Sport
Interview

Schwingerkönig Joel Wicki im Interview: «Wollen das Fest noch geniessen»

Joel Wicki, oben, laesst sich nach seinem Sieg gegen Matthias Aeschbacher feiern nach dem Schlussgang des Eidgenoessischen Schwing- und Aelplerfestes ESAF in Pratteln, am Sonntag, 28. August 2022. (KE ...
Dachte auch in seinem grössten Moment an sein Team: Joel Wicki.Bild: keystone
Interview

Schwingerkönig Wicki: «Ein tolles Fest, das wollen wir noch ein wenig geniessen»

Wie man es von ihm kennt, dachte Schwingerkönig Joel Wicki im Moment seines grössten Triumphs fast mehr an die andern als an sich. Im Interview vor den Medien war die wohltuende Bescheidenheit herauszuhören.
28.08.2022, 21:43
Mehr «Sport»

Joel Wicki, Sie bringen der Innerschweiz als Schwingerkönig einen grossen Sieg, aber Ihren Kameraden im Team ist es nicht besonders gut gelaufen. Es hätten sicher mehr als sieben Kränze werden sollen.
Joel Wicki:
Wir haben in den letzten zwei Tagen als Team sehr gut gefightet. Mir ist es sehr wichtig, dass auch meine Kameraden in der Mannschaft Kränze machen. Es hätte ganz sicher ein paar Kränze mehr vertragen.

Was machen Sie jetzt, am Sonntagabend?
Wir bleiben am Sonntag noch hier. Wir wollen noch ein wenig das Fest geniessen. Es war ein tolles Fest, die Organisatoren haben eine fantastische Arbeit geleistet. Es braucht unglaublich viel, so etwas auf die Beine zu stellen.​

Wie schätzen Sie Ihren Schlussganggegner Matthias Aeschbacher ein?
Wenn er in Fahrt kommt, muss ich verteidigen, das weiss ich. Für mich ist Matthias Aeschbacher ein toller Kamerad. Wir kennen uns sehr gut, wir teilten in Magglingen ein Zimmer. Und ich kann nur sagen, dass er auf einem enorm hohen Niveau schwingt.​

Joel Wicki, rechts, und Matthias Aeschbacher, links, nach dem Schlussgang am Eidgenoessischen Schwing- und Aelplerfest (ESAF) in Pratteln, am Sonntag, 28. August 2022. (KEYSTONE/Urs Flueeler).
Aeschbacher (l.) und Wicki zollten sich nach dem Kamp gegenseitig Respekt.Bild: keystone

Vor drei Jahren in Zug verloren Sie den Schlussgang gegen Christian Stucki. Ist Ihnen dies in Pratteln noch einmal durch den Kopf gegangen?
Nein, die Saison 2019 ging mir nicht mehr gross durch den Kopf. Zum Glück war dieses Fest Vergangenheit. Ich habe nicht viel in der Vergangenheit gegrübelt.​

Haben Sie schon Reaktionen aus der Innerschweiz bekommen?
Die Innerschweizer gingen hier ganz aus sich heraus. Und auch die anderen Teilverbände freuten sich, sie gönnen es uns.​

Joel Wicki, neuer Schwingerkoenig posiert mit dem Siegerstier Magnus vom Schoenenberg beim Festakt am Eidgenoessischen Schwing und Aelplerfest (ESAF), am Sonntag, 28. August 2022, in Pratteln. (KEYSTO ...
Joel Wicki mit dem Ersatz-Siegermuni «Magnus II».Bild: keystone

In Zug 2019 schwangen Sie zweimal gegen Christian Stucki, jetzt zweimal gegen Matthias Aeschbacher. Macht dies das zweite Duell, also den Schlussgang, schwieriger?
Ich wusste einfach, dass ich wachsam sein musste. Wenn man einen Gegner zum zweiten Mal an einem Fest hat, darf man sich nicht auf den ersten Gang verlassen. In der Regel wird der zweite Kampf schwieriger. (nih/sda)​

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Alle Schwingerkönige seit 1961
1 / 24
Alle Schwingerkönige seit 1961
2022 in Pratteln: Joel Wicki.
quelle: keystone / peter schneider
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Laien erklären Schwingen
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Das Wunder von Prag und was die Ausländerregelung damit zu tun hat
Unabhängig vom Ausgang des Finals von heute Abend: Die WM von Prag ist ein riesiger Prestige-Erfolg für unser Hockey und vor allem für die National League. Die Aussichten für die nächsten WM-Turniere sind gut. Wenn da nur diese bange Frage nicht wäre: Wo ist der nächste Leonardo Genoni?

Die Ausländerfrage ist immer wieder ein zentrales Thema. Diese Saison (2023/24) war die zweite mit sechs Ausländern, die ein Team der National League in einem Spiel einsetzen darf. Vorher waren es vier. Diese neue Regelung war vor einem Jahr eine Ausrede für das schmähliche Scheitern von Riga (1:3 im Viertelfinal gegen Deutschland). Sie wurde vor allem von Verbands-Sportdirektor Lars Weibel überstrapaziert.

Zur Story