Mit diesen 11 nervigen Typen willst du bestimmt kein WM-Spiel schauen
Die Tippspieler
Guter Fussball? Unglaubliche Tore? Das alles interessiert diese Personen herzlich wenig – Hauptsache, der eigene Tipp ist korrekt. Und was mich am meisten ärgert: Wenn es dann heisst «Nur noch ein Tor und dann kriege ich die volle Punktzahl» oder «Jetzt muss das Spiel genau so bleiben, sonst ist mein Tipp am Arsch …».
Die «Hab-ich's-doch-gewusst»-Typen
«Ich habs ja gesagt …», seufzt der Erste nebenan. «Es war ja klar, dass sie verlieren, so wie sie spielen. Sie haben's einfach nicht verdient, sie müssten schon längst 0:5 hinten liegen. Unglaublich.» Solche Äusserungen sind immer super – denn nichts geht über diese Art von Aufmunterung.
Die Möchtegern-Mourinhos
«Cristiano Ronaldo dürfte nicht mal im Aufgebot stehen», «die Auswechslungen müssten viel früher passieren» oder «die Eckball-Varianten hätte ich gegen diesen Gegner ganz anders gemacht»: Das und vieles mehr hört man, wenn man mit dem Möchtegern-Mourinho spricht. Gespielt hat er wahrscheinlich selbst noch nie – oder zumindest nie über die Hobby-Liga hinaus. Aber der UEFA-lizenzierte Trainer, der ist auf jeden Fall inkompetent. Lieben wir.
Die Unwissenden
Abseits? Handspiel? Für einige noch ein Mysterium auf dem Niveau der Quantenphysik. Bei jedem Pfiff wird gefragt: «Warum denn das jetzt?». Einige Sekunden später folgt bereits die nächste Frage. Ich lieb's total, denn ich fühle mich wie ein Fussball-Lexikon.
Die Vorschnellen
Kaum hat ein Spieler den Ball ein bisschen über der Mittellinie, brüllt er schon: «Schiess doch endlich mal!» Die Distanz, der Winkel und, dass da vielleicht drei Gegenspieler vor ihm stehen – alles egal. Hauptsache, er haut endlich mal drauf.
Zlatan Ibrahimovic hat's ja auch geschafft und aus rund 30 Metern einen krassen Topf geschossen. Jetzt müssen das natürlich alle anderen auch hinbekommen, sind doch lauter hochbezahlte Profis.
Die Möchtegern-Ruefers
Manchmal habe ich das Gefühl, ich sitze direkt neben Sascha Ruefer – mein Bruder redet gleich viel während des Spiels oder wahrscheinlich noch mehr. Und die Kommentare sind mit Sicherheit etwa gleich informativ. Jede Aktion bekommt von ihm einen Kommentar: «Da!», «Was für ein Pass!», «Ohhh, ganz knapp am Tor vorbei!» (3 Meter daneben), «Nein, das darf ja wohl nicht wahr sein!» – und das volle 90 Minuten lang, in der K.-o.-Phase vielleicht sogar 120 Minuten. Im Vergleich zu meinem Bruder ist Sascha Ruefer emotionslos und absolut nonchalant, wie die Generation Z so schön sagt.
Die Choleriker
Beim ersten Fehlpass hört man bereits nur noch Fluchwörter, bei einem Gegentor wird die ganze Wohnung auseinandergenommen, und wenn der Schiedsrichter etwas anderes pfeift als erhofft, dann hört man schon: «Schiri, ich weiss, wo dein Haus steht!». Gewisse Ausraster sind so heftig, dass man sich mehr Sorgen um die Mitmenschen macht als um den Spielstand.
Die Überpositiven
Beim WM-Spiel der Schweiz gegen Bosnien-Herzegowina köpfte Silvan Widmer einen Ball raus, was zu einem Eckball führte – völlig unnötig, da hinter ihm niemand stand. (Gut, man könnte sagen, dass er einfach auf Nummer sicher ging – ist für mich auch in Ordnung.) Aber was mich wirklich nervte, war das Geklatsche bei dieser Aktion. Wieso? Es ist ein Eckball gegen uns … Und bei anderen Aktionen, etwa bei gewissen krassen Läufen von Manzambi, blieb man einfach sitzen. Versteh ich einfach nicht.
Die Schiri-Basher
Für sie ist nicht das eigene Team schuld, sondern immer die Frau oder der Mann mit der Pfeife. Jede Entscheidung ist ein Fehler, jeder Pfiff ein Angriff auf mein Team und im VAR-Raum sitzen nur Blinde. Dass der Schiri vielleicht einfach mal Recht haben könnte, ist definitiv keine Option.
Die 11 schlechtesten Symbolbilder von Fussballfans vor dem TV
Der Liveticker-Trottel
Stell dir vor, du schaust das Spiel gemütlich vor dem TV mit Freunden, und es kommt ein «Ohhh, wetten, es gibt gleich ein Tor?» – und was passiert? Ja, natürlich, ein Tor. Das Fernsehbild hinkt heutzutage oft ein paar Sekunden hinter den Liveticker-Apps her. So weisst du jedes Mal vorher, was gleich passiert. Wenn du mit mir Fussball schauen möchtest, DANN SCHALTE DIE MITTEILUNGEN DEINER LIVETICKER-APP AB!
Die Provokateure
Meine absoluten Lieblingsfreunde sind genau die, die Messi lieben und Ronaldo einfach nur hassen. Bei jeder Fehlaktion von ihm folgt ein genüssliches Grinsen, bei jedem Gegentor der lauteste Jubel im Raum und wenn er nicht trifft, ein «Messi hätte den locker reingemacht». Hätte, hätte, Fahrradkette – oder so. Ihr Ziel haben sie dennoch nicht erreicht: Ronaldo wird in meinen Augen nämlich immer der GOAT bleiben. Aber ja, ich gebe zu: Messi ist unglaublich gut in die WM gestartet – seine Technik hätte ich wohl auch einfach gerne.
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