Sport
Eishockey

Ambri-Piotta zieht Frauen-Team aus Eishockey-Meisterschaft zurück

Die Ladies von Ambri-Piotta jubeln nach ihrem Treffer zur 0:1 Fuehrung , im Pre-Playoff (Best-of-Three-Serie) Spiel zwei der Eishockey Postfinance Women's League zwischen HC Davos Ladies, HCD Lad ...
Trotz Erfolgen in den letzten Jahren: Der HC Ambri-Piotta nimmt sein Frauenteam vorerst aus dem Spielbetrieb.Bild: keystone

Zu wenige Spielerinnen: Ambri zieht Frauenteam aus Meisterschaft zurück

30.07.2026, 16:2630.07.2026, 16:30

Der HC Ambri-Piotta wird in der nächsten Saison nicht an der Schweizer Eishockey-Meisterschaft der Frauen teilnehmen. Dies teilten die Tessiner am Donnerstagnachmittag mit.

«In den vergangenen Wochen hat der Klub alle möglichen Anstrengungen unternommen, um den Kader zu vervollständigen und die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, um die Saison auf seriöse, nachhaltige und den sportlichen Erwartungen entsprechende Weise in Angriff zu nehmen», schreibt der HCAP. Der Klub stellt fest: «Trotz der geleisteten Arbeit war es nicht möglich, eine ausreichende Anzahl von Spielerinnen zu finden, um einen angemessenen Kader zusammenzustellen.»

Der Markt im Eishockey der Frauen weise in der Schweiz derzeit eine begrenzte Verfügbarkeit von Spielerinnen und einen zunehmenden Wettbewerb zwischen den Klubs auf. «In diesem Zusammenhang wäre es weder gegenüber den Spielerinnen noch gegenüber allen beteiligten Personen und Organisationen verantwortungsvoll gewesen, ohne die notwendigen sportlichen und organisatorischen Garantien weiterzumachen», befindet der Klub, der betont, dass alle Alternativen geprüft wurden und es sich um einen schmerzhaften Entscheid handle.

Gleichzeitig bekräftigte Ambri-Piotta «mit Überzeugung die Bedeutung des Frauensports innerhalb seiner Vision». Der Rückzug aus der Meisterschaft vor der Saison 2026/27 sei nicht das Ende des Projekts. Stattdessen wolle der Klub das Frauenteam wieder aufbauen und womöglich ab der darauffolgenden Saison in die Nationalliga B zurückkehren. Ziel werde es sein, «ein solides und nachhaltiges Projekt zu entwickeln, das die Spielerinnen fördert und konkrete Perspektiven für die Zukunft des blau-weissen Frauen-Eishockeys schafft».

Für die Tessinerinnen kommt der Entscheid zu einem bitteren Zeitpunkt. So erreichte Ambri-Piotta in den letzten drei Jahren immer die Playoff-Halbfinals der Women's League. Nun findet die Schweizer Meisterschaft ohne den Vierten der letzten beiden Jahre statt. Der Schweizer Eishockeyverband SIHF hat bereits mitgeteilt, dass kein Team nachrücken und die Saison mit sieben statt acht Klubs ausgetragen werde. Damit wird es keinen Absteiger geben und der Meister der zweithöchsten Liga steigt direkt auf. (nih)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Bilder der Eishockey-WM in Zürich und Fribourg
1 / 74
Die besten Bilder der Eishockey-WM in Zürich und Fribourg

Die Schweizer Nati wird vom Publikum an der Heim-WM mit viel Liebe verabschiedet.

quelle: keystone / andreas becker
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Eisbären im Zoo Prag kriegen Abkühlung
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
9 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
marak
30.07.2026 16:57registriert April 2014
Da man als Frau vom Eishockey hierzulande nicht leben kann und man irgendwo arbeiten oder studieren muss, ist die Leventina ein hartes Pflaster.
413
Melden
Zum Kommentar
avatar
Bruno Wüthrich
30.07.2026 17:20registriert August 2014
Zwei Fragen dazu:

Was geschieht mit dem Kader und dem Staff?
Wird jetzt der Modus angepasst? Lediglich 24 Spiele pro Team und Saison (exkl. Playoffs) scheint mir etwas gar wenig zu sein. Immerhin handelt es sich um die höchste Liga im Schweizer Fraueneishockey, und man möchte möglichst viele Spielerinnen auf ein international taugliches Niveau bringen.

Solche Rückzüge sind sind immer auch empfindliche Rückschläge für eine Sportart und eine Liga. Man beachte die Auswirkungen bei den Männern (Swiss League).
2111
Melden
Zum Kommentar
9
«Ich verstehe Murat Yakin» – Familie Okafor sorgte bei Zürcher Gastro-König für Probleme
Um Noah Okafor kehrt nach seinem Rücktritt aus der Nationalmannschaft keine Ruhe ein. Noch vor der Weltmeisterschaft soll die Okafor-Familie bei einer Geburtstagsfeier des Leeds-Stürmers für Probleme gesorgt haben.
Noah Okafor verkündete vor einer Woche seinen Rücktritt aus der Schweizer Fussballnationalmannschaft, da das Tischtuch zwischen ihm und Trainer Murat Yakin zerschnitten sei. Unter anderem warf er dem Nati-Trainer fehlenden Respekt vor.
Zur Story