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Fans bedrohen Linienrichterin – Djokovic schreitet höchstpersönlich ein



Es kam, wie es kommen musste: Kurz nachdem Novak Djokovic am US Open disqualifiziert wurde, weil er eine Linienrichterin mit einem im Frust weggeschlagenen Ball traf, veröffentlichte eine serbische Boulevardzeitung den Instagram-Account der Frau. Innert kürzester Zeit wurden die Posts der US-Amerikanerin mit Hassnachrichten von Djokovic-Fans geflutet.

Unter Bildern, die die Frau mit Weinflaschen zeigen, gab es Kommentare wie: «Du kannst literweise Alkohol trinken, aber überlebst es nicht, von einem Tennisball getroffen zu werden? Schlechte Schauspielerin! Schäm dich.» Die Kommentarspalte wurde zudem mit serbischen Flaggen geflutet.

Noch extremer sind die Kommentare bei Bildern, in denen sich die Linienrichterin an ihren Sohn erinnert, der vor zwölf Jahren bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen ist. Zu sehen waren hämische Freude bis hin zu Drohungen wie: «Keine Sorge, du wirst bald wieder bei ihm sein.»

Es nahm derart extreme Ausmasse an, dass sich Novak Djokovic höchstpersönlich einschaltete. In einem Statement in den sozialen Medien schrieb er:

«Liebe #NoleFam,
Danke für die positiven Nachrichten, die ihr mir geschickt habt. Bitte denkt daran, dass auch die Linienrichterin, die getroffen wurde, die Unterstützung unserer Community braucht. Sie hat nichts falsch gemacht. Ich bitte euch, besonders einfühlsam mit ihr zu sein in dieser Zeit. Aus diesen Momenten wachsen wir.»

Djokovic wurde am US Open disqualifiziert, weil er im Frust nach einem Aufschlagverlust einen Ball wegschlug und dabei eine Linienrichterin in die Kehle traf. Der Serbe schwänzte anschliessend die obligatorische Medienkonferenz und liess via Instagram verlauten, dass er sich traurig und leer fühle. (abu)

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