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«Hätte früher gehen sollen»: Das sagt Blatter über Katar und seinen Rücktrit

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Der gefallene FIFA-König: Sepp Blatter bei einer Feier des indischen Fussballverbandes. Bild: Manish Swarup/AP/KEYSTONE

«Hätte früher gehen sollen»: Das sagt Blatter über Katar und seinen missglückten Abgang

Der frühere FIFA-Präsident gibt zu, dass er die Berichte des Sonderermittlers Garcia gar nie gelesen hat. Und erklärt, warum Katar die WM erhalten hat. 
02.07.2017, 05:3302.07.2017, 08:17

Fast zwei Jahre nach seinem abrupten Karriereende zeigt der ehemalige FIFA-Präsident Reue: «Ich hätte früher aufhören sollen», sagt er in einem Interview mit dem «Sonntagsblick». Und er verteidigt seinen Entscheid, den Untersuchungsbericht des früheren FIFA-Sonderermittlers Michael Garcia 2014 nicht veröffentlicht zu haben: «Ich hatte ihn selbst nicht gelesen.» Ethik-Richter Hans-Joachim Eckert habe ihm eine Zusammenfassung von 40 Seiten geschrieben und ihm geraten, nur diese zu veröffentlichen.«

Sonst hätte man erst die Rechte jedes einzelnen im Bericht erwähnten Menschen abklären müssen.» Diese Woche hatte die «Bild»-Zeitung Auszüge des Berichts veröffentlicht, worauf die FIFA das Papier selbst publik machte. 

«Hätte ich kein ruhiges Gewissen, wäre ich auf einen Berg gestiegen und hätte mit Bergziegen auf ein Gewitter gewartet.»
Sepp Blatter

Er müsse sich nach wie vor keine Vorwürfe machen, erklärt Blatter weiter. «Hätte ich kein ruhiges Gewissen, wäre ich nicht hier. Dann hätte ich zwei Ziegen genommen, wäre auf einen Berg gestiegen und hätte auf ein Gewitter gewartet.»

So kam die WM laut Blatter nach Katar

Aber noch immer fragt sich die ganze Fussball-Welt, wie sich Katar die WM tatsächlich geangelt hat. Und wie viele Schmiergeld-Couverts wirklich unter dem Tisch durchgingen. Blatter winkt ab. 

«Gar keine. Da wurde einfach abgestimmt. Ich sagte es mehrfach, die Politik entschied alles. Frankreichs Präsident Sarkozy befahl Michel Platini aus politischen Interessen für Katar zu stimmen. So begann es. Sonst hätten die USA die WM bekommen», sagt der 81-Jährige weiter zum «Sonntagsblick». Die Politik habe ebenfalls bestimmt, dass die WM 2006 an Deutschland ging. 

(amü)

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quelle: ap/ap / michael probst
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