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epa08651695 Novak Djokovic of Serbia (R) talks to Head of Officiating at International Tennis Federation (ITF) Soeren Friemel  after he accidentally hit a linesperson with a ball in the throat during his match against Pablo Carreno Busta of Spain on the seventh day of the US Open Tennis Championships at the USTA National Tennis Center in Flushing Meadows, New York, USA, 06 September 2020. Djokovic was defaulted from tournament. Due to the coronavirus pandemic, the US Open is being played without fans and runs from 31 August through 13 September.  EPA/JASON SZENES

Novak Djokovic fleht Sören Friemel an, ihn nicht so hart zu bestrafen. Bild: keystone

Schiedsrichter erklärt, warum er keine andere Wahl hatte, als Djokovic zu disqualifizieren



Die Disqualifikation an den US Open ist einer der prägendsten Momente in der so erfolgreichen Karriere von Tennis-Star Novak Djokovic. Sie droht, all seine Triumphe zu überdecken. «Er wird für den Rest seiner Karriere der Bösewicht sein», meint John McEnroe, selbst ein «Bad Boy» dieses Sports.

Djokovic hatte in der Wut einen Ball weggedroschen und damit eine Linienrichterin am Hals getroffen. Ein Szenario, aufgrund dessen umgehend der Oberschiedsrichter auf den Platz gerufen wurde, der Deutsche Sören Friemel. Gegenüber Reportern schilderte er:

«Was mir erklärt wurde, ist, dass Novak Djokovic den Ball aus seiner Tasche genommen, ihn rücksichtslos und wütend nach hinten geschlagen und dabei die Linienrichterin an der Kehle getroffen hat. Sie war offensichtlich verletzt, hatte Schmerzen, musste zu Boden gehen. Dann habe ich mit Novak geredet und ihm dabei die Chance gegeben, seine Sicht darzulegen. Aber auf der Grundlage, dass der Ball wütend und rücksichtslos geschlagen worden war, und zwar direkt auf die Kehle der Linienrichterin, haben wir die Entscheidung getroffen, dass Novak disqualifiziert werden musste.»

Das ist passiert:

Video: watson/leb

Laut Friemel hat Djokovic umgehend zugegeben, dass er wütend gewesen sei und die Linienrichterin getroffen habe. Der Serbe sagte gemäss dem Oberschiedsrichter: «Die Fakten sind sehr deutlich – aber ich habe es nicht absichtlich gemacht, also sollte ich dafür auch nicht disqualifiziert werden.»

Die Absicht spiele in so einem Fall aber gar keine Rolle, erläuterte Friemel. Sie werde zwar miteinbezogen, aber es gebe vor allem zwei Faktoren: die Handlung und das Resultat.

«Und die Handlung – selbst ohne Absicht – mit dem Ergebnis, dass die Linienrichterin getroffen und verletzt wird, ist in diesem Entscheidungsprozess der wesentliche Faktor. Hätte er es mit Absicht gemacht, hätten wir auch nicht diese lange Diskussion gehabt. So aber wollten wir alles berücksichtigen.»

epa08651693 Head of Officiating at International Tennis Federation (ITF) Soeren Friemel (L) talks to Novak Djokovic of Serbia (R) after he accidentally hit a linesperson with a ball in the throat during his match against Pablo Carreno Busta of Spain on the seventh day of the US Open Tennis Championships at the USTA National Tennis Center in Flushing Meadows, New York, USA, 06 September 2020. Djokovic was defaulted from tournament. Due to the coronavirus pandemic, the US Open is being played without fans and runs from 31 August through 13 September.  EPA/JASON SZENES

Minutenlang wird debattiert, doch der Fall ist klar. Bild: keystone

Dass die Nummer 1 der Welt auf der grössten Bühne der Tenniswelt disqualifiziert wird, macht diesen Fall so besonders. Sören Friemel betont jedoch, dass er unabhängig vom Status eines Spielers zu entscheiden habe:

«Einen Spieler bei einem Grand Slam zu disqualifizieren, ist eine sehr wichtige, sehr schwere Entscheidung. Daher ist es egal, auf welchem Platz es passiert und ob es die Nummer 1 oder ein anderer Spieler ist. Du musst die richtige Entscheidung treffen. Jeder auf dem Platz war sich dessen bewusst, was auf dem Spiel steht. Aber davon dürfen wir uns nicht beeinflussen lassen.»

