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WM 2026: Schweinsteiger sieht nicht nur Tuchel als Problem der Engländer

epa11432616 (L-R) German former national player Bastian Schweinsteiger, head coach Julian Nagelsmann of Germany and TV presenter Esther Sedlaczek before the EURO 2024 group A soccer match between Swit ...
Nicht nur Tuchel schuld: Bastian Schweinsteiger erkannte noch ein anderes Problem bei den Engländern.Bild: keystone

Alle zeigen auf Tuchel – Schweinsteiger sieht das ganz anders

England scheidet nach 1:0-Führung gegen Argentinien aus. Die Gründe sehen viele Beobachter in der taktischen Umstellung. Andere entdecken ein weiteres Problem.
16.07.2026, 12:3316.07.2026, 12:33
Benjamin Zurmühl / t-online
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t-online

Lange sah es so aus, als würde England ins WM-Finale einziehen. Doch in der Schlussphase schenkten die Briten ihre 1:0-Führung gegen Argentinien her – und verloren schlussendlich mit 1:2. Schon wieder ist England kurz vor dem Finale ausgeschieden. Bereits 2018 waren die «Three Lions» im Halbfinale aus dem Turnier geflogen, 2022 war im Viertelfinale Schluss. Die britische Presse war sich schnell einig: Der Schuldige ist Thomas Tuchel. Dem deutschen Nationaltrainer der Engländer wird vorgeworfen, zu defensiv gewechselt und dadurch das Spiel hergeschenkt zu haben.

epa13113686 England's head coach Thomas Tuchel reacts during the FIFA World Cup 2026 semifinals match England against Argentina, in Atlanta, USA, 15 July 2026. EPA/WILL OLIVER
Thomas Tuchel: Gemäss der britischen Presse der Schuldige für das WM-Aus der Engländer.Bild: keystone

Bastian Schweinsteiger erkannte aber noch ein anderes Problem bei den Verlierern. «Das einzige Problem war dann die Energie der Spieler», sagte der Weltmeister von 2014 in der ARD.

«Die Kraft fehlte, und dann kamen noch die Ein- und Auswechslungen beziehungsweise die Umstellungen dazu. Dass sie gar nicht mehr an den Ball kamen, lag gar nicht so an der Taktik», war sich Schweinsteiger sicher. Die Passivität der «Three Lions» überraschte den deutschen Ex-Nationalspieler mehr als die taktische Umstellung.

«Danach hatten sie nichts mehr übrig»

Mit der Erkenntnis war Schweinsteiger nicht allein. Auch Argentiniens Siegtorschütze Lautaro Martínez nahm es auf dem Platz ähnlich wahr. «England wurde müde. Sie haben uns 60 Minuten lang gepresst. Danach hatten sie nichts mehr übrig», sagte er nach dem Spiel.

Die intensive Spielweise der Engländer, die die Argentinier von Beginn an hoch pressten und früh störten, war nach der Führung nicht mehr da.

England's Harry Kane reacts after a collision during the World Cup semifinal soccer match between England and Argentina in Atlanta, Wednesday, July 15, 2026. (AP Photo/George Walker IV)
Harry Kan ...
Wurde England im Verlauf des Spiels müde?Bild: keystone

Tatsächlich haben die Briten anstrengende Spiele hinter sich, sodass die schwindende Kraft eine Rolle spielen könnte. Im Achtelfinale gegen Mexiko spielte England ab der 54. Minute in Unterzahl. Dazu fand das Spiel im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt auf 2'240 Metern Höhe statt, was eine besondere Anstrengung bedeutete. Im Viertelfinale musste England dann gegen Norwegen über 120 Minuten ran. Womöglich spielte das im Halbfinale gegen Argentinien dann eine Rolle. (car/t-online)

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