Amt des Verwaltungsratspräsidenten. Am Freitag brachte Spuhler das Unternehmen an die Börse.

Erst kurz dabei, schon Millionär

Viele Kaderleute, die nun Millionäre geworden sind, haben während Jahren für das Thurgauer Unternehmen gearbeitet. Doch schaut man genau hin, entdeckt man Mitarbeiter mit kurzer Einsatzdauer. Zum Beispiel Finanzchef Raphael Widmer. Er ist erst seit Anfang 2017 oberster Zahlenmensch beim Zugsbauer. Er kommt bereits auf ein stattliches Paket mit 100'000 Aktien, das an der Börse 4.2 Millionen Franken wert ist.

Zu den ganz grossen Verdienern beim Börsengang zählen jedoch andere, insbesondere die Verwaltungsräte: Roche-Präsident Christoph Franz und Ex-ABB-Chef Fred Kindle besitzen Aktien im Wert von je 55 Millionen Franken. Die Pakete von Stadler-Vizepräsident Hans-Peter Schwald sowie des Deutschen Werner Müller belaufen sich auf je 42.3 Millionen Franken. Insgesamt besitzen Verwaltungsräte und Geschäftsleitung exklusive Spuhler Aktien im Wert von 292 Millionen Franken.

Nach welchem Schlüssel die Aktien verteilt wurden, ist weitgehend unbekannt. Aus dem letzte Woche aufgeschalteten Finanzbericht für das Jahr 2018 lassen sich jedoch interessante Anhaltspunkte finden. So geht aus dem Bericht hervor, dass die Aktien letztes Jahr zu einem Wert von Fr. 7.92 pro Aktie den Mitarbeitern zugeteilt wurden. Anstatt eines Bonus in Cash konnten «ausgewählte Mitglieder des Managements und des Verwaltungsrats» Aktien beziehen. Im Vergleich zum aktuellen Aktienkurs ist das ein Dumpingpreis, bei dem sich auch steuerliche Fragen stellen.

«Beträge sind sehr hoch»

Der Stadler-Börsengang ist ein Thema in der Politik. «Ja, die Beträge sind sehr hoch und können Fragen aufwerfen», sagt CVP-Nationalrat und Bauernpräsident Markus Ritter zu den Bezügen der Topkader. «Allerdings muss ich sagen, dass Stadler Rail jedem Quervergleich mit Bombardier und seinem Wunderzug FV-Dosto, der zu einer unendlichen Geschichte zu werden scheint, standhält.» Deshalb sei es schwierig, «jetzt an Stadler Rail den Vorwurf zur richten, sie verdienen zu viel». Qualität habe auch ihren Preis, sagt Ritter.

«Die Politik sollte sich nicht in private Unternehmen einmischen. Jede Person muss für sich selber entscheiden, ob der Preis einer Aktie, die sie kauft respektive verkauft, gerechtfertigt ist.»

Verena Herzog, SVP-Nationalrätin

Die Thurgauer SVP-Nationalrätin Verena Herzog verteidigt das Unternehmen ihres Parteikollegen: Stadler Rail sei ein «höchst erfolgreiches privates Unternehmen, das nun auch den Börsengang erfolgreich über die Bühne gebracht hat». «Die Politik sollte sich nicht in private Unternehmen einmischen. Jede Person muss für sich selber entscheiden, ob der Preis einer Aktie, die sie kauft respektive verkauft, gerechtfertigt ist», sagt Herzog.

Auch von linker Seite erhält der Millionensegen Zuspruch. Stadler Rail stehe in einem hart umkämpften internationalen Umfeld, sagt die Thurgauer SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher. «Ein erfolgreicher Börsengang ist nur mit engagierten Mitarbeitenden im ganzen Betrieb möglich. Deshalb gehe ich davon aus, dass das ganze Personal durch den Millionen-Segen eine angemessene Wertschätzung erhalten wird», sagt Graf-Litscher.

Wertschätzung bestimmt aber keine Aktien. Das Beteiligungsprogramm stand lediglich den rund 170 Kaderleuten offen. Die Facharbeiter in den Werkshallen, die Ingenieure an ihren Computern konnten keine Vorzugsaktien beziehen, wie Sprecherin Marina Winder bestätigt. Sie hätten einen 13. Monatslohn und Weihnachtsgeld in Cash erhalten, sagt sie.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Joe Smith 16.04.2019 11:00
    Highlight Highlight Aktien bewusst massiv unter Wert als steuerbares Einkommen an ausgesuchte Kumpanen verteilt, mit einkalkulierter nachfolgender massiver steuerfreier Wertsteigerung. Steuerpolitik à la SVP.
  • drüber Nachgedacht 16.04.2019 10:51
    Highlight Highlight Bei 7000 Mitarbeitern hätten die 252 Millionen aufgeteilt pro Mitarbeiter noch 36'000 Franken ergeben.

