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Wirtschaft fordert wegen tiefem Pegel im Rhein Massnahmen

Extremwetter

Wirtschaftsverbände fordern Massnahmen wegen tiefem Rhein-Pegel

06.08.2026, 18:4706.08.2026, 18:47

Die Wasserpegel des Rheins haben aufgrund der anhaltenden Trockenheit historische Tiefstände erreicht. Wirtschaftsverbände sorgen sich um die Zukunft der Güterversorgung über den Fluss und fordern Massnahmen.

Die Handelskammer beider Basel (HKBB) und die Schweizerische Vereinigung für Schifffahrt und Hafenwirtschaft (SVS) verlangten in einer gemeinsamen Mitteilung vom Donnerstag rasche Strategien von der Zentralkommission für Rheinschifffahrt (ZKR). Ziel sei es, den Rhein als verlässliche Verkehrsachse zu sichern und die Schifffahrt auch bei künftigem Niedrigwasser zu gewährleisten.

Transportkosten steigen

Wegen der tiefen Pegelstände könnten die Schiffe nicht mehr voll beladen werden. Dies führe zu höheren Transportkosten und gefährde die Versorgungssicherheit, hiess es weiter. Die Verbände forderten unter anderem den Ausbau der Infrastruktur und die Förderung technischer Innovationen.

Die Abflussmenge des Rheins bei Rheinfelden AG lag im August 2026 im bisherigen Monatsmittel bei 418 Kubikmetern pro Sekunde, wie die Hydrodaten des Bundes zeigen. Der langjährige Durchschnitt für August beträgt laut diesen Daten 1185 Kubikmeter. Bei Kaub in Deutschland, einer entscheidenden Engpassstelle, erreichte der Pegel am Mittwoch einen historischen Tiefststand von 17 Zentimetern, wie Daten der deutschen Wasserstrassen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) zu entnehmen war.

ZKR verweist auf bisherige Arbeiten

Auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA anerkannte die Zentralkommission für Rheinschifffahrt (ZKR) die Problematik. Sie verwies auf bisherige Arbeiten, wie etwa einen Experten-Workshop zum Thema im Januar 2023.

Damals seien bereits vier Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt worden. Dazu gehörten der Einsatz digitaler Instrumente für zuverlässigere Pegel-Voraussagen sowie Infrastrukturmassnahmen. Weitere Optionen bestünden bei den Schiffen selbst, etwa durch den Bau von Spezialschiffen, die auch bei tiefen Pegelständen eingesetzt werden könnten. Eine weitere Möglichkeit sei eine Anpassung der Logistik bei den Verladern. (sda)

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Mondblüemli
06.08.2026 19:38registriert Oktober 2021
Wer wehrt sich den immer gegen den Klimaschutz?
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MGausR
06.08.2026 20:47registriert August 2017
Ich werde als Massnahme auf dem Balkon klatschen, das muss reichen
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Cogitos
06.08.2026 20:25registriert Januar 2026
Zum Glück steigen die Meeresspiegel, so dass wir die Flüsse irgendwann nicht mehr brauchen… wie zynisch muss man werden, bevor allgemeines Umdenken passiert… die Wissenschaft hat schon vor 50 Jahren davor gewarnt.
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