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WM 2026: Trump wollte auf das Siegerfoto – Spanien hatte andere Pläne

President Donald J. Trump and FIFA President Gianni Infantino, right, applaud as Spain's team captain Rodri lifts the trophy after winning the World Cup final soccer match between Spain and Argen ...
US-Präsident Trump schaffte es auch auf das Siegerfoto von Weltmeister Spanien.Bild: keystone

Trump im Bild, aber nicht auf dem Foto: Was bei Spaniens Siegerfoto geschah

Erst Klub-Weltmeister Chelsea, jetzt Spanien: Donald Trump blieb auch bei dieser Siegerehrung im Bild stehen, bis Gianni Infantino ihn wegführte. Die Weltmeister reagierten auf ihre Weise.
20.07.2026, 16:0021.07.2026, 08:18

Es war die Neuauflage einer Szene, die viele schon einmal gesehen hatten. Nach der Übergabe des WM-Pokals an Kapitän Rodri blieb US-Präsident Donald Trump auf der Bühne stehen – im Bild der frisch gekrönten Weltmeister. FIFA-Präsident Gianni Infantino eilte schliesslich herbei, lotste ihn zur Seite und dann ganz von der Bühne.

Genau dasselbe hatte sich ein Jahr zuvor abgespielt: Beim Final der Klub-WM 2025 im selben Stadion überreichte Trump Chelsea den Pokal – und blieb anschliessend mitten in der Siegerfeier stehen, statt Platz zu machen. Schon damals war er beim Betreten des Rasens von Teilen des Publikums ausgebuht worden.

epaselect epa12236603 Chelsea FC players lift the trophy as US President Donald Trump (5-R) looks on after winning the FIFA Club World Cup 2025 final match between Chelsea FC and Paris Saint-Germain,  ...
Auf den Jubelbildern von Klub-Weltmeister Chelsea steht jemand, der dort eigentlich nicht hingehört.Bild: keystone

Retuschiert?

Auf jenem Bild, das der spanische Verband anschliessend auf seinen Kanälen verbreitete, war Trump nicht mehr zu sehen – ebenso wenig wie Infantino.

Rasch kursierte die Behauptung, Spanien habe den US-Präsidenten aus dem Foto retuschiert. Belege für eine Bildbearbeitung gibt es allerdings keine. Bei der Siegerehrung eines WM-Finals entstehen hunderte Aufnahmen aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Der Verband hätte für den offiziellen Post eine Aufnahme wählen können, auf der Trump die Bühne bereits verlassen hatte.

epa13122027 Rodri (C-R) and players of Spain celebrate with the World Cup Trophy as FIFA President Gianni Infantino (R) interacts with US President Donald J. Trump during the awards ceremony after the ...
Zunächst bleibt Trump auf der Bühne stehen …Bild: keystone
Spain players, from left, cheer alongside President Donald Trump and FIFA President Gianni Infantino at the conclusion of the World Cup championship final soccer match between Spain and Argentina in E ...
… dann lotst ihn Infantino weg.Bild: keystone

Der «No-Look»-Gruss

Mindestens ein Spieler im spanischen Kader hatte sich auf den Moment der Pokalübergabe geflissentlich vorbereitet: Borja Iglesias. Der Stürmer von Celta Vigo, seit Jahren für seine politischen Stellungnahmen bekannt, hatte bereits vor dem Final offen darüber gesprochen, wie er mit der Begegnung mit Trump umgehen würde.

Iglesias sagte, es gebe ein Protokoll und eine Verpflichtung zur Höflichkeit, auch wenn sein Bauchgefühl ihm etwas anderes rate. Er hoffe, die Begegnung gehe schnell vorbei. Er wolle keine Kontroverse schaffen, die Leute wüssten ohnehin, was er denke.

Bei der Medaillenübergabe löste Iglesias das Dilemma auf seine Weise: Er schüttelte Trump kurz die Hand, ging aber weiter, ohne ihm ins Gesicht zu blicken. Auch andere Szenen wurden im Netz vielfach geteilt – etwa wie Unai Simon, der als bester Goalie des Turniers ausgezeichnet wurde, Trump beim Händedruck die kalte Schulter zeigte. (car)

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Spanien um Captain Rodri ist am Ende der grössten WM der Geschichte der verdiente Sieger.

quelle: keystone / ashley landis
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