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Alle zwei Jahre wieder – wie die Bayern und Dortmund den DFB-Pokal dominieren

Ein 0:0 zuhause und ein 1:5 in München: Dortmunds Bilanz in dieser Saison gegen die Bayern.
Ein 0:0 zuhause und ein 1:5 in München: Dortmunds Bilanz in dieser Saison gegen die Bayern.
Bild: KAI PFAFFENBACH/REUTERS

Alle zwei Jahre wieder – wie die Bayern und Dortmund den DFB-Pokal dominieren

Platz eins und zwei in der Liga, beide im DFB-Pokal-Finale – Bayern und Dortmund dominieren den deutschen Fussball nach Belieben. Doch die historische Grafik zeigt: Das Duell ist erst seit Kurzem ein Klassiker.
21.05.2016, 15:1121.05.2016, 16:22
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Beim Abschied von Pep Guardiola aus Deutschland will Thomas Tuchel seinen ersten grossen Titel erringen. Die Ausgangslage vor dem Cupfinal zwischen Bayern München und Borussia Dortmund ist so offen wie schon lange nicht mehr.

Cup-Duelle zwischen den besten beiden Teams im Land finden in Deutschland seit 2012 jährlich statt, alle zwei Jahre gar im Final. Die Bilanz zwischen Bayern München und Borussia Dortmund ist dabei mit je zwei Siegen ausgeglichen.

Die Highlights aus dem Final 2014. YouTube/videos

Besonders in Erinnerung geblieben ist dabei Dortmunds 5:2-Final-Gala vor vier Jahren mit drei Toren des heutigen Bayern-Stürmers Robert Lewandowski. Der von einigen (voreilig) ausgerufene Machtwechsel im deutschen Fussball trat in der Folge jedoch nicht ein. Bayern liess auf dem Transfermarkt die finanziellen Muskeln spielen und errang seither neun Titel, unter anderen heuer die vierte Meisterschaft in Folge.

Die Highlights aus dem Final 2012.YouTube/shikoba18

«Grösste Aufgabe im Weltfussball»

In den letzten beiden Final-Duellen behielten die Münchner jeweils knapp die Oberhand: 2013 in der Champions League (2:1) und ein Jahr später im DFB-Pokal (2:0 n. V.). In beiden Spielen war Arjen Robben Bayerns Matchwinner. Diesmal geht für Dortmund vom Holländer jedoch keine Gefahr aus, er fällt aufgrund einer Adduktorenverletzung bereits seit Mitte März aus. Allerdings hat auch die Equipe des Berner Torhüters Roman Bürki mit İlkay Gündoğan einen gewichtigen Ausfall zu verkraften.

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grafik: spiegel online

Ein enges und hart umkämpftes Spiel ist auch am Samstagabend im Berliner Olympiastadion zu erwarten. «Eine Sensation», wie ihn Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nannte, wäre ein Dortmunder Finalsieg keinesfalls. Der BVB verlor in diesem Jahr wettbewerbsübergreifend erst zwei Spiele und schloss die Bundesliga-Saison hinter dem FC Bayern punktemässig als bester Zweiter aller Zeiten ab.

Beide Finalisten sammelten gemeinsam 166 Zähler – vor zwei Jahren waren es 161, 2012 kamen Dortmund und Bayern zusammen auf 154 Punkte. «Wir sehen uns nicht in der Favoritenrolle», so Münchens Captain Philipp Lahm. Und sein Dortmunder «Amtskollege» Mats Hummels erklärte: «Gegen Bayern zu spielen, ist eine der grössten Aufgaben im Weltfussball. Aber wir haben die Mittel, sie zu schlagen.»

Wie wird Hummels verabschiedet?

Keiner steht vor und während des 73. DFB-Pokal-Finals dermassen im Fokus wie Dortmunds Captain, der die Borussia nach achteinhalb Jahren verlassen und auf die neue Saison hin zu seinem Jugendklub Bayern München zurückkehren wird. Zum Thema wurde deshalb auch der Cupfinal 1984, als Lothar Matthäus einen der bittersten Momente seiner Karriere erlebt hatte. Der spätere Weltmeister traf mit seinem damaligen Klub Mönchengladbach ebenfalls auf den FC Bayern.

Und wie bei Hummels heute war Matthäus' Wechsel nach München schon vor der Partie bekannt gewesen. Der damals 23-Jährige lief im Penaltyschiessen als Erster an – und drosch den Ball über das Tor, Bayern gewann schliesslich den Cup.

Ganz besonders im Fokus: Hummels bei seinem letzten Einsatz in Schwarzgelb.
Ganz besonders im Fokus: Hummels bei seinem letzten Einsatz in Schwarzgelb.
Bild: EPA/DPA

Der zwölfte Cupfinal für die Münchner seit 1998 ist das letzte Spiel von Pep Guardiola als Bayern-Coach. Er und sein Gegenüber Thomas Tuchel sind quasi Brüder im Geiste. Beide schätzen sich sehr und lassen keine Gelegenheit aus, den anderen mit Lob zu überschütten. Derweil Guardiola seinen 21. Titel als Trainer anstrebt, erlebt Tuchel am Samstag seinen ersten grossen Final. Ein Sieg gegen sein katalanisches Vorbild wäre für den 42-Jährigen die Krönung einer sehr erfolgreichen ersten Saison als BVB-Coach. (pre/sda)

Bürki wie im Vorjahr Benaglio?
Gewinnt Borussia Dortmund am Samstagabend den deutschen Cupfinal gegen Bayern München, wäre Roman Bürki nach Diego Benaglio der zweite Schweizer Torhüter in Folge, der den 52 Zentimeter hohen goldenen Siegerpokal in den Berliner Nachthimmel stemmen dürfte.

Insgesamt war Schweizer Spielern in deutschen Cupfinals in den letzten 20 Jahren allerdings wenig Erfolg beschieden. Nur Raphael Wicky 1999 mit Bremen (nach Penaltyschiessen gegen Bayern München), Xherdan Shaqiri 2013 mit Bayern München (als Einwechselspieler in der Nachspielzeit gegen Stuttgart) und im Vorjahr Benaglio, Timm Klose und Ricardo Rodriguez mit Wolfsburg (gegen Dortmund) verliessen den Rasen des Olympiastadions als Sieger.

Auch Adrian Knup (1996), Christoph Spycher (2006), Benjamin Huggel (2006), Ludovic Magnin (2007), Alex Frei (2008) und Tranquillo Barnetta mussten sich mit ihren Klubs im Final geschlagen geben. (sda)

Diese Stars holten die Bayern von der Konkurrenz

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Diese Stars holten die Bayern von der Konkurrenz
Borussia Dortmund: Mats Hummels im Sommer 2016 (Ablöse unbekannt).
quelle: epa/dpa / guidoâ kirchner
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