Enttäuschte Schweizer nach der Niederlage im WM-Viertelfinal – besonders für Manuel Akanji (Mitte) ist klar: Die Nati hätte Argentinien eigentlich schlagen müssen.Bild: keystone
«Nie erlebt, dass so einseitig gepfiffen wurde»: Das sagen die Schweizer nach dem WM-Aus
Die Schweiz hat das Ziel, die beste WM ihrer Geschichte zu spielen, erreicht. So hat die Nati erstmals seit 1954 den Viertelfinal bei einer Weltmeisterschaft erreicht und gar erstmals seit 1938 ein K.o.-Spiel gewonnen. Dennoch ist die Enttäuschung nach dem Ausscheiden gegen Argentinien gross – ebenso wie der Ärger über die Rote Karte gegen Breel Embolo. Das sagen die Schweizer nach dem Viertelfinal.
Inhaltsverzeichnis
Manuel Akanji
«Ich war schon bei Abpfiff so stolz auf das Team und darauf, was wir während des Turniers und heute gegen den Weltmeister gezeigt haben. Argentinien hatte keine Chance – ich kann mich an keine Torchance aus dem Spiel heraus erinnern, wo wir sagen mussten: Da hatten wir jetzt Glück. Es war nichts. Ohne die Rote Karte wäre das Spiel eher auf unsere Seite gekippt. Auch in Unterzahl haben wir aber ein Superspiel hingelegt und wenn du dann in der 112. Minute so ein Tor kassierst, ist es schwierig.
Es ist schade, so auszuscheiden, weil wir hätten gewinnen können. Wenn man dann auch noch den Schiedsrichter gegen sich hat, ist es noch schwieriger. Jede Kleinigkeit hat er für sie gepfiffen. Ich habe noch nie ein Spiel erlebt, in dem so einseitig gepfiffen wurde. Für sie gab es in 90 Minuten keine Gelbe Karte, alle ihre Schwalben – nichts. Und bei Breel gibt es dann für ein Foul, das nie so schlimm war, Gelb. Aber jetzt können wir es nicht mehr ändern. Es wird einige Zeit vergehen, um das zu verdauen und auch unseren Erfolg zu realisieren. Aber wir sind unglaublich stolz auf uns.»
Es ist schade, so auszuscheiden, weil wir hätten gewinnen können. Wenn man dann auch noch den Schiedsrichter gegen sich hat, ist es noch schwieriger. Jede Kleinigkeit hat er für sie gepfiffen. Ich habe noch nie ein Spiel erlebt, in dem so einseitig gepfiffen wurde. Für sie gab es in 90 Minuten keine Gelbe Karte, alle ihre Schwalben – nichts. Und bei Breel gibt es dann für ein Foul, das nie so schlimm war, Gelb. Aber jetzt können wir es nicht mehr ändern. Es wird einige Zeit vergehen, um das zu verdauen und auch unseren Erfolg zu realisieren. Aber wir sind unglaublich stolz auf uns.»
Das ganze Interview mit Manuel Akanji.Video: SRF
Gregor Kobel
«Ich bin riesig stolz auf das Team. Wie wir gekämpft und bis zum Schluss alles versucht haben. Ich bin riesig stolz auf unsere Einstellung, die wir auf dem Platz gezeigt haben. Wir haben Herz gezeigt und es tut mega weh, so auszuscheiden.
So wie wir gekämpft haben, fühlt es sich unfair an, dass wir nicht wenigstens noch die Chance eines Penaltyschiessens bekommen haben. Aber so ist Fussball.»
So wie wir gekämpft haben, fühlt es sich unfair an, dass wir nicht wenigstens noch die Chance eines Penaltyschiessens bekommen haben. Aber so ist Fussball.»
Ist bei den Gegentoren machtlos: Gregor Kobel.Bild: keystone
Remo Freuler
«Wir haben uns vorgenommen, mit Herzblut für die ganze Schweiz zu spielen. Das hat man gesehen. Wir hatten das Spiel bis zur Roten Karte im Griff und haben viel Druck gemacht. Dann natürlich ein Bruch im Spiel, aber ich verstehe immer noch nicht, wie der VAR in einer solchen Szene eingreifen kann. Das muss die FIFA mir noch erklären.
Es war so schon schwierig, gegen den Weltmeister zu spielen. Aber wir waren mindestens ebenbürtig oder sogar besser. Dann mussten wir 50 Minuten in Unterzahl spielen und so zu verlieren, nach einer solchen Schiedsrichterleistung, tut wirklich weh.
Wir wollten die beste WM der Geschichte spielen und das haben wir geschafft. Wir haben Geschichte geschrieben, aber es wäre noch mehr drin gelegen und das macht es so schwer zu akzeptieren.
Wir haben noch viel vor und darum geht es auch für mich in der Nati noch weiter.»
Es war so schon schwierig, gegen den Weltmeister zu spielen. Aber wir waren mindestens ebenbürtig oder sogar besser. Dann mussten wir 50 Minuten in Unterzahl spielen und so zu verlieren, nach einer solchen Schiedsrichterleistung, tut wirklich weh.
Wir wollten die beste WM der Geschichte spielen und das haben wir geschafft. Wir haben Geschichte geschrieben, aber es wäre noch mehr drin gelegen und das macht es so schwer zu akzeptieren.
Wir haben noch viel vor und darum geht es auch für mich in der Nati noch weiter.»
Das Interview mit Remo Freuler.Video: SRF
Fabian Rieder
«Es ist schwierig zu beschreiben. Wir haben alles gegeben und eine gute Leistung gezeigt. Bis zur Roten Karte waren wir das bessere Team und hatte Argentinien ausser dem Eckball keine Chance. Wir haben auch in Unterzahl gekämpft bis zum Schluss, aber Argentinien geht dann durch einen Sonntagsschuss in Führung. Es ist schwierig momentan.»
Fabian Rieder stand erneut in der Startformation.Bild: keystone
