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WM 2026: Argentinien bevorteilt? FIFA-Schiriboss Collina gibt Antwort

Argentina's Lionel Messi (10) celebrates scoring their second goal during the World Cup round of 16 soccer match between Argentina and Egypt in Atlanta, Tuesday, July 7, 2026. (AP Photo)
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Bekommt Argentinien von den Schiedsrichtern Hilfe?Bild: keystone

Wird Argentinien bevorzugt? FIFA-Schiriboss Collina hat eine klare Antwort

Der Sieg Argentiniens im WM-Achtelfinal gegen Ägypten hat grosse Diskussionen ausgelöst. FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina reagiert deutlich.
09.07.2026, 10:5209.07.2026, 11:00

Spätestens seit dem dramatischen Achtelfinal zwischen Argentinien und Ägypten gibt es hitzig geführte Diskussionen rund um die WM-Schiedsrichter.

Wird Argentinien bevorzugt? Davon waren zumindest die Ägypter überzeugt. «Der Pokal wird Argentinien geschenkt», wetterte Torschütze Mostafa Ziko, nachdem er und sein Team einen 2:0-Vorsprung in der Schlussphase noch aus der Hand gaben. Der ägyptische Verband reichte bei der FIFA gar eine offizielle Beschwerde ein und forderte, dass der französische Schiedsrichter François Letexier und sein Team vom Turnier suspendiert werden.

Auch wenn Ägypten von «mehreren kritischen Vorfällen» spricht, so geht es grundsätzlich um zwei Situationen: das vermeintliche 2:0 Ägyptens durch Ziko, dem ein Foul von Ägyptens Marwan Attia vorausging, sowie das 3:2 der Argentinier, bei dem die Ägypter im Vorfeld ein Foul an ihrem Superstar Mohamed Salah gesehen haben wollen.

Die Diskussionen sind nun derart ausgeartet, dass sich Pierluigi Collina, Schiedsrichterchef bei der FIFA, zu einer Stellungnahme gezwungen sah. «Die Schiedsrichter der FIFA werden von nichts und niemandem beeinflusst – nicht einmal von unserem Präsidenten Gianni Infantino», stellte der Italiener zunächst klar. Man sei bereit, sachliche und konstruktive Diskussionen zu führen, aber unbegründete Anschuldigungen hätten im Fussball nichts verloren.

Dann geht Collina auch noch auf die spezifischen Situationen ein, auch wenn er betont, dass er das normalerweise nicht tue. Zur Szene mit dem aberkannten Tor für Ägypten sagt er:

Nach jedem Tor prüft der VAR die Ballbesitzphase des angreifenden Teams. Wenn dort ein Foul identifiziert wird, das Einfluss auf das erzielte Tor hat, empfiehlt der VAR dem Schiedsrichter eine Überprüfung am Bildschirm. Das Beispiel zeigt, dass Marwan Attia dem Argentinier Lisandro Martinez klar auf den Fuss tritt.
Pierluigi Collina
WM 2026: Argentinien vs. Ägypten, Marwan Attia trifft Lisandro Martinez auf den Fuss.
Attia tritt Martinez auf den Fuss.Bild: screenshot fifa.com

Wenn der VAR im Spielaufbau vor dem Tor hingegen kein Foul feststelle, dann werde der Schiedsrichter auf dem Feld auch nicht vor den Bildschirm gebeten, sagt Collina weiter. Den Unterschied zwischen der Szene von Martinez und Salah erklärt er folgendermassen:

«Dem Gegner auf den Fuss stehen ist ein Foul. Wenn der Verteidiger dagegen zuerst den Ball berührt und es danach noch zu einem normalen Kontakt kommt, ist es kein Foul.»
Pierluigi Collina

Am Ende schwinge in solchen Entscheidungen immer auch eine Prise Subjektivität mit. «Aber wir sind zufrieden, wie dieses Prinzip im Lauf dieses Turniers angewendet wurde», sagt Collina.

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quelle: keystone / ashley landis
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