Nach Fischer-Enthüllung: SRF-Moderator Schmitz hört als Lakers-Stadionspeaker auf
Auslöser ist ein Artikel des Ex-Nationalrats Christoph Mörgeli im Wochenmagazin «Weltwoche», der beleidigende Facebook-Posts von Schmitz aus der Zeit um 2010 ans Licht brachte.
Schmitz soll einen Schiedsrichter einen «gelben arabischen Hurensohn» genannt haben. Des Weiteren habe der SRF-Moderator gepostet: «Der soll doch in Zukunft Kamelrennen pfeifen. Arschloch.» Die Facebook-Einträge seien inzwischen gelöscht, liegen der Weltwoche aber vor.
Das Schweizer Fernsehen distanziere sich von der Äusserungen ihres Angestellten.
Schmitz entschuldigte sich und erklärte seinen Rücktritt damit, Schaden vom Verein abwenden zu wollen, da dieser für ihn eine «Herzensangelegenheit» sei.
In seiner Hauptbeschäftigung als SRF-Redaktor machte Schmitz vor einer Woche publik, dass der (inzwischen entlassene) Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer 2022 ein gefälschtes Impfzertifikat verwendet hatte, um an die Olympischen Winterspiele in Peking zu reisen. Die Enthüllung löste heftige Reaktionen aus.
Nachdem der Druck stieg und auch der Internationale Eishockeyverband (IIHF) in der Causa Fischer eine Untersuchung ankündigte, trennte sich der Schweizer Verband mit sofortiger Wirkung vom 50-Jährigen. Fischer hätte sein Amt nach 10 Jahren als Nationaltrainer und nach der Heim-WM in Zürich und Fribourg diesen Mai so oder so niederlegegt. Nun hat sein designierter Nachfolger Jan Cadieux die Nationalmannchaft schon früher als erwartet übernommen. (val)
