FIFA wischt Rekurs beiseite – Belgien droht mit Beschwerde am Sportgerichtshof
Der Fall Balogun entwickelt sich rasant weiter Wie diverse Medien berichten, hat der Fussball-Weltverband FIFA den Rekurs des belgischen Verbands (RBFA) zur Aufhebung der Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun zurückgewiesen. Die Einsprache der RBFA sei nicht zulässig, da sie «in diesem Prozess keine beteiligte Partei» sei, lautete die Begründung der FIFA. Damit ist nun endgültig klar, dass Balogun heute Nacht im WM-Achtelfinal (2 Uhr Schweizer Zeit) gegen Belgien einsatzberechtigt ist.
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— Adam Crafton (@AdamCrafton_) July 6, 2026
FIFA Appeal Committee has rendered request by Belgian FA as “inadmissible” as Belgium “not a party to the proceedings and, as such, has no standing to appeal the decision.”
Which means according to FIFA, Balogun can play tonighthttps://t.co/lxdCy6D6Ig
Belgien kündigte indes an, dass es Folarin Balogun als «nicht spielberechtigten Spieler» anschaue. Sollte er dennoch eingesetzt werden, kündigte der Verband an, eine entsprechende Beschwerde an das FIFA-Tribunal und den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne zu senden. Man habe diesen Entscheid auch dem US-Verband mitgeteilt.
Die FIFA hatte den Balogun nach einem Platzverweis im Sechzehntelfinal gegen Bosnien und Herzegowina begnadigt, auch nach einer entsprechenden Bitte von US-Präsident Donald Trump.
Der belgische Fussballverband (RBFA) hatte sein Erstaunen über dieses Vorgehen geäussert, das rund um den Globus zu grosser Kritik am Weltverband geführt hat.
Belgien wollte Auskunft, FIFA leitete Verfahren ein
Am Montagnachmittag haben die Belgier ein Update veröffentlicht – und das hat es in sich. Demnach hatte die RBFA von der FIFA schriftlich eine Erläuterung des Verfahrens angefordert und zugleich ihren Standpunkt dargelegt. Die Antwort? «Als einzige Reaktion sandte die FIFA ein Schreiben an die RBFA, in dem sie erklärte, dass sie diese Korrespondenz als Berufung betrachte, dass ein Richter ernannt worden sei und dass die RBFA nur wenige Stunden Zeit habe, diese Berufung einzureichen.»
Weiter schreiben die Belgier, die FIFA habe auch die obligatorische Spielkoordinationssitzung anders als üblich gestaltet. Der Abschnitt über die automatische Sperre von Spielern sei bewusst aus der Präsentation gestrichen worden. Dabei sei dieses Thema bei jeder dieser Sitzungen vor den vier bisherigen WM-Spielen behandelt worden. «Die RBFA hat die FIFA sowohl mündlich als auch schriftlich nach den Gründen für diese Änderung gefragt, erhielt jedoch erneut keine Antwort.»
«Zutiefst besorgt»
Nach wie vor habe der belgische Verband keine Entscheidung und keine Erklärung der FIFA zu dieser Angelegenheit erhalten. Man habe daher keine andere Wahl, als die Spielberechtigung Bolaguns anzufechten. Wie wir nun wissen, war das nicht erfolgreich.
Die RBFA zeigte sich aber unabhängig vom Ausgang des WM-Achtelfinals «zutiefst besorgt» über die Ereignisse. Der Verband verspricht, er werde sich auch weiterhin für die grundlegenden Prinzipien der Ethik, des fairen Wettbewerbs und der Interessen des Fussballs insgesamt einsetzen. (ram)
Diese Story wurde nach dem definitiven FIFA-Entscheid zu Belgiens Rekurs aktualisiert.
