Keine Hydration Breaks – aber einige neue Regeln in der Super League
Noch wenige Tage, dann startet die neue Super-League-Saison. Weniger als eine Woche nach dem WM-Final geht es in der höchsten Schweizer Liga wieder um wichtige Punkte. Anders als an der Weltmeisterschaft müssen sich die Fans der Super League allerdings nicht an ein Hydration Break gewöhnen. Weiterhin kann es bei hohen Temperaturen zu einer Trinkpause kommen.
Dafür gibt es ansonsten viele Änderungen. Neben dem neuen VAR-Prozess, welcher das Stadionerlebnis für die Fans besser machen soll, erhält der VAR wie bei der Weltmeisterschaft noch mehr Macht. Neuerdings darf auch eine zweite Gelbe Karte, die dazu führt, dass ein Spieler mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wird, neuerdings vom VAR überprüft werden. Die erste Verwarnung wird weiterhin nicht gecheckt. Wie die Regel «Mistaken Identity» umgesetzt wird, ist noch nicht klar. Man wartet noch, auf welche Auslegung sich die UEFA festlegt.
In der Super League soll zukünftig wie bei der WM das Zeitspiel weiterhin angegangen werden. Dafür werden folgende Regeln eingeführt:
- Bei Einwürfen und Abstössen gibt es eine 5-Sekunden-Regel. Der Unparteiische auf dem Rasen zeigt mit einem erhobenen Arm einen Countdown an. Geht die Ausführung länger als fünf Sekunden, gibt es einen Einwurf für den Gegner oder, falls der Abstoss nicht rechtzeitig ausgeführt wird, einen Eckball für das gegnerische Team.
- Bei Spielerwechseln haben die Spieler nur noch zehn Sekunden Zeit, den Platz zu verlassen. Falls der Spieler länger braucht, darf der eingewechselte Akteur erst beim nächsten Unterbruch den Rasen betreten. Es muss aber mindestens eine Minute vergangen sein.
- Wenn ein verletzter Spieler vom medizinischen Personal auf dem Rasen behandelt wird, muss dieser danach vom Spielfeldrand eine Minute lang zuschauen. Allerdings gibt es einige Ausnahmen, falls der betroffene Spieler ein Torhüter ist, zwei Teamkollegen zusammenstossen oder wenn die Verletzung wegen eines Fouls geschieht, bei dem der Gegner eine Karte sieht.
Ebenfalls soll das Zeitspiel durch Ballkinder verhindert werden. Die Bälle werden zukünftig, wie es bereits in der Challenge League umgesetzt wurde, auf ein Hütchen gelegt statt von den Ballkindern persönlich übergeben.
Ein Vorteil für die Zuschauer im Stadion wird sein, dass die Uhr bei der Nachspielzeit künftig weiterläuft. Bisher lief die Uhr nur bis zur 45. und 90. Minute.
Geändert wird auch der Vorgang bei Neuansetzung von abgebrochenen Partien. Bisher starteten Spiele, welche nicht fertig gespielt werden konnten, wieder von Neuem. Von nun an wird das Spiel in dem Moment fortgesetzt, in dem es abgebrochen wurde.
