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Jason Joseph ist Europameister über 110 m Hürden

Switzerland's Jason Joseph celebrates after winning the men's 110 meters hurdles final at the European Athletics Championships in Birmingham, England, Wednesday, Aug. 12, 2026. (AP Photo/Pet ...
Jason Joseph jubelt mit der Goldmedaille.Bild: keystone

Gold für die Schweiz: Jason Joseph ist Europameister über 110 m Hürden

12.08.2026, 19:3012.08.2026, 23:17

Joseph ist Europameister

Jason Joseph gewinnt an der EM in Birmingham Gold über 110 m Hürden. Er besiegt somit auch den Fluch, der oft am Grossanlass über ihm lastete.

Der 27-Jährige gewann in 13,12 Sekunden klar und bliebt nur 5 Hundertstel über dem Schweizer Rekord. Der Basler, EM-Dritter in Rom 2024, feierte seinen bislang grössten Erfolg. In der Halle wurde er ebenfalls schon Europameister.

Joseph, WM-Finalist 2023 und 2025, versöhnt sich damit auch mit dem WM-Final in Tokio, wo er vor der ersten Hürde stehen blieb. Nach einer Saison voller Höhen und Tiefen, in der ihn im Juni ein Muskelfaserriss im Oberschenkel ausbremste, kann der Hürdensprinter die Unsicherheiten abschütteln.

«Ich konnte das zeigen, was in den Beinen steigt. Nah an der persönlichen Bestzeit sein, ist das, was man braucht. Umso schöner, so zu gewinnen. Gegen den Schluss kam ein bisschen Freude auf und ich kam ein wenig an den Hürden an. Es ist alles aufgegangen, aber ich musste mich ein bisschen in das Ziel retten. Ich habe es geschafft und dies ist das Einzige, was zählt.»

Joseph brannte nach dem bitteren Final-Drama der letztjährigen WM auf Wiedergutmachung. Und sie gelang. Bereits bei Rennhälfte lag er in Führung und brachte den Sieg vor dem Franzosen Just Kwaou-Mathey (13,16) und dem Polen Jakub Szymanski (13,26) ins Ziel. Das Rennen war vor dem Final völlig ausgeglichen, die Finalisten lagen im Halbfinal noch alle innerhalb von 14 Hundertsteln.

Joseph musste im Halbfinal einen Schreckmoment überstehen. Der vor ihm führende Belgier Elie Bacari stürzte auf die Bahn des Schweizers. Joseph verlor kurz den Rhythmus, fing sich aber wieder und kämpfte sich an die Spitze vor. Zu dieser Situation sagt der Basler gegenüber SRF:« Ich musste den Schritt anpassen und es hat mir ein bisschen das Momentum genommen. Aber die Hauptsache ist, dass ich weitergekommen bin.»

Belgium's Elie Bacari, right, falls in his men's 110 meters hurdles semifinal as Switzerland's Jason Joseph competes at the European Athletics Championships in Birmingham, England, Wedn ...
Elie Bacari stürzt direkt neben Joseph.Bild: keystone

Nach Simon Ehammer mit Silber im Weitsprung holt Joseph die zweite Medaille für Swiss Athletics in Birmingham. Er beschert der Schweiz das insgesamt 14. EM-Gold.

Mujinga Kambundji noch weit von Bestform entfernt

Mujinga Kambundji ist über 200 m an der EM im Birmingham noch nicht auf dem Niveau früherer Tage. In 23,81 Sekunden war sie chancenlos.

Erst Ende November des vergangenen Jahres brachte die Berner Sprint-Königin ihren Sohn Léon zur Welt. Dass die 34-Jährige nur achteinhalb Monate nach der Geburt dank einer Wildcard als Titelverteidigerin über 200 m im Halbfinal steht, ist an sich schon eine sportlich starke Leistung. Kambundji selbst betonte, dass für sie der Spass und das Gefühl, überhaupt wieder kompetitiv auf internationalem Niveau mitzuhalten, im Vordergrund stehe.

Hoenke im Final über 200 m

Im Final vertritt dafür Fabienne Hoenke die Schweizer Farben. Die Frau aus dem Fricktal erzielte in 22,46 Sekunden bei Windstille erneut eine persönliche Bestzeit. Léonie Pointet (23,10) und Iris Callgiuri (23,34) verpassten den Cut für den Final, der bei 22,77 Sekunden lag.

