«Vor dem Tor war ein Foul»: Messis Rekordtreffer sorgt für Ösi-Ärger
Seine WM-Treffer 17 und 18 erzielte Lionel Messi beim 2:0-Sieg von Argentinien gegen Österreich am gestrigen Montag. Dank dieser Tore und des Hattricks beim 3:0-Erfolg zum Auftakt gegen Algerien steht der 38-Jährige an dieser Weltmeisterschaft bereits bei fünf Treffern. Jedoch gibt es erneut Diskussionen um einen Schiedsrichterentscheid rund um Messi.
«Vor dem ersten Argentinien-Tor war es ein Foul an Xaver Schlager», ärgerte sich Ösi-Trainer Ralf Rangnick. Damit spricht er den Zweikampf zwischen Alexis Mac Allister und Schlager an, der zur Balleroberung vor Messis Tor zum 1:0 führte. Auch Ex-Goalie Peter Schmeichel ist der Meinung, dass es sich um ein Foul handelte. «Das Tor hätte nicht zählen dürfen», sagte der Fox-Experte. «Das ist ein Freistoss. Er tritt Schlager um.» Deshalb hätte der VAR eingreifen und das Tor zurücknehmen müssen. «Es ist ein klarer und offensichtlicher Fehler des Schiedsrichters», findet Schmeichel.
Die Wiederholung zeigt, dass Mac Allister Schlager tatsächlich mit einem Foul von den Beinen holte. Argentiniens 1:0 hätte also nicht zählen dürfen. Messi hätte den Rekord früher oder später dennoch ziemlich sicher geholt. Zumal er in der Schlussphase ja noch zum 2:0-Endstand nachlegte. Bitterer ist für Österreich jedoch, dass das Spiel womöglich anders ausgegangen wäre, wäre es nicht in der 38. Minute in Rückstand geraten.
Schon bei Messis erstem Auftritt an der WM in Kanada, Mexiko und den USA hätte der Spielmacher in den Augen vieler nach dem ersten Tor vom Platz fliegen müssen. Mit der offenen Sohle traf er Gegenspieler Aissa Mandi an der Wade. Schiedsrichter Szymon Marciniak entschied zwar auf Foul, gab Messi aber nicht einmal eine Gelbe Karte. Der VAR griff ebenfalls nicht ein.
Auch dank der umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen steht Argentinien nun schon so gut wie als Gruppensieger fest. Lediglich Jordanien könnte Argentinien mit zwei Siegen noch überholen. Dazu bräuchte der krasse Aussenseiter neben einem Sieg gegen Algerien am frühen Dienstagmorgen aber die grosse Sensation zum Abschluss der Gruppenphase gegen Argentinien. Österreich kann das Weiterkommen im letzten Gruppenspiel gegen Algerien wohl mit einem Unentschieden sichern. (nih)
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