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YB-Trainerin Wübbenhorst wird Mutter – das sagt sie dazu

Imke Wuebbenhorst, coach of BSC Young Boys Frauen, gestures, during the Women?s Super League soccer match of Swiss Championship between Servette FC Chenois Feminin and BSC Young Boys Frauen, at the St ...
Imke Wübbenhorst wird bald Mutter (Archivbild).Bild: keystone

YB-Trainerin Wübbenhorst wird Mutter: «Hatte Angst vor der Reaktion meiner Spielerinnen»

26.10.2024, 06:0526.10.2024, 13:57
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Es ist eine im Fussball (noch) ungewöhnliche Situation. Imke Wübbehorst, die Trainerin des Super-League-Teams der YB-Frauen, wird bald Mutter und geht darum in wenigen Wochen mitten in der Saison in den Mutterschaftsurlaub. Mit «20 Minuten» hat die Deutsche über die Reaktion ihrer Spielerinnen gesprochen und wie YB als Verein mit der Schwangerschaft umgeht.

Das sagt Imke Wübbenhorst …

… zu Namen und Geschlecht ihres Babys:

«Es wird ein Junge und wir nennen ihn Bendt. Mein Partner meint, wenn er schon Schweizer wird, kann er auch meinen ostfriesischen Nachnamen haben.»

… über die Reaktion ihrer Spielerinnen:

«Ich hatte Angst vor der Reaktion meiner Spielerinnen. Ich hatte ein schlechtes Gewissen meinen Spielerinnen gegenüber, weil ich das Gefühl hatte, ich lasse sie mitten in der Saison im Stich. Doch sie reagierten top! Die Mädels freuten sich extrem. Die Spielerinnen sagen auch: ‹Wenn ich mal nicht im Kader bin, ist das Kind dann bei mir auf der Tribüne.› Es sagen auch alle, dass es kein Problem sei, wenn ich mal mein Kind während eines Trainings stillen sollte.»

… über die Reaktion der YB-Führung:

Sie waren am Anfang schon überrascht, weil sie vor einer neuen Situation standen. Doch sie unterstützten mich von Anfang an sehr stark. Alle sagten: Das kriegen wir hin! Es war und ist wirklich für niemanden ein Problem.

… zu ihrer Vorreiterrolle:

«Wenn ich als Cheftrainerin Mutterschaftsurlaub mache, hoffe ich, dass das auch etwas ins Rollen bringt.»

… über den Mutterschaftsurlaub:

«Eigentlich wollte ich nach acht Wochen wieder starten. Doch mein Partner sagte mir: ‹Ein Kind braucht dieses Bonding mit der Mutter, das lässt sich nicht mehr nachholen.› So haben wir uns auf 14 Wochen Mutterschaftsurlaub geeinigt.»

… über Sexismus im Fussball:

«Der war weniger ein Problem. Ich hatte mein Umfeld, das für mich immer da war. Es gab auch schon Leute im Publikum, die mich übelst sexistisch beleidigten und obszöne Gesten machten. Ich bin aber eine Person, die sich gut wehren kann!»

(abu)

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8 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Nummy33
26.10.2024 08:10registriert April 2022
Patrick Rahmen könnte die Vertretung machen, steht ja noch auf der Lohnliste
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Zum Kommentar
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Chanti10
26.10.2024 07:41registriert Juli 2023
"Doch sie unterstützten mich von Anfang an sehr stark. Alle sagten: Das kriegen wir hin!"

Als würde das Arbeitsrecht eine andere Reaktion erlauben 😂.
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8
    Es gibt Penalty für GC – kommen die Zürcher in Basel nochmals zurück?
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