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Pirlo nicht Italiens Nationaltrainer: Er stolpert über Nähe zu Russland

epa09224234 Juventus' coach Andrea Pirlo reacts during the Italian Serie A soccer match Bologna FC vs Juventus FC at Renato Dall'Ara stadium in Bologna, Italy, 23 May 2021. EPA/ELISABETTA BA ...
Andrea Pirlo arbeitet seit 2020 mit überschaubarem Erfolg als Trainer.Bild: keystone

Auch Pirlo wird nicht Italiens Nationaltrainer – er stolpert über seine Russland-Nähe

Italiens Fussball kann bei der erhofften Rückkehr zu alter Grösse nicht auf Andrea Pirlo zählen. Dem Weltmeister 2006 wird ein Werbedeal zum Verhängnis.
27.07.2026, 11:2327.07.2026, 11:23

Wer wird neuer italienischer Nationaltrainer? Andrea Pirlo wird es nicht. Der 47-Jährige gab bekannt: «Ich habe erfahren, dass ich nicht mehr als Kandidat im Gespräch bin.»

«In einem Land mit 60 Millionen Trainern findet man keinen einzigen Trainer.»
«La Gazzetta dello Sport»

«Überzeugungen, die mir fremd sind»

Pirlos Nachricht gingen Diskussionen um einen Werbedeal voran. Der frühere Mittelfeldspieler kassiert als globaler Markenbotschafter Geld vom russischen Wettanbieter Fonbet. Vor wenigen Wochen war er für eine Autogrammstunde in Moskau, was angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Aufsehen erregte.

Nun zog der italienische Verband FIGC offenbar die Notbremse und distanzierte sich von Andrea Pirlo als neuem Commissario tecnico. Der aktuelle Trainer von Dubai United betonte, die Zusammenarbeit sei «ausschliesslich kommerzieller und sportlicher Natur. Ihr eine politische Bedeutung zuzuschreiben, bedeutet, mir Überzeugungen zuzuschreiben, die ich nie geäussert habe und die mir fremd sind.»

Hört Maldini schon wieder auf?

Italiens neuem Verbandspräsidenten Giovanni Malagò könnte noch mehr Arbeit bevorstehen. Paolo Maldini, erst gerade als Technischer Direktor eingestellt, soll so sauer über den Pirlo-Entscheid sein, dass er sich angeblich einen Rücktritt überlegt. Das wäre ein weiterer Schlag für den Calcio im Land des vierfachen Weltmeisters, der die WM-Turniere 2018, 2022 und 2026 alle verpasst hat. Bereits wird mit Giorgio Chiellini ein anderer Abwehrheld früherer Tage als möglicher Maldini-Ersatz ins Spiel gebracht.

Andrea Pirlo war nicht die erste Wahl. Als Wunschkandidat galt Pep Guardiola, doch er sagte laut «Gazzetta dello Sport», dass er sich das Amt im Moment nicht zutraue. Nun richten sich viele Blicke in Richtung Roberto Mancini. Er war schon einmal Nationaltrainer – und führte Italien inmitten der Jahre ohne WM-Teilnahme aus dem Nichts zum Gewinn des EM-Titels im Sommer 2021.

Gerüchte ohne Ende

Zudem gilt plötzlich auch Antonio Conte wieder als valabler Kandidat – für den Fall, dass Maldini zurücktritt. Denn während er betont hatte, weder Mancini noch Conte zu wollen, gilt letzterer als möglicher Kandidat des möglichen Maldini-Nachfolgers Chiellini.

Im Normalfall könnte man solche Gerüchte-Konstrukte in der italienischen Presse wohl unter der Rubrik «Sommerloch» ablegen. Doch die Squadra Azzurra steckt derart in der Krise, dass sie – wieder einmal – viel mehr ist als bloss eine Fussballmannschaft. (ram)

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53 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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zazie
27.07.2026 11:38registriert Mai 2023
Pirlo galt zu Aktivzeiten als intelligenter Fussballer und 'genialer Stratege'. Offenbar hat er diese Fähigkeiten beim Rücktritt in der Garderobe vergessen.
"ausschliesslich kommerzieller und sportlicher Natur. Ihr eine politische Bedeutung zuzuschreiben, (...)"
=> Kopf > Tisch
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anonymer analphabet
27.07.2026 11:39registriert April 2016
«ausschliesslich kommerzieller und sportlicher Natur. Ihr eine politische Bedeutung zuzuschreiben, bedeutet, mir Überzeugungen zuzuschreiben, die ich nie geäussert habe und die mir fremd sind.»
Tja Pirlo, sobald man Geld von Kriegsverbrechern annimmt, wird es politisch und das zurecht.
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JohnZ
27.07.2026 11:44registriert Juli 2023
"In einem Land mit 60 Millionen Trainer findet man keinen einzigen Trainer…" der ist gut🤣🤣🤣🤣🤣🤣
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