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WM 2026: Schweiz trifft auf Algerien – so tickt der Nati-Gegner

epa13070120 Riyad Mahrez of Algeria celebrates scoring the 2-2 goal during the FIFA World Cup 2026 group stage match Algeria against Austria, in Kansas City, Missouri, USA, 27 June 2026. EPA/AMY KONTR ...
Der grösste Name bei Algerien ist etwas in die Jahre gekommen: Riyad Mahrez.Bild: keystone

Viel Offensivpower, aber hinten anfällig – das ist Nati-Gegner Algerien

Es kommt zum Duell von Murat Yakin und seinem Vorgänger Vladimir Petkovic. Dieser hat das algerische Nationalteam an einem Tiefpunkt übernommen und es wiederaufgebaut.
28.06.2026, 08:1328.06.2026, 08:13
michael lehmann / keystone-sda

Algeriens letzter WM-Auftritt, 2014 in Brasilien, dürfte vielen noch in Erinnerung sein. Vor allem wegen des heroischen Kampfes im Achtelfinal, als «Les Fennecs» (die Wüstenfüchse) den späteren Weltmeister Deutschland an den Rand des Ausscheidens brachten.

Die Highlights des Spiels gegen Deutschland von 2014.Video: YouTube/FIFA

Danach folgte ein Auf und Ab, wobei der Gewinn des Afrika-Cups 2019 den klaren Höhepunkt darstellte. Immer wieder gab es jedoch auch Enttäuschungen. So verpasste Algerien die Qualifikation für die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 und schied beim Afrika-Cup mehrmals bereits in der Vorrunde aus. So auch Anfang 2024 als Gruppenletzter hinter Angola, Burkina Faso und Mauretanien.

Unter Petkovic zur souveränen Qualifikation

Dieses enttäuschende Abschneiden bedeutete das Ende der Amtszeit von Trainer Djamel Belmadi und den Beginn jener von Vladimir Petkovic. Der langjährige Schweizer Nationaltrainer, dessen 78 Länderspiele an der Seitenlinie der Schweiz bis heute unerreicht sind (Murat Yakin steht bei 62), übernahm die Mannschaft. Das grosse Ziel, die Qualifikation für die Weltmeisterschaft, erreichte Algerien souverän – mit acht Siegen aus zehn Partien.

Algeria head coach Vladimir Petkovic reacts during the World Cup Group J soccer match between Jordan and Algeria in Santa Clara, Calif., near San Francisco, Monday, June 22, 2026. (AP Photo/Eugene Hos ...
Vladimir Pektovic hat Algerien zurück zum Erfolg geführt.Bild: keystone

Damit fand Petkovic nach seinem kurzen und von wenig Erfolg gekrönten Klub-Intermezzo bei Girondins Bordeaux als Nationaltrainer zurück zum Glück.

Grosse Bundesliga-Fraktion

Das algerische Nationalteam besteht zu einem grossen Teil aus in Frankreich geborenen Spielern. Neben mehreren Akteuren aus der Ligue 1 sind auch bekannte Bundesliga-Namen wie Ramy Bensebaini (Borussia Dortmund), Farès Chaibi (Eintracht Frankfurt), Ibrahim Maza (Bayer Leverkusen) und der derzeit verletzte Mohamed Amoura (Wolfsburg) dabei. Letzterer stand zuvor beim FC Lugano unter Vertrag. Auch Jaouen Hadjam von den Young Boys sowie Ersatzgoalie Melvin Mastil von Stade Nyonnais haben einen Bezug zur Schweiz.

Algeria's Ramy Bensebaini (21) passes during the World Cup Group J soccer match between Algeria and Austria in Kansas City, Mo., Saturday, June 27, 2026. (AP Photo/Charlie Riedel)
Ramy Bensebaini
Teamkollege von Gregor Kobel: Ramy Bensebaini.Bild: keystone

Welches Potenzial in der Mannschaft steckt, die vom inzwischen 35-jährigen Captain Riyad Mahrez angeführt wird, zeigte sie bereits beim Afrika-Cup Anfang des Jahres. Mit drei Siegen marschierte Algerien souverän durch die Gruppenphase und setzte sich im Achtelfinal gegen den WM-Teilnehmer DR Kongo durch. Im Viertelfinal war gegen Nigeria Endstation.

Nach Fehlstart zurückgefunden

Im Vorfeld der WM sorgte Algerien mit einem Testspielsieg gegen die Niederlande für Aufsehen, musste zum WM-Auftakt jedoch eine deutliche 0:3-Niederlage gegen Argentinien hinnehmen. Gegen Jordanien drehte das Team von Petkovic einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Sieg, ehe gegen Österreich ein spektakuläres 3:3 zum Einzug in die K.o.-Phase reichte. In dieser Partie wurden die Stärken und Schwächen der Algerier deutlich: Das offensive Potenzial ist enorm, defensiv zeigt sich die Mannschaft jedoch anfällig.

Im Duell mit seinem Vorgänger dürfte Murat Yakin deshalb besonderen Wert auf defensive Stabilität legen, damit die Schweiz nicht so ins Zittern gerät wie Deutschland vor zwölf Jahren. (abu/sda)

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quelle: keystone / reed hoffmann
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