Was kann sich ein Eishockey-Fan mehr wünschen als diese National League?!
Der amtierende Meister Fribourg verliert gegen Biel, bei welchem der neue Starspieler Jeff Skinner gleich in seinem ersten Pflichtspiel einen Doppelpack erzielt, Zug startet nach einem unruhigen Sommer mit einem 5:0-Kantersieg gegen Lausanne und im Klassiker zwischen den ZSC Lions und dem SC Bern gewinnen die Zürcher trotz dreimaligen Rückstands. Dies sind nur einige Ereignisse vom ersten Spieltag der National-League-Saison 2026/27.
Fast jedes Spiel ausgeglichen
Natürlich hat ein einziger Spieltag noch wenig Aussagekraft, doch kann er auch ein erster Gradmesser sein. Zumal es den Eindruck bestätigt, dass in dieser Spielzeit vieles schwierig vorherzusagen ist. Der Kreis von möglichen Meisterschaftskandidaten ist riesig. Wir haben die letztjährigen Finalisten Fribourg und Davos, die ZSC Lions, welche nach der enttäuschenden letzten Saison eine Reaktion zeigen möchten, und Lugano, das sich im Sommer mit einigen starken Ausländern verstärkt hat.
Dies ist aber bloss die Hälfte der möglichen Kandidaten für den Meistertitel. Denn auch die Teams aus der Westschweiz, Servette und Lausanne, sowie die beiden Titanen Zug und Bern muss man trotz grosser Unruhegefahr immer auf dem Zettel haben.
Dass uns eine so ausgeglichene Saison wie lange nicht bevorstehen könnte, hat eben auch der gestrige Dienstagabend gezeigt. Abgesehen von der Partie zwischen Lausanne und Zug fiel die Entscheidung überall erst im letzten Drittel oder danach. Eine Liga, in der mehr als die Hälfte der Klubs zu den Meisterkandidaten zählen und die Aussenseiter die Favoriten stets ärgern können, ist doch genau das, was man sich als Fan wünscht.
Neuverpflichtungen bereits angekommen
Wer bereits in der neuen Saison angekommen scheint und auch Lust auf mehr macht, sind die Neuverpflichtungen. Nicht nur der neue Biel-Star Skinner brillierte mit einem Doppelpack, sondern auch Arttu Ruotsalainen (Kloten), Vinzenz Rohrer (Zug), Simon Knak (ZSC Lions) und Davyd Barandun (SC Bern) starteten mit zwei Toren bei ihrem neuen Team. Besonders beeindruckend ist dies bei Verteidiger Barandun, der in den letzten zwei Spielzeiten insgesamt gleich viele Tore erzielte wie in seinem ersten Pflichtspiel für den SCB.
Das Verrückteste kommt aber erst jetzt: Weil Ajoie zum Auftakt gegen Ambri-Piotta erst im Penaltyschiessen verloren hat, befinden sich die Jurassier in der Tabelle aktuell auf einem Play-In-Platz. In dieser Saison ist also wirklich alles möglich. Freuen wir uns also auf acht Monate geiles National-League-Eishockey.
