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So doof war die «Ice Bucket Challenge» wohl doch nicht: Forschern gelingt Durchbruch wegen Spenden



Ja, was haben wir uns im Sommer 2014 aufgeregt: Ice Bucket Challenge hier, Ice Bucket Challenge da, unsere Timeline war komplett zugespamt. Jeder, der auch nur ein halbwegs funktionierendes Gerät zur Verfügung hatte, das Filmen konnte, warf sich einen Eimer mit eisgekühltem Wasser über den Kopf und stellte die Aufnahmen davon auf Facebook.

Zweck der Übung: Geld sammeln und Aufmerksamkeit generieren für die Patienten der unheilbaren Nervenkrankheit «Amyotrophe Lateralsklerose» (ALS). So weit so gut, doch das ganze artete zur Selbstprofilierungs-Party aus. Selbst Herren wie George W. Bush wurden plötzlich zu Gutmenschen und liessen sich einen Eiskübel über die Rübe schütten.  

Sogar Ex-Präsident George Bush gönnte sich eine Eisdusche.

Erfolgreiche Tests an Labormaus

Aber Achtung, vielleicht haben wir uns auch zu unrecht über den Social-Media-Hype genervt. Denn einem Forscherteam der «Oregon State University» ist in der Forschung gegen die ALS-Krankheit offenbar ein Durchbruch gelungen.

Ein Mittel, das an einer Labormaus mit ALS getestet wurde, verlängerte das Leben des Tieres erheblich. Wie die Zeitung «The Register Guard» aus Oregon schreibt, seien die Tests nur möglich gewesen, weil die Universität Spendengelder von rund 300'000 Dollar erhalten habe, die während der Ice Bucket Challenge gesammelt wurden.

Im Normalfall hat ein ALS-Patient nach Ausbruch der Krankheit nur noch drei bis vier Jahre zu leben, ein Medikament, um den Tod herauszuzögern gab es bis anhin nicht. Auch wenn nach den Tests in Oregon noch lange nicht klar ist, ob das angewandte Mittel auch bei Menschen wirkt, ein kleiner Lichtblick ist es trotzdem. Und wenn wir jetzt ganz kitschig werden wollen: Social Media hat halt doch die Macht, etwas gutes zu bewirken. (cma)

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