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WM 2026: So gewinnt die Schweiz gegen Bosnien-Herzegowina

Der Experte warnt Granit Xhaka, Michel Aebischer (r.) und Co. vor allem vor einem bosnischen Spieler.
Der Experte warnt Granit Xhaka, Michel Aebischer (r.) und Co. vor allem vor einem bosnischen Spieler.bild: imago / watson
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Diese Schweizer müssen gegen Bosnien aufpassen, sonst droht der nächste Nackenschlag

Weil die Schweiz gegen Katar nur einen Punkt holte, steht sie gegen Bosnien-Herzegowina nun schon etwas unter Druck. Wie der Nati im zweiten WM-Spiel der Sieg gelingt und wer ihr besonders gefährlich werden könnte, haben wir einen Experten gefragt.
18.06.2026, 09:0418.06.2026, 09:04

Nach dem enttäuschenden 1:1-Unentschieden zum Auftakt der Fussball-Weltmeisterschaft gegen Katar verhält es sich für die Schweiz folgendermassen: Um gute Chancen auf den Gruppensieg zu bewahren, muss sie Bosnien-Herzegowina heute Donnerstag um 21 Uhr (bei watson im Liveticker) bezwingen. Ansonsten droht ein sehr schwieriges letztes Gruppenspiel gegen Co-Gastgeber Kanada, während die Bosnier mit Katar den vermeintlich leichteren Gegner haben.

Im Vergleich zur Leistung vom vergangenen Samstag braucht es aber eine erhebliche Steigerung. Wobei nicht nur Trainer Murat Yakin fand, dass der Plan eigentlich aufgegangen sei. Auch Taktik-Experte Constantin Eckner relativiert den Auftritt der Schweiz, der hierzulande scharf kritisiert wurde: «An sich war die Leistung vollkommen in Ordnung.» Nur hätte die Nati aus den Chancen, die gemäss «Expected Goals» eigentlich zu über drei Toren hätten führen sollen, mehr als einen Treffer erzielen müssen.

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Constantin Eckner.Bild: www.imago-images.de

Wie die Schweiz einer weiteren Blamage entgeht, erklärt der deutsche Sportkommentator, der unter anderem bei RTL und ZDF zu hören ist, im Gespräch mit watson. «Es darf im Spielaufbau und der Restverteidigung* noch weniger Fehler geben», so Eckner. Gerade Ausrutscher wie jenen von Manuel Akanji früh im Spiel dürfe sich die Schweiz nicht erlauben. «Von den Bosniern werden diese erst recht bestraft.»

* Die Restverteidigung ist ein Begriff, der aus dem Englischen kommt. Dort bezeichnet die «Rest Defense» die Verteidigung mit Ball. Es geht also darum, wie sich ein Team im Ballbesitz bereits auf die Situation nach einem Ballverlust vorbereitet, um Kontern vorzubeugen.

Ausserdem sei die Schweiz in der Offensive zu wenig energisch vorgegangen. Gerade der Strafraum hätte stärker besetzt werden müssen, um Breel Embolo zentral zu unterstützen. In der Hinsicht versteht Eckner nicht, weshalb Johan Manzambi nur von der Bank kam. Der 20-Jährige sei mit seinem riesigen Potenzial die Zukunft der Nati und könnte schon jetzt extrem helfen. Doch sei es für Nationaltrainer nicht unüblich, «Erfahrung gegenüber jugendlicher Energie zu präferieren. Diese Denkweise geht nicht immer auf.»

Ob Nati-Trainer Murat Yakin seine Startformation für das zweite Gruppenspiel umstellt? Gegen Bosnien-Herzegowina könnte es sich lohnen. «Manzambis verzögerte Läufe in den Strafraum könnten ein Mittel sein, weil er so seine Physis einsetzen würde, während Embolo die Innenverteidiger bindet», so Eckner. In klassischen Eins-gegen-Eins-Situationen oder statischen Situationen, wie sie es gegen Katar viel gab, seien Ex-FCZ-Profi Nikola Katic und Tarik Muharemovic kaum zu überwinden.

Johan Manzambi beim Training der Schweizer Fussballnationalmannschaft im Kybunpark beim WM26 Pre-Camp in St. Gallen am Montag, 25. Mai 2026. (KEYSTONE/Walter Bieri)
Er könnte in den Augen des Experten ein Trumpf für die Schweizer sein: Johan Manzambi.Bild: keystone

Als Mittel gegen Bosnien-Herzegowina sieht Eckner «schnelle Umschaltangriffe» oder «Verlagerungen in den gegenüberliegenden Halbraum» – also die Zonen links und rechts vom Halbkreis am Strafraum. In diesen Situationen habe sich das Team von Trainer Sergej Barbarez beim 1:1-Remis gegen Kanada verwundbar gezeigt. Bei langen Seitenwechseln müsse die Schweiz auch auf zweite Bälle lauern und bereit sein, den Ball im Gegenpressing zurückzuerobern und direkt einen Umschaltangriff auszulösen.

Während die Schweiz gegen das Team vom Balkan erneut spielbestimmend sein dürfte, warnt Eckner auch vor der bosnischen Offensive. Diese sei nicht nur per Standards gefährlich. Gerade Linksaussen Amar Memic habe das Potenzial, der Nati gefährlich zu werden. «Im bosnischen 4-4-2-System bewegen sich die äusseren Mittelfeldspieler punktuell in die Mitte und suchen die Lücken hinter den gegnerischen Sechsern.»

Besonders Granit Xhaka und Michel Aebischer, der gegen Katar viel auf der rechten Seite agierte, müssten da aufpassen, um Linksaussen Memic in Zaum zu halten. «Ansonsten gibt es vielleicht einen weiteren Nackenschlag für die Nati», warnt Taktik-Experte Constantin Eckner.

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Die beliebtesten Kommentare
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Posersalami
18.06.2026 09:11registriert September 2016
Gegen Bosnien bitte mit einem richtigen Rechtsverteidiger und Manzami:

Widmer---Elvedi---Akanji---Rodriguez
------------Xhaka------Freuler-----------
Ndoye---------MANZAMBI-------Vargas
-------------------Embolo-----------------

Keine Ahnung wieso man auf den formstärksten Offensivspieler verzichtet hat.
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1 Stein
18.06.2026 10:10registriert November 2021
Mir fehlt da generelll der Respekt vor dem Gegener! Bei allen Teams stehen Profis in grossen Ligen auf dem Platz, von einer "Blamage" im Falle eines Pukverlusts zu sprechen zeugt ein wenig von Realitätsverlust. Hat sich an dieser WM nun wirklich zur genüge gezeigt, dass inzwischen quasi alle kicken können....
Kanada bspw. hat mich in Spiel auch mehr überzeugt als die Nati.

So oder so: HOPP SCHWIIZ
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Wenn nicht Ich wer dann
18.06.2026 11:16registriert Juli 2019
Wenn ich mir gestern die Engländer angeschaut habe und mir vorstelle die Schweiz müsste aktuell gegen England antreten....na dann gute Nacht.
202
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