Manzambi als Favorit auf Auszeichnung? Die 7 besten WM-Youngster
Pau Cubarsi (Spanien, 19)
Während andere mit Toren glänzen, glänzt Pau Cubarsi mit seiner Ruhe. Mit gerade einmal 19 Jahren ist der Barça-Verteidiger schon das gelassene Fundament hinter Spaniens Star-Offensive. Er hat zeigt keine Hektik und hat das Stellungsspiel eines Routiniers. Ausserdem spielt er kaum einen Fehlpass. Schon in jungem Alter hält er die spanische Abwehr zusammen – bisher stand er in jedem Spiel über die volle Distanz auf dem Platz und dürfte auch im Achtelfinal gegen Portugal (Montag, 21 Uhr, Schweizer Zeit) beginnen.
Yan Diomandé (Elfenbeinküste, 19)
Yan Diomandé ist der Tempobolzen unter den Jungstars dieser WM. Mit einer Mischung aus Tempo, Dribbling und viel Zug aufs Tor schoss der 19-Jährige in seiner ersten Bundesliga-Saison für RB Leipzig gleich zwölf Tore. Über die Aussenbahn ist er kaum zu stoppen und genau diese Wucht hat die Elfenbeinküste ins Sechzehntelfinal getragen, wo gegen Norwegen aber Endstation war. Topklubs stehen bei ihm längst Schlange, zuletzt war die Rede von einem Wechsel zu Paris Saint-Germain.
Désiré Doué (Frankreich, 20)
Für Désiré Doué ist die WM bisher ein persönliches Wechselbad der Gefühle. Zum Auftakt gegen Senegal stand er in der Startformation, dann sass er gegen den Irak lange auf der Bank, um gegen Norwegen wieder von Beginn an ranzudürfen. Beim 4:1-Sieg traf er traumhaft, doch kam er im Sechzehntelfinal gegen Schweden wieder nur kurz zum Einsatz. Wenn der PSG-Profi aber auf dem Feld steht, dann glänzt er mit seiner Stärke im Dribbling, seiner Dynamik und seiner Torgefahr – ähnlich wie es der Brasilianer Neymar einst tat.
Lamine Yamal (Spanien, 18)
Wenn man bei Spanien früher an Xavi, Iniesta und Co. dachte – dann denkt man heute an Lamine Yamal. Angeschlagen kam er an diese WM und trotzdem hat es für ihn bereits zu einem Tor gegen Saudi-Arabien gereicht. Auch, weil er angeschlagen angereist ist, ist es noch nicht voll seine WM, doch blitzt sein Talent trotzdem jedes Mal auf, wenn er am Ball ist. Mit seinen Toren, seiner Geschwindigkeit und seiner Technik verzaubert uns der 18-Jährige nur zu gern – und wahrscheinlich haben wir sein bestes Spiel an diesem Turnier noch nicht gesehen.
Ayyoub Bouaddi (Marokko, 18)
Mit erst 18 Jahren ist Ayyoub Bouaddi schon der Ruhepol im marokkanischen Mittelfeld. Sein Spitzname «Einstein» kommt nicht von ungefähr – nebenbei studiert er Mathematik, und so clever wie auf dem Papier wirkt er auch auf dem Platz. Eigentlich war er Kapitän der französischen U21, doch kurz vor der WM entschied er sich für das Herkunftsland seiner Familie – Marokko. Gegen Brasilien zog er bereits einiges an Aufmerksamkeit auf sich und liess Stars wie Casemiro phasenweise alt aussehen. Kein Wunder, klopfen bereits die ganz grossen Teams beim Lille-Profi an. Erst einmal will Bouaddi Marokko aber im Achtelfinal an Kanada vorbeidirigieren – im Viertelfinal könnte dann das besondere Duell mit Frankreich warten.
Joao Neves (Portugal, 21)
Er ist klein und flink – seine Spielübersicht ist einfach sensationell und defensiv arbeitet er wie kaum ein anderer. Beim Eröffnungsspiel traf er per Kopf gegen Kongo. Gegen Kolumbien kam er erst in der zweiten Halbzeit ins Spiel, und man merkte den Unterschied deutlich – zusammen mit Vitinha bildet er eines der besten Mittelfeldduos der Welt. Kein Wunder, dass Paris Saint-Germain ihn auch künftig binden will und jedes Angebot abweist.
Johan Manzambi (Schweiz, 20)
Einer steht aber bisher über allen Spielern, die für den FIFA Young Player Award (Jahrgänge 2005 und jünger) infrage kommen: Johan Manzambi. Mit drei Toren und einer Vorlage verzauberte das Nati-Juwel uns schon in der Gruppenphase. Mit einem sensationellen Sololauf bereitete er dann im Sechzehntelfinal gegen Algerien den Führungstreffer von Breel Embolo vor. Manzambi ist torhungrig und frech, wild über die Seite und ideenreich im Zentrum. Gleichzeitig kann er auch defensiv zum Erfolg beitragen, was er im Klub stärker zeigen muss als in der Nati. Es überrascht niemanden, dass sich Newcastle United stark für ihn interessieren soll. Zuerst will er aber die Schweiz weiter träumen lassen.
- «Oft rassistisch und diskriminierend»: Zunehmende Anfeindungen bei Fussball-WM
- Nach der Niederlage gegen die Schweiz: Algerien entlässt wohl Vladimir Petkovic
- England wollte das Teamhotel in Mexiko geheim halten – es funktionierte nicht wirklich
- Beschwert sich jetzt noch jemand über die Kleinen an der WM?!
