Eklat im Sägemehl: Kein Eidgenössisches in Genf
Die Initianten des Projektes sind erbost und teilen mit: Die Weigerung der Stadtregierung von Genf, den Platz Plainpalais für das Projekt zur Verfügung zu stellen, beraubt Genf der einmaligen Gelegenheit, das grösste Sportereignis der Schweiz auszurichten.
Die Stadtregierung verweigert dem Projekt die Zustimmung, obwohl dort seit dem Jahr 2000 mehrere Veranstaltungen mit jeweils 50'000 Besuchern stattgefunden haben. Der Bau einer Arena mit einer Kapazität von 45'000 Zuschauern auf dem Platz Plainpalais war die einzige Möglichkeit, eine Chance für den Zuschlag zu haben.
Die Abgeordneten des Eidgenössischen stimmen im März 2027 darüber ab. Alle anderen Standortoptionen im Kanton wurden geprüft und erwiesen sich als nicht realisierbar, was die Aufrechterhaltung der Kandidatur sinnlos macht. Nun verbleiben noch die Kandidaturen von Neuenburg und dem Wallis.
Das alle fünfzehn Jahre in der Westschweiz stattfindende Eidgenössische wurde noch nie auf Genfer Boden ausgetragen, der bisher westlichste Schauplatz war 2002 Nyon. Es wäre eine einmalige Gelegenheit gewesen, bei einem eventuellen Zuschlag das grösste Sportereignis des Landes auszurichten und damit der Genfer Bevölkerung den Nationalsport und die damit verbundene reiche Kultur näherzubringen.
Über ein Jahr lang hat ein Komitee, dem Fachleute und Experten aus allen betroffenen Bereichen angehörten, ein solides Projekt erarbeitet. Die technische Machbarkeit des Projekts wurde von allen Beteiligten, einschliesslich der kommunalen Behörden, bestätigt: Es war ehrgeizig, aber realistisch. Da es vollständig eigenfinanziert war, hätte es keine Belastung für den Steuerzahler gegeben.