Hudson-Smith hält Druck stand

Der 400-m-Europameistertitel von Matthew Hudson-Smith in starken 44,17 Sekunden brachte das Stadion im Birmingham erstmals zum Beben. Der Sieg ist speziell, weil er das Gold auf seiner Heimat- und Kindheitsbahn im Alexander Stadium gewann, dort vor zwei Jahrzehnten seine Karriere begann, einen historischen Hattrick über 400 m holte und mit seiner achten EM-Medaille überzeugte.

Nach Hudson-Smith wurde eine Extra-Tribüne benannt. Der Athlet stieg sofort zu den Fans hinauf und liess sich in der Masse feiern.

So verlief der Abend im Ticker

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Das sagt Mutter Susan Gross von Joseph über die Goldmedaille
«Ich freue mich mega. Ich hatte das Trikot bereits vor einigen Jahren bei der U23-Europameisterschaft an, als er Gold gewonnen hat. Ich bin seine Mutter und ich weiss was er draufhat. Offensichtlich kann er etwas. Ich glaube an meinen Sohn in jederer Beziehung – völlig egal ob er Europameister ist oder nicht. »
Gold für die Schweiz: Jason Joseph wird über 110 m Hürden Europameister!
Jason Joseph ist über 110 m Hürden Europameister. Der 27-Jährige startet ordentlich und kann sich kurz vor Schluss von der Konkurrenz entscheidend absetzen. Es ist an der diesjährigen Leichtathletik-EM die erste Goldmedaille für die Schweiz. Joseph sichert sich den Europameistertitel mit einer Zeit von 13,12 s. Zum ersten Mal gewinnt Joseph unter offenem Dach bei der Elite eine goldene Medaille. Zu Recht lässt sich der Basler feiern. Silber geht an Just Kwaou-Mathey und Bronze gewinnt der Pole Jakub Szymanski.

Joseph ist bereit
So, das grosse Highlight des Abends steht an. Jason Joseph bereitet sich für den Final über 110 m Hürden vor. In Rom gewann der Basler vor zwei Jahren die Bronzemedaille – darf er sich auch heute Abend über Edelmetall freuen?
Krummenacher trotz Fussschmerzen mit persönlicher Bestzeit – Huber weiterhin überzeugend
Obwohl Leon Krummenacher mit Fussschmerzen zu kämpfen hat, zeigt der Zehnkämpfer eine starke Leistung über 400 m und er stellt mit 50,30 s eine neue persönliche Bestzeit auf. Trotzdem ist er in seinem Lauf der Langsamste. Auch Huber (48,11 s) und Portmann (48,06 s) sind stark unterwegs und stellen persönliche Jahresbestzeiten auf. Enttäuschend verlief der Lauf für Leo Neugebauer. Dem grossen Favoriten auf die Goldmedaille gingen auf den letzten Metern die Luft komplett aus.

