Sport
Rassismus

WM: Spaniens Ex-Premier Rajoy äussert sich rassistisch über Frankreich

epa12815826 Former Spanish Prime Minister Mariano Rajoy attends the launch of the Sebastian Pinera Chair at the Universidad del Desarrollo in Santiago, Chile, 12 March 2026. EPA/Adriana Thomasa
Mariano Rajoy hat sich rassistisch über Frankreichs Nationalteam geäussert.Bild: keystone

«Keine Franzosen»: Spanischer Ex-Premier wegen rassistischer Äusserung in der Kritik

Der frühere spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat mit einer rassistischen Äusserung vor dem WM-Halbfinal zwischen Spanien und Frankreich für Empörung gesorgt. Sein Beitrag stiess in Frankreich und in Spanien vor der Partie am Dienstag auf scharfe Ablehnung.
13.07.2026, 01:5713.07.2026, 01:57

Der frühere Politiker der konservativen Volkspartei schrieb in einem Beitrag für «El Debate», dass Frankreich über einen Kader auf höchstem Niveau verfüge. Allerdings stünden keine Franzosen in dem Fussballteam.

«Mariano Rajoys Äusserungen über die französische Nationalmannschaft zeugen von unerträglichem Rassismus», schrieb Frankreichs Fussballverbandspräsident Philippe Diallo bei X. «Sie werfen zudem Fragen nach dem verwerflichen Klima auf, das solchen Gestank erst ermöglicht. Unsere Spieler brauchen keine Staatsbürgerschaftsurkunden von einem ehemaligen spanischen Ministerpräsidenten.»

epa13057401 (L-R) Iraq Football Association President Younis Mahmoud, FIFA President Gianni Infantino, and French Football Federation President Philippe Diallo attend the FIFA World Cup 2026 group sta ...
Philippe Diallo (r.), Präsident des französischen Fussballverbands, beim Besuch eines WM-Spiels neben FIFA-Präsident Gianni Infantino.Bild: keystone

Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez erklärte bei BFMTV: «Das ist absolut inakzeptabel, das entspricht überhaupt nicht den Werten Frankreichs.»

Spaniens Ministerpräsident: Möge der Rassismus verlieren

Der aktuelle spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez verlinkte bei X einen Beitrag mit zahlreichen kritischen Kommentaren zu Rajoy und schrieb selbst: «Manche definieren Zugehörigkeit noch immer über Nachnamen, Geburtsort oder Hautfarbe. Andere von uns definieren sie über ihre tiefe Verbundenheit mit einem Land und ihre Bereitschaft, sich für es einzusetzen. Indem wir Fussball spielen. Indem wir uns um unsere Älteren kümmern. Oder indem wir Unternehmen gründen.»

epa13098198 Spanish Prime Minister Pedro Sanchez speaks during a press conference at the 2026 NATO Summit in Ankara, Turkey, 08 July 2026. The NATO Summit takes place from 07-08 July. EPA/NECATI SAVAS
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez.Bild: keystone

Spanien gehöre denen, die es lieben. «Nicht denen, die es mit xenophoben Äusserungen beschämen. Frankreich, wir sehen uns im Halbfinale. Möge die beste Mannschaft gewinnen und der Rassismus verlieren.»

Zuletzt hatte die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia während der WM den französischen Topstar Kylian Mbappé rassistisch beschimpft. Frankreichs Verband reichte daraufhin Anzeige gegen die Politikerin ein. (nih/sda/dpa)

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quelle: keystone / ashley landis
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Dideli
13.07.2026 08:12registriert März 2021
Es spielen 75 Spieler an dieser WM, welche in Frankreich geboren wurden. Es ist also eigentlich genau umgekehrt. Einige afrikanische Mannschaften haben über 50% der Spieler die in Frankreich geboren wurden.
Die haben die ganze Fussballausblidung in Frankreich genossen und wenn sie gut genug gewesen wären, würden sie nun für Frankreich auflaufen. Wenn es nicht reicht, dann geht man zum Geburtsland der Eltern.
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Totoro.2
13.07.2026 08:21registriert September 2025
Dieser grassierende Rassismus vergiftet den Verstand einiger Menschen momentan. Es werden Aussagen gemacht die jenseits von gut und böse sind.
Die meisten Menschen auch in der Schweiz haben Vorfahren die in die Schweiz einwanderten.
Vielleicht sieht man es nicht auf anhieb, aber es sind genau so Wurzeln im Ausland.
Bei mir sind es überwiegend deutsche Wurzeln.

Die meisten Rassisten kennen ihre eigene Herkunft nicht, sprechen aber gerne über die der andern.
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Feminist
13.07.2026 05:38registriert Februar 2026
In der Schweiz ist das ganz normaler Alltagsrassismus.
Auch hier in den Kommentaren werden regelmässig solche Sprüche veröffentlicht.
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