Djokovic hatte bei den Diskussionen auf dem Platz versucht, die Schiedsrichter davon zu überzeugen, ihn weniger hart zu bestrafen. Der Linienrichterin gehe es ja soweit gut. «Sie muss nicht ins Krankenhaus. Gehen Sie in dieser Situation nach Standard vor?», fragte der 33-Jährige flehend. «Meine Karriere, Grand Slam, Centre Court? Wäre sie gleich wieder aufgestanden, hätte man mich mit einer Game- oder Satz-Strafe belegen können, Sie haben da verschiedene Möglichkeiten.» Djokovics Bitten waren vergeblich. (ram)

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45
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45Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gawayn 09.09.2020 06:03
    Highlight Highlight Keine Ahnung wofür hier so diskutiert wird.
    Begeht jemand eine Regelwidrigkeit,
    Egal in welcher Sportart, wird sanktioniert.
    Verwarnt nur wenn es keine Folgen hatte.

    Wird aber außerhalb der Spielhandlungen, eine unkontrollierte Handlung ausgeführt, dabei irgendwer verletzt.
    Da muß eine harte Strafe ausgesprochen werden.

    Außerdem ist es eines profeßionellen Spielers unwürdig mit dem Ref zu verhandeln.
    Wenn du die Chance bekommst, erklärst du was paßiert ist aus deiner Sicht.

    Sonst akzeptierst du die Strafe basta!
  • Sunking_Randy_XIV. 08.09.2020 13:41
    Highlight Highlight Dass er keine Wahl hatte, ist wohl übertrieben. Er hat sich wohl innerhalb der Regeln bewegt, sich aber dennoch für die ultimative Strafe entschieden. Es gibt andere Beispiele – auch von Federer –, bei denen ausserhalb des Ballwechsels Ballkinder am Kopf getroffen werden, dann gibt es jeweils allgemeine Belustigung seitens des Publikums (Halbfinal in Monte-Carlo, 2014 > YouTube). Natürlich, diese Bälle wurden nicht aus Frust geschlagen wie bei Djokovic, aber wenn man dann deutlich sagt, wie dies Friemel tut, dass die "Absicht" keine Rolle spielt, dann müsste dies auch zu einem Abbruch führen.
    • bokl 08.09.2020 14:40
      Highlight Highlight Schieds-/Linienrichter sind aber keine Ballkinder.
    • P. Meier 08.09.2020 14:51
      Highlight Highlight Bei Federer kommt der Ball vom Gegner nach OUT zu ihm zurück und er lenkt den Ball nach aussen (deutlicher Bogenflug). Bei Djokovic ist der Ballwechsel schon lange beendet und er schlägt den Ball aktiv weg. Da sehe ich definitiv nicht die gleiche Ausgangslage.
    • Sunking_Randy_XIV. 08.09.2020 15:58
      Highlight Highlight @ bokl: Die spezifische Regel unterscheidet nicht zwischen Ballkindern und Linienrichter_innen:

      "Players shall not at any time physically abuse any official, opponent, spectator or other person within the precincts of the tournament site… physical abuse is the unauthorised touching of an official, opponent, spectator or other person."