Zapletalova Europameisterin über 400 m Hürden
Die grosse Favoritin Emma Zapletalova gewinnt über 400 m Hürden die Goldmedaille. Somit ist sie die erste Slowakin, welche in dieser Disziplin bei einer Europameisterschaft zu einer Medaille läuft. Silber geht an Emily Newnham und Fatoumata Binta Diallo gewinnt Bronze.
Kosonen holt sich Gold im Hammerwerfen – Fantini ist entrohnt
Erstmals in ihrer Karriere gewinnt Silja Kosonen EM-Gold. Die Hammerwerferin konnte Titelverteidigerin Sara Fantini hinter sich lassen. Die Finnin kam bei ihrem weitesten Wurf 76,74 Meter weit. Über Bronze darf sich Beatrice Nedberge Llano aus Norwegen freuen.
Hoenke über ihre Finalqualifikation
«Vor dem Wettkampf war der Final das Ziel und ich bin mega glücklich, dass es geklappt hat. Ich war extrem nervös und nach dem Lauf ist der Druck dann weggefallen. Man lernt, mit dem Druck umzugehen und es hat gut geklappt. Das Ziel im Final wird ein sauberer Lauf zu machen.»
Hudson-Smith läuft nach Traumstart zu Gold über 400 m
Die Goldmedaille über 400 m bleibt in Grossbritannien. Matthew Hudson-Smith ist zum dritten Mal Europameister. Nach einem fantastischen Start konnte er sich früh absetzen, musste am Schluss aber nochmals zittern – brachte den Vorsrprung aber über die Zeit. Das Podest komplettieren Muhammad Kounta und Jonas Phijffers.
Fabienne Hoenke steht im Final
Fantastische Leistung von Fabienne Hoenke. Bei ihrer ersten Europameisterschaft qualifiziert sich Hoenke über 200 m für den Final. Mit 22,46 Sekunden stellt sie eine neue persönliche Bestzeit auf und beendet ihren Lauf auf dem zweiten Platz. Iris Caligiuri klassiert sich auf dem letzten Platz des Laufes. Der Final findet am Donnerstagabend statt.
Das sagt Mujinga Kambundji nach dem Halbfinal:
«Es war schon streng und auch lange. Ich bin nicht mega explosiv und ich konnte das Tempo nach der Kurve nicht mehr heben. Es ist schade, war es nicht ein wenig besser. Ich wusste von Anfang an, dass es ein schwieriges Jahr wird. Es war trotzdem speziell, in dieser Umgebung nicht mithalten zu können. Ich kann sehr viel aus diesem Jahr mitnehmen. Ich bin dann im nächsten Jahr wieder da.»
Kambundji kann mit den besten Besten nicht mithalten
Das hat sich Mujinga Kambundji wohl anders vorgestellt. Die Bernerin verliert früh den Anschluss und hat am Schluss einen grossen Rückstand auf die Besten. Besonders auf den letzten 50 Metern hat Kambundji viel Zeit verloren. Auch für Leonie Pointet ist der Wettkampf beendet, sie läuft im ersten Heat auf Platz fünf. Im dritten Halbfinal stehen noch Iris Caligiuri und Fabienne Hoenke im Einsatz.
Weiter geht es über 200 m mit den Halbfinals
Gleich vier Schweizerinnen stehen über 200 m im Halbfinal. Im ersten Heat steht gleich Mujinga Kambundji am Start. Kann die Titelverteidigerin mal wieder zeigen, dass sie in den wichtigen Momenten so richtig bereit ist. Mit Leonie Pointet ist noch eine zweite Schweizerin im ersten Halbfinal-Lauf dabei.
Fabio Küchler verpasst die Sensation
Nachdem Fabio Küchler unverhofft in den Halbfinal nachgerückt ist, endet in dieser Runde. Mit 13,66 s beendet Küchler seinen Heat auf dem sechsten Platz. Es ist die zweitschnellste Zeit, welche der 22-Jährige jemals gelaufen ist. Damit ist der Schweizer sehr zufrieden, wie er im SRF-Interview nach dem Lauf erklärte.


Huber scheitert dreimal bei 1,99 m
Der Hochsprung-Wettkampf ist für Huber vorbei. Der Zehnkämpfer kann die Höhe 1,99 m nicht überspringen, dürfte mit seiner Leistung aber trotzdem zufrieden sein.
Joseph steht im EM-Final
Als Schnellster dieses Laufes qualifiziert sich Jason Joseph für den EM-Final. Mit 13,38 Sekunden überquert der Basler die Ziellinie. Joseph startete stark, hatte aber Glück, als Elie Bacari neben ihm stürzte. Nur wenig fehlte und der Belgier hätte Joseph berührt. Ebenfalls steht der Franzose Thomas Wilkes im Final. Dieser findet um 22.47 Uhr statt.
Jetzt steht der Halbfinal von Joseph an
Im zweiten Halbfinal steht jetzt Jason Joseph in den Startblöcken bereit. Die besten zwei des Heats qualifizieren sich für den Final. Als Dritter oder Vierter kann man noch darauf hoffen, sich als Lucky Loser ein Finalticket zu sichern.
Küchler kann im Halbfinal doch antreten
Jason Joseph wird im Halbfinal über 110 m Hürden noch der einzige Schweizer sein. Weil ein Kontrahent verzichtet, rückt Fabio Küchler als Lucky Loser nach. Gleich startet der erste Halbfinal – dieser allerdings noch ohne Schweizer Beteiligung.
Die partielle Sonnenfinsternis war auch in Birmingham zu sehen