    Dabei muss man bedenken, dass der Wert der Aktie nie ein sicherer Gewinn ist. Es hätte genau so gut auch ein Verlust einfahren können.

    Somit hat es Spuhler sicher cleverer gemacht und den Mitarbeiteren eine Barauszahlung bezahlt und das Risiko der Aktien den Managern überlassen.

    Das Vorgehen ist doch absolut ok. Wer viel Risiko trägt, soll auch mehr kassieren.
    • banda69 16.04.2019 12:18
      Highlight Highlight @nachgedacht

      Dann erklären Sie doch bitte mal welches Risiko die 100 Topmanager tragen.
    • Fairness 16.04.2019 13:06
      Highlight Highlight Wo war denn, mit dem Vor kurzem erhaltenen USA-Auftrag zB, genau das grosse Risiko?
  • northvan 16.04.2019 10:51
    Highlight Highlight Weshalb haben sich gewisse Newsseiten so auf die Pressesprecherin "eingeschossen" resp. eher in einer negativen Tonalität berichtet (kommt mir jedenfalls so vor)?

    Kann es sein, dass bei gewissen Medien (Blick, Bild etc.) der/die Schreibende neidisch ist, das jemand anderes aus der schreibenden Zunft (also Frau Winder) vor ein paar Jahren den Posten bei Stadler bekam?

    Zumindest wird bei Watson klargestellt, dass Sie ebenfalls zur Konzernleitung gehört....
  • banda69 16.04.2019 10:22
    Highlight Highlight Stadler Rail hat 7000 Mitarbeiterinnen und Mitarber.

    100 davon haben finanziell enorm vom Börsengang profitiert (1.4%).

    6900 kriegen Wertschätzung (98.6%).

    Alles wie gehabt. 🤷‍♂️
    • Queen C 16.04.2019 10:59
      Highlight Highlight Bitte liefere doch noch dein obligates SVP-Bashing! Hier ist der Link doch einfach, oder?😉
    • banda69 16.04.2019 12:02
      Highlight Highlight @queen

      Nö. Das Volk soll sich über die Grosszügigkeit des SVP'lers freuen. 🤡
    • Queen C 16.04.2019 14:36
      Highlight Highlight Danke banda😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • Todesstern 16.04.2019 10:08
    Highlight Highlight wow die Chefetage hat profitiert, wet hätte das gedacht 😁 *achtung Sarkasmus*
  • Cielodinotte 16.04.2019 10:01
    Highlight Highlight Geht vielleicht nicht mehr lange, kommen die Chinesen. Bedauerlicherweise immer wieder die gleichen Fehler solcher Geschäftsführer, wo das Geschäft über dem eigenen Kopf gewachsen ist und den Boden unter den Füssen verlieren. Viele werden den Chinesen nicht widerstehen, sie haben das Geschäft selber nicht aufgebaut und so fällt die Abgabe der Aktien leichter.
  • Markus97 16.04.2019 09:28
    Highlight Highlight Finde ich super. Stalder Rail ist eine ehrliche Firma welche einen echten Mehrwert produziert. Das ist eine gute Art reich zu werden. Ich gönne es den Mitarbeitern.
    • Oigen 16.04.2019 10:04
      Highlight Highlight welche mitarbeiter? diejenigen die für wenig lohn den gweinn der firma erwirtschaften und wieder leer ausgehen?

      nicht dass es spuhler oder andere nicht verdient hätten, ich finde aber (wie so oft) wird der tatsächliche erbeiter wieder mal aussen vor gelassen
  • AdvocatusDiaboli 16.04.2019 08:49
    Highlight Highlight Ich mags ihnen gönnen! Super Sache von Peter Spuhler!
  • Muselbert Qrate 16.04.2019 08:26
    Highlight Highlight Tolle und grosszügige Aktion!

    So stellt Peter Spuhler sicher, dass die Aktien im Besitze von Leuten bleiben, die die Werte und Strategie des Unternehmens teilen. Zudem freut es die Schweizer Steuerbehörden.