      @ P. Meier: Ja, ich sehe auch nicht die gleiche Ausgangslage, daher würde ich sagen, der Schiri hatte durchaus einen Spielraum. Klar, der eine machts aus Frust, der andere hat erwartet, das Kind sei bereit; das Resultat ist ähnlich, ein Treffer im Kopfbereich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Skychef 08.09.2020 13:14
    Highlight Highlight Dass Joker (der von Gott auserwählte wie er sich ja sieht) keinen Stil und obendrein einen gewaltigen Realitätsverlust hat sieht man an der geschwänzten Pressekonferrenz und der Tatsache dass der Pablo die Hand schüttelte ( da war doch was) und ohne Maske den Platz verlassen hat. Und der Gottgleiche Nole wird bald weiter jammern denn bei den French Open muss JEDER Spieler- ohne Ausnahme- in einem der beiden Spielerhotels absteigen. Eine Zumutung wenn man ein Auserwählter ist!
  • HugiHans 08.09.2020 13:09
    Highlight Highlight Vielleicht sollte sich Herr Djokovic mal daran erinnern, dass er einen alten Gentleman-Sport mit entsprechenden Verhaltenskodex ausübt.
    Unbeherrschtheit ist da ein absolute NoGo.
    • Federer_is_South_African 08.09.2020 14:18
      Highlight Highlight Okay, demnach sollte praktisch jeder Spieler vom Tennis ausgeschlossen werden, denn praktisch jeder zeigt Frustreaktion. Auch der saubere Roger schlägt Bälle aus Frust weg. Dass er niemanden getroffen hat, ist reines Glück. Oder erinnern Sie sich an Roger in seinen jungen Jahren? Da war ein McEnroe ein jungfräuliches Mädchen dagegen.
      Frust gehört zum Sport dazu. Wer anderes behauptet, ist ein Sesselfurzer.
    • Martin Blank 08.09.2020 15:35
      Highlight Highlight You can‘t be serious!!! 😎😉
    • FrancoL 08.09.2020 17:47
      Highlight Highlight @h8m2; Bitte nicht an die jungen Jahre von RF erinnern, das tut weh, aber alles vergeben und vergessen.
      Und wenn ich mal alle Szenen von Nick betrachte oder von Fabio oder anderen, dann wäre der Tenniszirkus halbiert.
      Nicht zu vergessen als Rosset in der Wut seine Hand verletzte und nicht mehr weiterspielen konnte.
  • leu84 08.09.2020 12:47
    Highlight Highlight Der Schiedsrichter hat korrekt den Regeln entsprechend gehandelt. Er hätte Djokovic auch vom Platz stellen müssen, wenn er nur den Oberschenkel getroffen hätte. Ist ähnlich wie früher, wenn der letzte Verteidiger im Fussball den Stürmer der alleine aufs Tor lief zu Fall brachte.
    • grosnaldo 08.09.2020 16:16
      Highlight Highlight Den Fussball aus Frust wegschiessen, auch ohne irgendjemanden zu treffen, ist das noch immer "gelb" ? 🤔
    • leu84 08.09.2020 16:32
      Highlight Highlight Aber den Fussball bewusst gegen einen Gegner, Unparteiische oder Zuschauer kicken oder knallen, unabhängig ob man trifft oder nicht, das gibt rot. Beispielsweise der Unparteiische pfeift Foul und ein Spieler schmettert den Ball bewusst in Richtung Schiedsrichter. Hat es auch schon gegeben.
  • Baumi72 08.09.2020 12:16
    Highlight Highlight Völlig übertrieben. Wie mancher hat schon sein Racket zertrümmert. Ein Schmerzensgeld für die Linienrichtern und eine Verwarnung hätten es auch getan.
    • fidget 08.09.2020 12:33
      Highlight Highlight Tja, das Racket zertrümmern gefährdet keine Drittpersonen.
    • Baumi72 08.09.2020 12:39
      Highlight Highlight @fidget ...kommt darauf an wo es hin fliegt...
    • Tom79 08.09.2020 12:50
      Highlight Highlight Lies zuerst die Regeln isbesondere die zum Verhalten eines Spielers. Er hat den Bogen einmal mehr überspannt. Jetzt trägt er die Konsequenzen. Zum glück bevor noch jemand ernsthaft verletzt wirt. Und ein harter schlag gegen Kehlkopf kann noch bis zu 2 Tagen später für gefärliche komplikationen (tot) führen. Die Luftröhre kann anschwellen und undurchlässig werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rubydude 08.09.2020 11:51
    Highlight Highlight Disqualifizieren kann ich nachvollziehen. Was ich nicht verstehe ist, wieso er die Kohle und die Punkte für die vorherigen Spiele nicht bekommt. Er hat diese Spiele korrekt gewonnen. Wie gesagt, ich verstehe es nicht.
    • Anna Lyse 08.09.2020 12:13
      Highlight Highlight Strafe. Ist doch, wie wenn du in die Kiste musst und zusätzlich noch die Anwalts- und Gerichtskosten zahlen musst.
    • Lamentator 08.09.2020 13:55
      Highlight Highlight Steht so im Regelbuch. Wer damit nicht einverstanden ist, soll nicht antreten.
      Das mit den Punkten betrifft Djokovic sowieso nicht, weil nun die Punkte aus dem letzten Jahr zählen und da ist er auch im Achtelfinale ausgeschieden. Und die Geldstrafe dürfte ihm bei einem Vermögen von 200mio+ egal sein.
  • Helvetiavia Philipp 08.09.2020 11:51
    Highlight Highlight Gemäss obengenannten Ausführungen des Schiris handelt es sich offenbar um ein Fahrlässigkeitsdelikt, wie im CH-StGB die fahrlässige Körperverletzung.

    Wer einen Ball willkürlich schmettert muss wissen, dass er damit einen Menschen verletzen kann. Dass er das nicht wollte, ist unwichtig.

