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Vincent Ducrot verzichtet 2020 auf einen Teil seines Lohnes.
Vincent Ducrot verzichtet 2020 auf einen Teil seines Lohnes. Bild: keystone

Topsaläre bei SBB, Post & Co: So viel verdienen die Chefs

Die Topsaläre der Kader der Bundesbetriebe sind im vergangenen Jahr mehrheitlich stabil geblieben. Die Bestverdienenden sind weiterhin die Chefs von SBB, Postfinance, Post und der Ruag. Der CEO-Wechsel bei den Bundesbahnen ging ins Geld.
18.06.2021, 14:0118.06.2021, 14:24

Die Top-Kader bei den bundesnahen Betrieben verdienen mehr als doppelt so viel wie ein Bundesrat. Laut dem am Freitag publizierten Kaderlohnreporting verdienten der im Laufe des vergangenen Jahres zurückgetretene SBB-Chef Andreas Meyer und sein Nachfolger Vincent Ducrot zusammen 1,586 Millionen Franken. Das Total der Entlöhnung (inklusive berufliche Vorsorge) stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 37 Prozent.

Die Erhöhung sei eine Folge des Wechsels des CEO, «welche zu einer Überschneidung von sechs Monaten bei der Entlöhnung von zwei CEOs im Jahr 2020 geführt hat», heisst es im Bericht des Bundesrats an die Finanzdelegation der eidgenössischen Räte (Findel).

Ex-SBB-Boss Andreas Meyer kassierte 2020 sechs Monate Lohn.
Ex-SBB-Boss Andreas Meyer kassierte 2020 sechs Monate Lohn. Bild: KEYSTONE

Schwierige Lohnvergleiche

Aufgrund von mehreren Wechseln in den Chefetagen der bundesnahen Betriebe ist ein Lohnvergleich schwierig. Sagen lässt sich, dass Postfinance-Chef Hansruedi Köng und Post-Chef Roberto Cirillo weiterhin zu den Topverdienern gehören.

Köng wurde im Jahr 2020 total mit 971'695 Franken entlöhnt. Das ist etwa gleich viel wie im Jahr zuvor. Cirillo kam auf eine Entlöhnung von 959'751 Franken – 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Gemäss dem Bericht lässt sich das dadurch erklären, dass er im Jahr 2020 erstmals für die gesamte Periode ausbezahlt wurde. Er hatte am 1. April 2019 sein Amt eingetreten.

Gutverdienende Ruag-Chefs

Kein Vergleich zum Vorjahr machen lässt sich bei den Chefs der beiden Ruag-Unternehmensteile Ruag International und Ruag MRO. Insgesamt löste der Geschäftsleiter von Ruag International im vergangenen Jahr Lohn- und Vorsorgekosten im Umfang von 895'086 Franken aus. Von Januar bis November leitete Urs Kiener das Unternehmen ad Interim, danach übernahm André Wall. Ruag-MRO-Chef Andreas Berger verdiente im vergangenen Jahr 637'271 Franken.

Ebenfalls zu den Topverdienern gehörten 2020 Suva-Chef Felix Weber (790'624; +2 Prozent), der abtretende Finma-CEO Mark Branson (676'395; +4 Prozent) und Skyguide-Geschäftsführer Alex Bristol (660'110; -5 Prozent).

Der Generaldirektor der SRG, Gilles Marchand, verdiente im vergangenen Jahr etwa gleich viel wie im Jahr zuvor, insgesamt 630'403 Franken.

Nationalrat will Lohndeckel

Die Entlöhnung des obersten Kaders der Unternehmen und Anstalten des Bundes gibt regelmässig Anlass zu Debatten in der Öffentlichkeit und auch im Parlament. 2016 hatte der Bundesrat beschlossen, die Betriebe an die kürzere Leine zu nehmen.

So wurden etwa die Boni und Nebenleistungen im Verhältnis zum Fixlohn begrenzt: Der variable Lohnanteil – also der Bonus – der einzelnen Geschäftsleitungsmitglieder darf höchstens 50 Prozent des fixen Lohnanteils betragen, die Nebenleistungen dürfen nicht mehr als zehn Prozent ausmachen.

Insgesamt gingen die Topsaläre in den vergangenen Jahren tendenziell zurück. Der Nationalrat hatte im März zudem einen Lohndeckel beschlossen – gegen den Willen des Bundesrates. Die Bezüge der obersten Kader von SBB, Post und anderen Bundesbetrieben sollen demnach eine Million Franken nicht übersteigen. Mit der Vorlage beschäftigt sich nun der Ständerat. (sda)

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33 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Sackhegelbutzer
18.06.2021 14:30registriert Dezember 2018
„Erhalten“, nicht „verdienen“ …
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Clife
18.06.2021 15:33registriert Juni 2018
Als ob der Meyer die SBB zu einem unglaublichen Erfolg geführt hätte. Die, die das Unternehmen zu unglaublichem Erfolg führen sind zumeist nicht die CEOs und sonstige Kaderangestellte, sondern viel eher die einfachen Mitarbeiter ohne Hochschulabschluss, welche Tag und Nacht krampfen, Überstunden leisten, ihre Familien vernachlässigen müssen und gleichzeitig Angst um eine Kündigung haben (vergleiche Swiss). Das Kader ist dann witzigerweise mit Korruption und Networking beschäftigt. Nicht die Leistung wird bezahlt sondern das gegen aussen gerichtete Image.
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Rethinking
18.06.2021 15:43registriert Oktober 2018
500k mit allen Entscheidungen ist mehr als genug…
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