sonnig-6°
DE | FR
10
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Schweiz
Zürich

Zürcher Jungpolitiker soll neuer SVP-Kantonalpräsident werden

Zürcher Jungpolitiker soll neuer SVP-Kantonalpräsident werden

23.12.2019, 21:4024.12.2019, 06:08

Ein Jungpolitiker soll die angeschlagene Zürcher SVP in die Zukunft führen: Der 28-jährige Benjamin Fischer soll neuer Kantonalpräsident werden. Er habe sich «nicht extrem um diese Aufgabe gerissen», sagte Fischer.

Benjamin Fischer, Co-Praesident "Komitee gegen Internet-Zensur und digitale Abschottung", Praesident Junge SVP spricht an der Medienorientierung auf der einreichung Referendum Geldspielgeset ...
Benjamin Fischer an einer Medienkonferenz im Januar 2018.Bild: KEYSTONE

Der Parteivorstand hat Fischer am Montagabend einstimmig als Kandidaten vorgeschlagen. Definitiv entscheiden werden die Delegierten am 7. Januar. Viel Auswahl werden diese allerdings nicht haben: Neben Fischer gibt es keine anderen Kandidierenden.

Und auch Fischer musste sich die Kandidatur gut überlegen. «Ich habe mich nicht extrem um diese Aufgabe gerissen», räumte er vor den Medien ein. Nur schon, weil er gerne Präsident der jungen SVP Schweiz gewesen sei und dies auch gerne noch einige Jahre geblieben wäre. Dieses Amt wird er aus Zeitgründen nun aber abgeben.

«Knochenarbeit» in den Sektionen

Geben ihm die Delegierten im Januar ihre Stimme, will Fischer dafür sorgen, dass die Zürcher SVP innerhalb der SVP Schweiz wieder eine stärkere Position einnimmt. «Wir haben eine besondere Verantwortung, auf nationaler Ebene vermehrt Themen einzubringen.»

Die eigentliche «Knochenarbeit» wartet aber in den Sektionen, in denen die Motivation offenbar merklich nachgelassen hat. Es sei schwieriger geworden, Leute zu finden, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, sagte Fischer. Vor allem in den Städten und in der Agglomeration. «Der Mitgliederbestand muss wieder wachsen.»

Arbeit ohne Bezahlung

Geld wird der neue Präsident für seine Arbeit nicht erhalten. Das Parteipräsidium ist und bleibt ein Ehrenamt - auch wenn die Suche nach geeigneten Kandidierenden schwierig war.

Fange man an, solche Ämter zu bezahlen, würden sich die Leute in den Sektionen fragen, weshalb sie noch gratis einen Stand am Herbstfest aufstellen sollen, begründete Alfred Heer, Präsident der Findungskommission, diese langjährige Praxis.

Der 28-jährige Fischer stammt aus Volketswil im Zürcher Oberland. Er ist seit zwölf Jahren politisch für die SVP tätig, also seit er 16 Jahre alt ist. 2015 wurde er in den Kantonsrat gewählt.

Der Betriebsökonom und frischgebackene Vater soll Patrick Walder ablösen, der das Amt ad interim innehatte. Walder wollte den Posten nach der nationalen Wahlschlappe vom Herbst allerdings nicht weiterführen.

«Regulärer» Vorgänger von Walder war Konrad Langhart, der das Amt nach der kantonalen Wahlschlappe vom Frühling abgeben musste. Vergangene Woche gab Langhart nach 33 Jahren SVP-Mitgliedschaft seinen Austritt aus der Partei bekannt. Dabei sparte er nicht mit Kritik an der Parteiführung. Er könne die aktuelle Ausrichtung der SVP nicht mehr mittragen, teilte der Landwirt mit. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

10 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
FITO
25.12.2019 05:59registriert April 2019
Das ist doch derjenige, der dieser Kameliendame Lothe im Lichte ihrer Lampe gestanden war.
Womit bewiesen wäre, um in einem testosterongeschwängerten Umfeld wie diesem Karriere zu machen genügt nicht alleine nur blond zu sein, sondern grün hinter den Ohren und Testikel in der Hose helfen ungemein, um rückwärts orientierte Urschweizer zu überzeugen.
3331
Melden
Zum Kommentar
avatar
Jo Seff
23.12.2019 23:48registriert September 2017
In der Arena meinte Fischer einst, ohne rot zu werden, dass man die AHV im Notfall hald abschaffen müsse.

Klar. Für die Goldküstenfraktion rentiert sich eine soziale Versicherung nicht.

Volkspartei. Ha Ha Ha
4913
Melden
Zum Kommentar
avatar
dho
24.12.2019 00:06registriert Oktober 2015
Dieser Typ hat gerade seine Karriere ungespitzt in den Boden gerammt. Have a good future my friend.
3512
Melden
Zum Kommentar
10
Eklat beim «Magazin» – das dürfen wir nicht aussitzen
Journalistinnen und Journalisten decken Missstände auf. Das ist ihr Job. Im Fall «Roshani vs. Canonica» sind viele von ihnen dieser journalistischen Pflicht nicht nachgekommen. Für Aufarbeitungen ist es aber noch nicht zu spät.

Die Journalistin Anuschka Roshani hat am Freitag in einem Gastbeitrag im Spiegel berichtet, wie sie beim «Magazin» – der Samstagsbeilage der Tamedia-Zeitungen – «Opfer eines Machtmissbrauchs» wurde. Sie war dort von 2002 bis 2022 Redaktorin. Die Vorwürfe richten sich hauptsächlich gegen ihren langjährigen Chef Finn Canonica. Er leitete die Redaktion des «Magazins» von 2007 bis 2022 und bestreitet die Vorwürfe vehement.

Zur Story