    Ich gehe davon aus, dass diese Regel aus gutem Grund aufgestellt wurde. Djoko selbst akzeptierte es.
    • n3rd 08.09.2020 12:32
      Highlight Highlight StGB kennt aber auch den adäquaten Kausalzusammenhang. Einige schreiben es sei sehr unwahrscheinlich mit einem Tennisball so zu treffen. Wenn dies zutrifft wäre die Fahrlässigkeit nach StGB nicht gegeben.

      „Wer so schmettert muss wissen ...“ trifft eben nicht zu, wenn sich die Wahrscheinlichkeit im Promillebereich befindet.
    • Tom79 08.09.2020 12:57
      Highlight Highlight Doch!! Wenn du ein Stein vom Berg ins Tall wirfst ist es unwarscheinlich jemanden zu Treffen aber du könntest Jemand damit Treffen. Und deshalb macht mann das nicht. Wer unüberlegt Leute in Gefahr bringt gehöhrt belehrt, oder gar bestrafft. Und es war nicht das erste mal wo er gegen die Regeln versties, irgend wann ist genug.
    • weissauchnicht 08.09.2020 13:19
      Highlight Highlight @n3rd, er hat getroffen, in einem unnötigen und unvorhersehbaren Akt der Wut. Die Linienrichterin hatte keine Chance. Die Wahrscheinlichkeit spielt keine Rolle mehr. Wobei auch ein Wahrscheinlichkeit im Promillebereich zu hoch ist, bei jährlich Tausenden Spielen auf ATP-Niveau...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Therealmonti 08.09.2020 11:41
    Highlight Highlight Die Disqualifikation ist richtig. Aber gönnen mag ich sie vor allem seinen oberprimitiven, fanatischen Fans, die nun der Linienrichterin drohen.
    • Federer_is_South_African 08.09.2020 14:20
      Highlight Highlight Tja, für gewisse Fans ist keiner Verantwortlich. An der Nase nehmen müssen sich die Medien, die ihre Daten heraus gegeben haben.
  • Erklärbart. 08.09.2020 11:33
    Highlight Highlight Zuerst: «Sie muss nicht ins Krankenhaus. Gehen Sie in dieser Situation nach Standard vor?»

    Und dann: «Meine Karriere, Grand Slam, Centre Court? Wäre sie gleich wieder aufgestanden, hätte man mich mit einer Game- oder Satz-Strafe belegen können, Sie haben da verschiedene Möglichkeiten.»

    Nole so: Ich, meine Karriere, mein Ansehen... ich ich ich

    Ja was denn Herr Djokovic? Hätte sie wirklich eingeliefert werden müssen, damit die Disqualifikation gerechtfertigt ist?

    Djokovic sollte sich sich unbedingt einen guten Berater holen - denn er macht es mit jeder Aussage "schlimmer".
  • GreenBerlin 08.09.2020 11:00
    Highlight Highlight «Sie muss nicht ins Krankenhaus. Gehen Sie in dieser Situation nach Standard vor?»

    🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️
  • anonymer analphabet 08.09.2020 10:59
    Highlight Highlight Besonders eilig hat er es ja nicht zur Linienrichterin zu gehen. Sie ist ja nur gerade eben zu Boden gesunken, da latsch ich Mal hin muss ich ja wohl...
    • Now 08.09.2020 12:12
      Highlight Highlight Sorry aber das ist jetzt nur noch Bashing🤨 Erstens weiss wohl jeder der Tennis spielt, dass man mit einem Tennisball nur sehr sehr unglücklich jemanden schwer verletzten kann. Zweitens hat er ja auch gesehen, dass sie sitzt und sich bewegt. Er hat die Situation vermutlich nicht so schlimm wahrgenommen.
    • Tom79 08.09.2020 12:59
      Highlight Highlight Nein eben nicht. Deswegen giebt es ja diese Regel übers arglose wegdreschen eines Balles!
    • P. Meier 08.09.2020 14:10
      Highlight Highlight Vor dem Spieler sollten schon Betreuer oder med. Personal bei der Person sein. Da steht der Spieler evtl. nur im Weg (je nach Schweregrad). Und wenn wir schon bei Vorgaben für sinnloses Bashing sind: er trug keine Maske bei der Dame und er hat sie auch noch angefasst!
  • winglet55 08.09.2020 10:58
    Highlight Highlight Mit einem harten Schlag auf den Kehlkopf kann man einen Menschen umbringen. Ich denke die Schiedsrichterin hat nochmal Glück gehabt, ebenso Djokovic.

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