300 Franken für Gummibärchen und Chips: So nahm Nati-Star Jäger dank «Arnos Crashkurs» zu
Es ist wahrscheinlich der Davoser Königstransfer auf die kommende Saison hin. Bereits vor der letzten Saison wurde Ken Jäger vom Lausanne HC verpflichtet. Jäger kehrt damit in seine Heimat zurück und wird dort wahrscheinlich die Karriere beenden: Der Davoser unterschrieb bis zum Ende der Saison 2032/33.
Jäger war nun erstmals im Davoser Podcast «Studio 1921» zu Gast und sprach dort unter anderem über seine Jugendzeit, die er beim Rekordmeister erlebte, bevor der Center 2018 nach Schweden wechselte. Während seiner Teenagerzeit war Jäger im Vergleich mit seinen gleichaltrigen Teamkollegen eher klein und auch dünner.
Deshalb entschied er sich damals dazu, eine Therapie durchzuführen. «Bei mir wurde ein Wachstumshormonmangel festgestellt. Dann habe ich vier Jahre lang täglich eine Spritze in die Beine bekommen», erklärt Jäger die Behandlung, die dann auch Früchte trug: «Im ersten Jahr wuchs ich zwölf Zentimeter. Die Koordination war dadurch deutlich schwieriger. Jeden Monat war man plötzlich einen Zentimeter höher auf den Schlittschuhen.» Mittlerweile ist der dreifache Vizeweltmeister 1,86 Meter gross.
Im Verlauf der Saison 2016/17 kam Jäger dann beim HCD auch zu den ersten NLA-Einsätzen. Damals stand noch Coaching-Legende Arno Del Curto an der Bande. Als Jäger gefragt wurde, ob Del Curto an ihm Freude hatte, antwortete der Davoser lächelnd: «Ich wusste, dass er nie glücklich über mein Gewicht war. Dies machte er mir jeweils deutlich klar.» Die Folge war, dass Jäger «Arnos Crashkurs» durchlaufen musste. Dieser funktionierte laut Jäger wie folgt:
Damit war es aber noch nicht genug. «Während des Trainings im Off-Ice musste ich jeweils ein Sandwich mit Salami und Mayonnaise dabeihaben», führte Jäger weiter aus. Auf Nachfrage von Moderator Lars Nay sagte Jäger zwar, dass er zugenommen habe, gesund sei der Weg dazu aber wohl nicht gewesen. Gemäss Eliteprospects wiegt Jäger mittlerweile 86 Kilogramm.
Beim HCD peilt Jäger nun den ersten Titel seiner Karriere an. Mit Lausanne stand der 28-Jährige zweimal im Playoff-Final, verlor diesen aber jeweils gegen die ZSC Lions. (riz)