    Ich persönlich konnte von einem ähnlichen Programm profitieren als mein damaliger Arbeitgeber übernommen wurde. Ich durfte die Aktien jedoch während 5 Jahren nicht verkaufen, was sich jedoch sehr ausgezahlt hat für mich.
  • Trollerix 16.04.2019 08:24
    Highlight Highlight Von nichts kommt nichts. Ich finde das einen fairen und cleveren Zug von Herr Spuhler. Man muss auch zu bedenken geben, dass nicht alle Mitarbeitenden für Kaderposititionen geeignet sind (was faule Eier im Kader nicht ausschliesst). Dafür ein hoffentlich schöner Weihnachtsbonus für diejenigen, die keine Aktien halten. Alles richtig gemacht, würde ich meinen.
    • Der Rückbauer 16.04.2019 14:54
      Highlight Highlight Frühlingsbonus, wenn die Börse und die Bänkler das Sagen haben?
  • Der Rückbauer 16.04.2019 08:01
    Highlight Highlight Die gute Nachricht: Spuhler war ein Parton und Unternehmer, wie es heutzutage wenige gibt. Chapeau!
    Und die schlechte Nachricht: Er hat nur noch etwas mehr als eine Sperrminorität. Neu saugen Manager, Geschäftsleitung, Banken und Grossaktionäre die Firma aus. Die Firma wird auf das Niveau von ABB, Bombardier & Co. abgleiten.
    • Crecas 16.04.2019 12:21
      Highlight Highlight Da täuschst du dich. Er hält über 40%, damit gewinnt man jede GV. Ohne sein Einverständnis , passiert hier gar nichts.
    • Der Rückbauer 16.04.2019 14:57
      Highlight Highlight Crecas: Schön, dass Du das noch glaubst, aber auch Du wirst älter werden. - Kennst Du den Kauf von Stimmrechten für einen Tag? Kennst Du Securities Lending? Black Rock?
    • Crecas 17.04.2019 14:45
      Highlight Highlight @Der Rückbauer. Klar kenn ich das, schliesslich arbeite ich schon 12 Jahre in diesem Business. Darum weiss ich auch, dass Spuhler mit seinen 45% alleine (vergiss nicht zusätzlich die ihm nahestehende RAG Stiftung mit 10% und seine Mitarbeiter/Management mit 10%) nie überstimmt werden wird. Die durchschnittliche Teilnahmequote an GVs beträgt nur knapp 70%. Da kommt man mit 45% sehr weit. Kannst alle GVs von allen grossen Börsenunternehmen der letzten 10 Jahre durchgehen, du wirst keine einzige finden, wo die Teilnahmequote über 90% gewesen wäre (die es nur schon theoretisch brauchen würde).
  • Fairness 16.04.2019 07:53
    Highlight Highlight Und alles steuerfreie Kapitalgewinne. Das kann‘s einfach nicht sein.
    • Toerpe Zwerg 16.04.2019 08:19
      Highlight Highlight Das ist nicht ganz so klar. Ich vermute, dass man diesen Vorgang mit einem Steuerruling vorabgeklärt hat und mindestens eine Teilbesteuerung als Einkommen erfolgt.
    • _kokolorix 16.04.2019 08:57
      Highlight Highlight @toerpe
      Genau diese Unklarheit ist das Problem. Wieso ist das Gesetzt hier nicht so simpel und klar wie beim Lohn?
    • Fairness 16.04.2019 09:36
      Highlight Highlight Steuerrulings sind oft eine ziemlich fragwürdige Angelegenheit ... Dazu noch ein bisschen Wunschkonzert beim Besteuern der zugeteilten Optionen usw. Aber dem Lohnausweis ist nicht auszuweichen. Alles reformbedürftig!
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 16.04.2019 07:11
    Highlight Highlight Die Verwaltungsräte: Roche-Präsident Christoph Franz und Ex-ABB-Chef Fred Kindle besitzen Aktien im Wert von je 55 Millionen Franken.

    Für Null Leistung 55 Millionen Franken bekommen.

    Dann haben wir noch Finanzchef Raphael Widmer. Seit 2017 dabei : 4 Millionen für Null Leistung.

    Positiv ist aber, dass Mitarbeiter, die seit 25 Jahren dabei sind Wertschätzung* bekommen.

    *Wert 0.00 Fr.

