Sport
Tennis

Wimbledon zieht Lehren aus US Open und greift gegen Influencer durch

Isabella Lauren Influencer Content Creator Tennis US Open 2026
Influencer an Tennis-Turnieren: Fluch oder Segen?Bild: instagram/@isabella.lauren

Wimbledon greift nach Fiasko an den US Open gegen Influencer durch

Das englische Turnier will Probleme vermeiden, die zuvor in New York aufgetreten sind: Ab 2027 erhalten keine Content-Creators mehr eine eigene Akkreditierung.
Cet article est également disponible en français. Lisez-le maintenant!
13.09.2026, 16:0813.09.2026, 16:35

Mehrere Kontroversen prägten die letzte Turnierwoche der US Open. Zwischen Spielern, die sich über Marihuana-Gerüche beschwerten, und spät am Abend angesetzten Partien musste das Turnier in New York mehrere Kritikpunkte hinnehmen. Ein weiteres Thema sorgte besonders für Diskussionen: die Präsenz von Influencern und Content-Creators mit einer offiziellen Akkreditierung.

Übersetzung

Dieser Text wurde von unseren Kolleginnen und Kollegen aus der Romandie geschrieben, wir haben ihn für euch übersetzt.

Ihnen wurde vorgeworfen, während der Aufnahmen auf der Tribüne Licht verwendet zu haben, sie hätten während Ballwechseln gesprochen oder sich auf eine Weise verhalten, die nicht mit der traditionellen Etikette des Tennissports vereinbar sei. Insbesondere Letzteres ist ein Thema, das die Organisatoren von Wimbledon genau verfolgen.

Um ähnliche Schwierigkeiten wie beim Turnier in New York zu vermeiden, hat der All England Lawn Tennis and Croquet Club, der Wimbledon organisiert, für die Ausgabe 2027 mehrere Massnahmen angekündigt. Der Verein will unter anderem keinen speziellen Akkreditierungsstatus für Content-Creators schaffen. Damit soll verhindert werden, dass deren Präsenz die bestehenden Regeln bezüglich Zugang, Verhalten und Berichterstattung über das Turnier verändert.

Die Debatte dürfte sich nun auf weitere Tennisturniere weltweit ausweiten. Dank ihrer Online-Communitys und ihrer Fähigkeit, attraktive Inhalte zu erstellen, können Influencer dazu beitragen, Tennis neuen Zielgruppen näherzubringen – insbesondere jüngeren Generationen, die weniger Spiele am Fernseher verfolgen. Ihre Videos auf TikTok, Instagram oder YouTube bieten zudem eine neue Möglichkeit, über Turniere zu berichten und deren Sichtbarkeit zu erhöhen.

Diese Entwicklung wirft jedoch auch Fragen auf. Influencer müssen sich an die besonderen Regeln des Tennissports halten, etwa die Stille während der Ballwechsel oder die Rücksichtnahme auf die Konzentration der Spieler. Für die Organisatoren besteht die Herausforderung darin, ein Gleichgewicht zwischen der Öffnung gegenüber diesen neuen Akteuren und der Bewahrung der Atmosphäre zu finden, die ihre Veranstaltungen prägt.

(jcz)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Bilder aus Wimbledon 2026
1 / 20
Die besten Bilder aus Wimbledon 2026

Linda Noskova stürmt in den Halbfinal.

quelle: keystone / neil hall
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Roger Federer bei Hall-of-Fame-Rede zu Tränen gerührt
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Chrizzly
13.09.2026 16:21registriert Juni 2026
Wann waren "Influencer" jemals ein Segen. Da ist mir Influenza lieber als diese Leute.
250
Melden
Zum Kommentar
avatar
Lohner
13.09.2026 16:37registriert August 2025
Das Wort Influencer bringe ich immee in Verbindung mit Influenza - beides ist schlecht und schadet der Menschheit.
210
Melden
Zum Kommentar
3
Ambri-Rückzug sorgt für Probleme: Die Women's League startet in eine schwierige Saison
Die Women’s League startet am Wochenende mit sieben Teams in die neue Saison. Der kurzfristige Rückzug von Ambri-Piotta sorgt dabei nicht nur für einen abgespeckten Spielplan, sondern wirft auch grundsätzliche Fragen auf.
Neu dabei ist Lausanne. Die ambitionierten Waadtländerinnen haben den Aufstieg geschafft und sorgen mit namhaften Verstärkungen für frischen Wind. Unter anderem kamen die bisherigen Berner Leistungsträgerinnen Maija Otamo und Clara Rozier sowie vom PWHL-Champion Montréal Victoire die Kanadierin Maya Labad. Dennoch dürfte es schwierig werden, ganz vorne mitzuspielen. Auch Neuchâtel Academy wird eher um die hinteren Ränge kämpfen.
Zur Story