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WM 2026: Schottland-Fans übernehmen Miami – die besten Videos

A Scotland soccer fan dances with a traffic cone as part of the Tartan Army march outside of loanDepot park before a baseball game between the Miami Marlins and the Texas Rangers, Monday, June 22, 202 ...
Die Tartan Army ist gen Süden gereist – nach Boston nehmen die Schotten Miami in Beschlag.Bild: keystone

Schotten nehmen nächste Stadt in Beschlag – und strömen wieder zum Baseball

23.06.2026, 08:5323.06.2026, 08:53

Schon bei der EM 2024 wurden die schottischen Fans in den deutschen Städten, in denen die Spiele ihres Nationalteams waren, mit grosser Freude empfangen. Und nun erfahren auch die USA, welch toller Gast die Tartan Army ist. Von Boston, wo Schottland gegen Haiti (1:0) und Marokko (0:1) gespielt hat, sind Tausende Schottinnen und Schotten gen Süden gereist. In Miami geht es für das Team von Trainer Steve Clarke am Mittwoch gegen Brasilien.

Aber schon zwei Tage zuvor hat die Tartan Army Südflorida besetzt – und wie schon bei den Boston Red Sox besucht sie auch in Miami ein Baseballspiel. Am Montagabend (Ortszeit) sorgten Tausende schottische Fans beim Spiel der Miami Marlins gegen die Texas Rangers, die als Auswärtsteam nun schon zum zweiten Mal in diesen Genuss kommen, für grossartige Stimmung.

Schon am Nachmittag versammelten sich die Fans in Little Havana, dem kubanischen Viertel in Miami, um sich einzustimmen:

Von dort marschierten sie dann zu Tausenden zum nicht weit entfernten Stadion der Miami Marlins. Natürlich begleitet von den Melodien der Dudelsäcke:

Und den passenden Fangesang hatten sie auch bereit. Aus «No Scotland, No Party» wurde kurzerhand «No Marlins, No Party»:

Und vor dem Stadion wurde die Tartan Army dann mit dem bei ihr beliebten Lied «Yes Sir, I Can Boogie» empfangen:

Doch nicht nur das. Die Dudelsackpfeifer durften sogar ins Stadion einlaufen und den Spielfeldrand betreten:

Damit war aber noch immer nicht genug der Gastfreundschaft der Miami Marlins. Denn das Team, das sich nach knapp der Hälfte der 162 Regular-Season-Spiele mitten im Kampf um die Playoff-Plätze befindet, liess auch noch einen Schotten den zeremoniellen ersten Pitch werfen: Billy Gilmour, der das Turnier wegen einer Knieverletzung verpasst:

Während des Spiels herrschte dank der weitgereisten Gäste eine hervorragende Atmosphäre. Schon zu Beginn des Spiels wurde jede erfolgreiche Aktion der Marlins gefeiert – auch wenn es nur ein Fly Out* war.

* Fängt ein Spieler den Ball nach dem Schlag des Gegners direkt aus der Luft, ist der Schlag ungültig und wird als Out gezählt. Nach drei Outs wechseln die Seiten.

Und wenn auf dem Feld gerade nichts los war, sangen die Schotten lautstark zu den Liedern, die der Stadion-DJ sorgfältig kuratierte. Mit «I'm Gonna Be (500 Miles)» traf er natürlich genau ins Schwarze Dunkelblaue:

Die Marlins verloren die Partie trotz der lautstarken Unterstützung aber 3:4. Schon den Boston Red Sox brachten die Schotten kein Glück. Damals gewannen die Texas Rangers 6:4. Der Stimmung bei der Tartan Army tat dies jedoch keinen Abbruch. Die feierte nämlich einfach weiter:

So dürfte das die nächsten Tage bis zum letzten Gruppenspiel gegen Brasilien noch weitergehen. Und vielleicht erobert die Tartan Army danach noch eine weitere Stadt. Mit derzeit drei Punkten und einem ausgeglichenen Torverhältnis wird es für Schottland aber eher schwierig. Gegen Brasilien, das noch um den Gruppensieg kämpft, müsste schon fast ein Punkt her. Auch die Fans der Seleçao sind in Miami bereits zahlreich eingetrudelt:

Übrigens: Nicht bei allen kommen die Schottinnen und Schotten so gut an – oder besser gesagt ihre Tradition, Pylonen auf die Köpfe von Statuen zu setzen. Und zwar bei der Polizei:

Das trockene Fazit des schottischen Fans: «Es ist offensichtlich nicht Boston.» Damit hat er natürlich recht. Zwischen der Stadt im Nordosten der USA und der südlichsten Grossstadt des Landes liegen Welten. Jedoch dürfte es sich bei dem Polizisten um eine Ausnahme gehandelt haben. Ein Grossteil der Bevölkerung von Miami und auch Fort Lauderdale, das etwas nördlich, aber ebenfalls nahe am Stadion der Miami Dolphins liegt, freute sich nämlich schon vor Tagen auf die Ankunft der liebsten Fussballfans aller Gastgeber. (nih)

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