Sport
Fussball

WM 2026: Alexander Sorloth erhält nach dem Viertelfinal Morddrohungen

England's Nico O'Reilly vies for the ball with Norway's Alexander Sorloth, right, during the World Cup quarterfinal soccer match between Norway and England in Miami Gardens, Fla., Satur ...
Alexander Sorloth erhielt nach dem Viertelfinal gegen England Morddrohungen.Bild: keystone

Vergab eine grosse Chance: Alexander Sorloth erhält Morddrohungen nach Aus gegen England

Norwegen scheidet auf bittere Art und Weise aus der WM aus. Stürmer Alexander Sorloth wird anschliessend mit Hass überschüttet.
13.07.2026, 06:4913.07.2026, 09:21
Benjamin Zurmühl / t-online
Ein Artikel von
t-online

Das Ergebnis vom Samstag würde Alexander Sorloth wohl gerne vergessen. In der Verlängerung schied der norwegische Torjäger mit seinem Team bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada mit 1:2 gegen England aus. Dabei waren die Skandinavier immer wieder am Drücker, führten zwischenzeitlich mit 1:0. Das vermeintliche 2:1 für Norwegen pfiff Schiedsrichter Turpin nach Hinweis des Videoschiedsrichters zurück.

Eine richtig gute Chance hatte das Überraschungsteam der WM aber auch kurz vor dem englischen Ausgleich. Beim Stand von 1:0 stürmten Erling Haaland und Alexander Sorloth zu zweit auf das englische Tor zu. Neben Torwart Jordan Pickford stand ihnen nur Verteidiger Nico O'Reilly im Weg.

Sorloth, der den Ball am Fuss hatte, verpasste jedoch den richtigen Zeitpunkt des Abspiels. Der Stürmer verzögerte den Angriff und entschied sich schlussendlich für einen Schuss, den England blocken konnte. Eine Szene, die viel Hass im Netz gegen den Norweger auslöste.

Wie Sorloths Partnerin Lena Selnes auf Instagram offenbarte, erhielt der 30-Jährige zum Teil sogar Morddrohungen. «Die Weltmeisterschaft und Fussball bereiten viel Freude, aber auch viel Hass. Eigentlich möchte ich dem keine grosse Beachtung schenken, aber nach Kommentaren wie diesem hier muss ich es doch tun», schrieb sie und teilte Kommentare, in denen sich der Tod des Stürmers gewünscht wurde, andere sogar ankündigten, den Stürmer von Atlético Madrid töten zu wollen. «Ich hoffe, dass alle bei solchen Kommentaren – egal in welcher Situation – noch einmal genauer nachdenken», fügte sie an.

Die Story von Sorloths Freundin.
Die Story von Sorloths Freundin.Bild: instagram/lenaselnes

Erling Haaland: «Die geilsten sechs Wochen meines Lebens»

Bei den Spielern selbst war die Enttäuschung über das Ausscheiden gross genug. Superstar Erling Haaland stand die Trauer ins Gesicht geschrieben – trotzdem kann Sorloth positiv auf die Fussball-Weltmeisterschaft zurückblicken. «Das sind die geilsten sechs Wochen gewesen, die ich vielleicht in meinem ganzen Leben gehabt habe. Das war völlig surreal», sagte der 25-Jährige nach Abpfiff.

Es sei schwierig, kurz nach dem Ausscheiden darüber zu sprechen, weil er ziemlich niedergeschlagen sei, sagte Haaland. «Aber diese mehr als 40 Tage sind so schnell vergangen. Das ist eine Erinnerung fürs Leben.» (riz/tonline)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Bilder der Fussball-WM 2026
1 / 145
Die besten Bilder der Fussball-WM 2026

Spanien um Captain Rodri ist am Ende der grössten WM der Geschichte der verdiente Sieger.

quelle: keystone / ashley landis
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Die Schweiz scheidet im WM-Viertelfinale aus – das sagen die Fans der Nati nach dem Spiel
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Warum der HC Davos in dieser Saison (noch) nicht vom Fleck kommt
Der HC Davos ist mit zuletzt drei Niederlagen in Serie auf Platz 11 abgerutscht. Die Probleme bei den Bündnern sind schnell gefunden. Doch es gibt auch Mutmacher.
Letzte Saison stürmte der HC Davos mit 119 Punkten in der Regular Season der Konkurrenz davon und bis in den Playoff-Final. Dort war erst in Spiel 7 gegen Fribourg-Gottéron Schluss. Heuer sind die Bündner deutlich schlechter aus den Startblöcken gekommen. Nach elf Spielen – also rund einem Fünftel der Saison – liegen sie nur auf Platz 11 und damit gar unter dem Play-In-Strich.
Zur Story