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WM 2026: Zunehmende Anfeindungen während der Weltmeisterschaft

June 29, 2026, Foxborough, Massachusetts, United States: Jonathan Tah of Germany reacts after missing a penalty kick during the FIFA World Cup, WM, Weltmeisterschaft, Fussball 2026 Round Of 32 match b ...
Jonathan Tah wurde nach seinem verschossenen Elfmeter im Internet angefeindet.Bild: www.imago-images.de

«Oft rassistisch und diskriminierend»: Zunehmende Anfeindungen bei Fussball-WM

Immer mehr Fussballer sehen sich rund um die WM Anfeindungen ausgesetzt. Das ruft nun die Spielergewerkschaft auf den Plan.
04.07.2026, 14:3404.07.2026, 14:34

Die Spielergewerkschaft Fifpro hat zunehmende Anfeindungen gegen Fussballer im Zusammenhang mit der WM angeprangert und mehr Engagement gegen Hass und Hetze gefordert. Es seien zwar schon wichtige Schritte unternommen worden, die aber noch nicht ausreichten, hiess es in einem Statement.

«Es bedarf spürbarer Konsequenzen für die Verantwortlichen und eines gemeinsamen Engagements von Gruppen, darunter Strafverfolgungsbehörden, Social-Media-Plattformen, Medien, Fans und die Öffentlichkeit, um diesen Trend umzukehren», so die Fifpro.

Unter anderem auch der Deutsche Fussball-Bund (DFB) hatte nach dem WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay Hasskommentare im Internet beklagt und kritisiert. «Der Kritik an unseren Leistungen stellen wir uns. Sie ist berechtigt und gehört zum Sport. Hass aber gehört nicht dazu. Rassismus und andere Diskriminierungen akzeptieren wir nicht», hiess es in einem Post beim Instagram-Account der Nationalmannschaft mit seinen 7,6 Millionen Followern: «Der Fussball steht für Gemeinschaft und Zusammenhalt, nicht für Spaltung.»

Fifpro berichtete nun von «einem zunehmenden Muster von Übergriffen», das sich auf Teile der Medienberichterstattung auch nach Spielen und das Ausscheiden von Teams erstrecke. «In den letzten Wochen wurden Spieler online und persönlich beschimpft, oft rassistisch und diskriminierend. Es gab Einschüchterungen und Anfeindungen auch ausserhalb des Spielfeldes. Diese Vorfälle sind keine Einzelfälle», stellte Fifpro fest.

Sie würden «auf ein systemisches Muster» hinweisen, das weder im Fussball noch in der Gesellschaft hingenommen werden könne. (riz/sda/dpa)

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