    Die Managerkaste wird mit Geld zugemüllt, die langjährigen Mitarbeiter mit Wertschätzung. Wertschätzung ist wichtig. Ein Zeichen der Anerkennung.
    • Winschdi 16.04.2019 07:32
      Highlight Highlight Ja, Wertschätzung ist unbezahlbar, also viiiiiel wertvoller als Aktien, *eigentlich... 😁
      Die normalen Büezer werden das sicher zu schätzen wissen... ;-)
    • Charivari 16.04.2019 07:38
      Highlight Highlight Stimmt. Ein Finanzchef bringt Null Leistung. Das weiss doch jedes Kind! Schaffen wir deshalb die Finanzchefs ab, die sind sowieso nutzlos.
    • Ichsagstrotzdem 16.04.2019 07:48
      Highlight Highlight Sorry, aber wo liegt das Problem?
      Die Schweizer Bevölkerung schmettert seit Jahren jede Initiative ab, die etwas daran ändern will.
      Es lebe die Zwei-Klassen Gesellschaft!
    Weitere Antworten anzeigen
  • MaxHeiri 16.04.2019 07:05
    Highlight Highlight Was für ein reisserischer Artikel. Hier wurde niemand etwas weggenommen.
    Herr Spuhler hat aus Grosszügigkeit und Langsichtigkeit ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm mit Aktien erstellt. Das man dabei die wichtigsten Mitarbeiter (resp. die am schwierigsten zu ersetzenden) belohnt ist normal.
    • Perpetual 16.04.2019 08:06
      Highlight Highlight Reisserischer Artikel passend zu einer Boulevardzeitung. Finde ich nicht umbedingt überraschend...
    • gecko25 16.04.2019 08:56
      Highlight Highlight Herr Spuhler hat aus Grosszügigkeit und Langsichtigkeit ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm mit Aktien erstellt, welche natürlich die untersten Klassen seines ehemaligen Unternehmens ausschliesst.
  • Crecas 16.04.2019 06:57
    Highlight Highlight Die Titelzeile: “Stadler Rail schüttet nach Börsengang Millionen...” ist schlicht falsch. Nicht Stadler schüttet Millionen aus, Peter Spuhler hat einfach von seinen eigenen Aktien, Aktien an seine 170 wichtigsten Kaderleute abgegeben. Ein reicher Patron, der nicht alles für sich behalten wollte, sondern an seine Mitarbeiter verteilt hat. Hätter er dies nicht gemacht, würde er einfach mehr Aktien halten und heute noch reicher sein. Da finde ich es durchaus sympathischer, dass er sein Team auch reich gemacht hat.
    • N. Y. P. 16.04.2019 07:16
      Highlight Highlight Ein reicher Patron, der nicht alles für sich behalten wollte, sondern an seine Mitarbeiter verteilt hat.

      Wohl eher..

      Ein reicher Patron, der nicht alles für sich behalten wollte, sondern an sein Management verteilt hat.

      Die Mitarbeiter konnten keine Vorzugsaktien erwerben.
    • Pablo Escobar 16.04.2019 08:46
      Highlight Highlight Ist und bleibt ein Vorbild dieser Peter Spuhler.
    • Crecas 16.04.2019 12:11
      Highlight Highlight @N.Y.P. Er hat’s an seine 160 wichtigsten Mitarbeiter verteilt. Nicht alles Management, sondern einfach die wichtigsten. Er hätte gar nix verteilen müssen.
  • Zeit_Genosse 16.04.2019 06:22
    Highlight Highlight Aktien breit streuen macht Sinn, sonst kommt der Chinese und holt sich die Firma allzuleicht.
    • I don't give a fuck 16.04.2019 09:09
      Highlight Highlight Der Chinese 😂
    • Peter R. 16.04.2019 10:21
      Highlight Highlight Das ist ein richtiger Gedanke. China hat sich entschieden, zuerst Nummer 1 in der Wirtschaft zu werden und dann Nummer 1 politisch weltweit.
      Jede einzelne Firma, die sich aktienmässig so positioniert wie bei Stadler Rail, gibt uns mehr Sicherheit für die zukünftige Entwicklung unseres Landes. Leider schauen die Parlamentarier zu, wie Filetstücke der CH Wirtschaft an die Chinesen verkauft werden.
      Europa und damit auch die Schweiz lässt sich von der Potenz China's blenden - einzig Trump, was er immer sein mag, leistet Widerstand (Handelszölle) gegen den Tsunami von China.
    • supremewash 16.04.2019 11:03
      Highlight Highlight @Peter R. Ohne Chinas Ambitionen in Abrede stellen zu wollen: Investoren aus dem Angelsächsischen Raum sind immer noch die wahren Heuschrecken! Das Filettieren und Verkaufen von einst hochrentablen Firmen ist kein Chinesisches Geschäftsmodell. Denen geht es eher um die strategisch Besetzung von ganzen Wirtschaftszweigen und den Einkauf von High-Tech. Die Politik im Westen hat das realisiert und verlangt nun ihrerseits Investitionsspielraum in China. Auf jeden Fall bin ich froh, dass das CH-Aktienrecht einem P.S. eine Sperrminorität erlaubt.

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