Falls du mehr dazu wissen möchtest:
Huber springt so hoch wie noch nie in diesem Jahr
Weiter geht's für Huber. Die Stange bleibt auch bei seinem ersten Sprung über 1,96 m oben und somit bricht der 22-Jährige seinen Jahresrekord. Als nächstes stehen für den Schweizer die 1,99 m an.
Huber weiterhin souverän – Krummenacher mit Fussschmerzen
Andrin Huber überspringt auch die 1,93 m im ersten Versuch und bleibt somit voll auf Kurs. In seiner Gruppe B sind nur noch acht Athleten dabei. In der stärker besetzten Gruppe A springen ebenfalls noch acht Männer um die Punkte – allerdings befinden sie sich bereits auf der Höhe von 2,02 m. Währenddessen wurde vom SRF bestätigt, dass Krummenacher wegen Fussschmerzen nicht mehr antreten konnte. Es ist unklar, ob der 20-Jährige heute Abend über 400 m starten kann.
Portmann und Krummenacher draussen – Huber souverän
Der Hochsprung-Wettkampf ist für Portmann und Krummenacher vorbei. Während Krummenacher bei 1,90 m gar nicht angetreten ist, scheiterte Portmann, welcher am Mittag brillieren konnte, dreimal. Dafür übersprang Huber die Höhe direkt beim ersten Mal.
Alle Schweizer überspringen 1,87 Meter
Die Zehnkämpfer haben die Session eröffnet. Zuerst steht heute Abend der Hochsprung auf dem Programm. Andrin Huber, Nino Portmann und Leon Krummenacher haben bereits 1,87 Meter überspringen können. Krummenacher musste bei dieser Höhe allerdings zweimal antreten.
Gleich beginnt die Abendsession
Nur noch wenige Minuten, bis die heutige Abendsession beginnt. Kann sich die Schweiz erneut über eine Medaille freuen?
Joseph die grösste Medaillenhoffnung
Am Mittwochabend greift Jason Joseph an der Leichtathletik-EM in Birmingham in den Wettkampf über 110 m Hürden ein. Der 27-jährige Basler ist für den Halbfinal gesetzt und will wenig später im Final die EM-Bronzemedaille von Rom 2024 erfolgreich verteidigen.

Josephs Saison verlief wegen mässiger Zeiten und eines Muskelfaserrisses im Juni schwierig. Und die Konkurrenz ist hochkarätig. Der Gewinn einer Medaille käme einem Exploit gleich.

Auch Mujinga Kambundji steigt am Abend in den Wettkampf ein. Die Bernerin peilt über 200 Meter die Finalqualifikation an. Zusätzlich geht der Wettbewerb der Zehnkämpfer mit dem Hochsprung und 400 Meter weiter. (riz/sda)


Das steht heute Abend auf dem Programm:
20.05 Uhr: Zehnkampf Männer – Hochsprung (🇨🇭 mit Andrin Huber, Leon Krummenacher, Nino Portmann)
20.45 Uhr: Hammerwurf Frauen – Final
20.55 Uhr: 110 m Hürden – Halbfinal (🇨🇭 mit Jason Joseph)
21.20 Uhr: 200 m Frauen – Halbfinal (🇨🇭 mit Iris Caligiuri, Fabienne Hoenke, Mujinga Kambundji, Léonie Pointet)
21.40 Uhr: Dreisprung Männer – Qualifikation
21.50 Uhr: 400 m Männer – Final
22.08 Uhr: 400 m Hürden Frauen – Final
22.22 Uhr: Zehnkampf Männer – 400 m (🇨🇭 mit Andrin Huber, Leon Krummenacher, Nino Portmann)
22.47 Uhr: 110 m Hürden Männer – Final (🇨🇭 evtl. mit Jason Joseph)

(riz/sda)

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Die beliebtesten Kommentare
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c-bra
12.08.2026 22:55registriert April 2016
Jason Joseph, endlich! Ich mag es ihm so gönnen, wow !
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bum12
12.08.2026 23:18registriert März 2014
Endlich! Sowas von verdient. Sorry an meine Nachbarin, aber Jason gewinnt nicht jeden Mittwoch GOLD
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Mavic
12.08.2026 23:06registriert Juli 2023
Im Halbfinal musste er noch eine zusätzliche Hürde überspringen 😉 Sehr cool der Lauf zum EM-Titel, den man ihm von Herzen gönnen mag. Er ist einer, der in der Vergangenheit nie irgendwelche Ausreden suchte.
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