Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Pascal Broulis, parle devant les membres du Conseil d'Etat vaudois lors de la presentation du programme de legislature 2017-2022 du Conseil d'Etat vaudois ce mercredi 1 novembre 2017 a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

«Wir nehmen unser Schicksal in die Hände», sagte der Waadtländer Finanzdirektor Pascal Broulis (FDP) am Mittwoch vor den Medien in Lausanne. Bild: KEYSTONE

Die Waadt mag nicht mehr auf Bern warten und setzt ihre USR III auf Anfang 2019 in Kraft



Die Waadt setzt die Unternehmenssteuerreform III bereits Anfang 2019 um und wartet nicht das nach der Abstimmungsniederlage auf Bundesebene lancierte Nachfolgeprojekt ab. Das gab die Regierung am Mittwoch bekannt.

Seit der Ablehnung der Unternehmenssteuerreform III auf nationaler Ebene mit einer Nein-Mehrheit von 59.1 Prozent vom 12. Februar 2017 war offen, wie die Waadt mit ihrer kantonalen Lösung der USR III vorangeht.

«Wir nehmen unser Schicksal in die Hände»

Finanzdirektor Pascal Broulis (FDP)

Überwältigende Ja-Mehrheit

Die Waadtländer Stimmberechtigten hatten die kantonale Umsetzung der USR III bereits am 20. März 2016 mit einer überwältigenden Ja-Mehrheit von 87.12 Prozent angenommen. Am Mittwoch kündigte die Waadtländer Regierung in ihrem Legislaturprogramm 2017-2022 an, am ursprünglichen Fahrplan mit der Einführung 2019 festhalten zu wollen.

«Wir nehmen unser Schicksal in die Hände», sagte der Waadtländer Finanzdirektor Pascal Broulis (FDP) vor den Medien in Lausanne. Die Kantone hätten die Dringlichkeit der Unternehmenssteuerreform stets betont.

Mit der Unternehmenssteuerreform soll den kantonalen Steuerprivilegien für Statusgesellschaften ein Ende bereitet werden. Diese vornehmlich für international tätige Firmen geltenden Privilegien werden international nicht mehr akzeptiert.

Kosten von 128 Millionen Franken

Die Kantone sehen deshalb eine Senkung der Gewinnsteuersätze für alle Unternehmen vor, um die unterschiedlich Besteuerung von Statusgesellschaften und anderen Unternehmen zu beenden. In der Waadt sinkt der Steuersatz von 20.95 (2018) auf 13.79 Prozent (2019).

Mit der vorzeitigen Umsetzung verzichtet die Waadt im 2019 und allenfalls gar 2020 auf die Kompensationszahlungen des Bundes durch einen höheren Anteil der Kantone an der Bundessteuer. Damit entgehen der Waadt 94 Millionen Franken.

Soziales Ausgleichspaket

Durch den Aufschub der leichten Steuererhöhungen für die Statusgesellschaften entgehen dem Waadtländer Fiskus weitere 34 Millionen Franken. Die Waadt legt für die Jahre 2019 und 2020 deshalb bereits je 128 Millionen Franken beiseite. Auch das soziale Ausgleichspaket mit Massnahmen zur Stärkung der Kaufkraft von Familien wird per 2019 umgesetzt.

Die Waadt wählt damit einen anderen Weg als die Mehrheit der anderen Kantone, welche nach dem Nein auf Bundesebene das neue Reformprojekt abwarten. Diese Steuervorlage 17 befindet sich bis Anfang Dezember in der Vernehmlassung. Das Vorpreschen der Waadt dürfte zu einem verschärften Steuerwettbewerb unter den Kantonen führen. (whr/sda)

So war es damals mit dem Ersten Geldautomat der Schweiz

Play Icon

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Wir wollen viel zu viel: Sexbots, die was fühlen und geklonte Mammuts

Link to Article

Sozialdetektive-Befürworter leaken Betrüger-Videos – laut Datenschützer ist das verboten

Link to Article

5 Hashtags, die viral gingen und tatsächlich etwas verändert haben

Link to Article

Lieber Arno, ich glaube leider, es ist wirklich an der Zeit zu gehen

Link to Article

27 Witze, die jeden Nerd zum Schmunzeln bringen

Link to Article

Vormarsch der Demokraten: Es gab doch eine «Blaue Welle» bei den Midterms

Link to Article

Mayotte – Europas zerrissenes Paradies am Ende der Welt

Link to Article

Ein junger Jude verliebt sich in eine Schickse – Orthodoxe fühlen sich im falschen Film

Link to Article

Hallo, Impfgegner – diese 7 Antworten zur Grippeimpfung sind speziell für euch

Link to Article

Die 11 schönsten Höhlen der Welt, in denen du dich vor der Fasnacht verstecken kannst

Link to Article

Die tiefe Spaltung der USA ist alarmierend – und ein Zeichen der Zeit

Link to Article

Wichtig: Eine Rangliste der 18 besten Drunk Foods aus aller Welt 🍺🍕🍻🍔🍺

Link to Article

Wie zwei Nerds die Welt eroberten – und ihre Ideale verrieten

Link to Article

Diese 10 Dinge kommen Ausländern als Erstes in den Sinn, wenn sie an die Schweiz denken

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Eklat beim F1-Grand-Prix von Brasilien: Verstappen pöbelt Ocon nach dem Rennen an

Link to Article

Es ist Tag der schlechten Wortspiele oder wie wir vom Sport sagen: Heimspiel!

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

50 Franken für alle Schweizer Haushalte: Es gibt Billag-Geld zurück!

Die Konsumenten dürfen auf eine Rückerstattung der zu Unrecht erhobenen Billag-Mehrwertsteuer hoffen. Gemäss Bundesgericht besteht zwar keine generelle Rückerstattungspflicht. Das UVEK will nun aber ein Gesetz für eine Pauschale an alle Haushalte schaffen.

Die Rückzahlung der Mehrwertsteuer an alle Haushalte soll in Form einer pauschalen Gutschrift auf der zukünftigen Rechnung der Erhebungsstelle der Radio- und Fernsehempfangsgebühr erfolgen. Dies hat das Departement für Umwelt, Verkehr, …

Artikel lesen
Link to Article