Wimbledon greift nach Fiasko an den US Open gegen Influencer durch
Mehrere Kontroversen prägten die letzte Turnierwoche der US Open. Zwischen Spielern, die sich über Marihuana-Gerüche beschwerten, und spät am Abend angesetzten Partien musste das Turnier in New York mehrere Kritikpunkte hinnehmen. Ein weiteres Thema sorgte besonders für Diskussionen: die Präsenz von Influencern und Content-Creators mit einer offiziellen Akkreditierung.
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Dieser Text wurde von unseren Kolleginnen und Kollegen aus der Romandie geschrieben, wir haben ihn für euch übersetzt.
Ihnen wurde vorgeworfen, während der Aufnahmen auf der Tribüne Licht verwendet zu haben, sie hätten während Ballwechseln gesprochen oder sich auf eine Weise verhalten, die nicht mit der traditionellen Etikette des Tennissports vereinbar sei. Insbesondere Letzteres ist ein Thema, das die Organisatoren von Wimbledon genau verfolgen.
Um ähnliche Schwierigkeiten wie beim Turnier in New York zu vermeiden, hat der All England Lawn Tennis and Croquet Club, der Wimbledon organisiert, für die Ausgabe 2027 mehrere Massnahmen angekündigt. Der Verein will unter anderem keinen speziellen Akkreditierungsstatus für Content-Creators schaffen. Damit soll verhindert werden, dass deren Präsenz die bestehenden Regeln bezüglich Zugang, Verhalten und Berichterstattung über das Turnier verändert.
This was one of the cringiest things I’ve ever seen live. The US Open used to be an actual tennis tournament https://t.co/1kAYND6VOe pic.twitter.com/c1jbi4lUlQ
— Danny Singer (@michiganboy310) September 2, 2026
Die Debatte dürfte sich nun auf weitere Tennisturniere weltweit ausweiten. Dank ihrer Online-Communitys und ihrer Fähigkeit, attraktive Inhalte zu erstellen, können Influencer dazu beitragen, Tennis neuen Zielgruppen näherzubringen – insbesondere jüngeren Generationen, die weniger Spiele am Fernseher verfolgen. Ihre Videos auf TikTok, Instagram oder YouTube bieten zudem eine neue Möglichkeit, über Turniere zu berichten und deren Sichtbarkeit zu erhöhen.
Diese Entwicklung wirft jedoch auch Fragen auf. Influencer müssen sich an die besonderen Regeln des Tennissports halten, etwa die Stille während der Ballwechsel oder die Rücksichtnahme auf die Konzentration der Spieler. Für die Organisatoren besteht die Herausforderung darin, ein Gleichgewicht zwischen der Öffnung gegenüber diesen neuen Akteuren und der Bewahrung der Atmosphäre zu finden, die ihre Veranstaltungen prägt.
(jcz)
