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JAHRESRUECKBLICK 2005 - SPORT - SKI ALPIN WELTCUP ADELBODEN RAHLVES: Daron Rahlves of the United States suffers a frightening crash a few gates from the bottom during a World Cup men's Giant Slalom race in Adelboden, Switzerland, Tuesday, January 11, 2005.  Rahlves stood up and walked to the finish area. (KEYSTONE/AP PHOTO/Giovanni Auletta)

Rahlves verliert die Kontrolle und stürzt, dass den Zuschauern der Atem stockt. Bild: AP

Unvergessen

Das Chuenisbärgli wirft Daron Rahlves ab und lässt ihn spektakulär fliegen

11. Januar 2005: Daron Rahlves wird erst Weltmeister auf dem Jet-Ski, dann Weltmeister in der Abfahrt und er gewinnt als Skicrosser Gold an den X-Games. In Erinnerung bleibt er aber auch wegen eines epischen Sturzes.



Daron Rahlves ist Anfang des neuen Jahrtausends einer der besten Abfahrer der Welt und als solcher auch im Super-G stark. Als der Amerikaner zurücktritt, macht er das mit 12 Weltcupsiegen und 16 weiteren Podestplätzen. Einen davon erringt Rahlves in seiner dritten Disziplin, dem Riesenslalom.

Am 11. Januar 2005 liegt er beim Klassiker in Adelboden ebenfalls auf Podestkurs. Nach dem 1. Lauf ist Rahlves Dritter. Doch in Erinnerung wird er an diesem Tag nicht deswegen bleiben. Sondern darum, weil ihn das Chuenisbärgli im 2. Lauf fürchterlich abwirft. Rahlves ist rund 75 km/h schnell, als er einen Schlag erwischt und meterhoch durch die Luft fliegt.

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Rahlves' Sturz in Adelboden. Video: YouTube/TBK.FAMEFLAME.DK 5

«… dann hast du keine Chance»

Man muss als Zuschauer schon Schlimmes befürchten – doch Rahlves ist rasch wieder auf den Beinen. Er hat sich kaum verletzt und beschreibt im TV-Interview, wie es zum Abflug kam:

«Ich verlor die Kontrolle. Die Stelle dort ist wirklich schwer, du kommst aus dem Schatten in die Sonne. Ich wollte die direkte Linie fahren, aber ich kam zu sehr in Rücklage. Das erzeugt unheimlichen Druck auf die Ski und katapultiert dich unweigerlich weg. Im Riesenslalom ist das Tempo zwar nicht so hoch, doch wenn du mal in Rücklage bist, hast du keine Chance.»

Er fühle sich okay, sagt Rahlves zur allgemeinen Erleichterung. «Ich habe ein bisschen Schmerzen. Aber es ist schon gut, wieder auf den Beinen zu sein nach einem so heftigen Sturz.» Zwei Wochen später ist er bei seinem nächsten Start schon wieder ganz der Alte. Ihm fehlen im Super-G von Kitzbühel nur zwei Hundertstelsekunden zum Sieger Hermann Maier.

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Die SRF-Zusammenfassung des spektakulären Riesenslaloms 2005. Video: YouTube/Alexx87

Am Chuenisbärgli scheidet auch der Halbzeitführende aus, Didier Défago. So wird nichts mit einem Schweizer Sieg. Bester Einheimischer ist der sensationelle Marc Berthod, der mit Startnummer 58 Siebter wird – zuvor hat sich der 21-Jährige überhaupt noch nie für einen 2. Lauf qualifiziert. Den Sieg holt sich vor 17'500 Fans der Italiener Massimiliano Blardone.

Siege am Lauberhorn und auf der Streif

Mit dem Riesenslalom versöhnt sich Daron Rahlves schon wenig später. Der Super-G-Weltmeister von 2001 gewinnt an der WM 2005 in Bormio die Bronzemedaille. Es ist seine zweite an den Titelkämpfen nach Silber in der Abfahrt. Weltmeister war er übrigens nicht nur auf Schnee, sondern auch auf Wasser: 1993, bevor er mit der Skikarriere Ernst machte, auf dem Jet-Ski.

U.S. skier Bode Miller, left, and teammate Daron Rahlves spraying sparkling wine during a victory party in the American House in Bormio, northern Italy, Saturday, Feb .5, 2005. Miller won the gold in the Men's Downhill of the Alpine World Ski Championships earlier, Rahlves took 2nd place. (KEYSTONE/AP Photo/Thomas Kienzle)

US-Party: Bode Miller, der Abfahrts-Weltmeister 2005, und Silbermedaillen-Gewinner Rahlves lassen die Korken knallen. Bild: AP

Und mit dem Berner Oberland versöhnt er sich genau ein Jahr später. Nicht in Adelboden, sondern in Wengen. Dort triumphiert Rahlves in der Lauberhorn-Abfahrt. Es ist drei Jahre nach seinem Erfolg in Kitzbühel sein zweiter ganz grosser Sieg, dazu gewinnt er auch unter anderem zwei Mal auf der schwierigen Piste von Bormio.

Zweite Laufbahn als Skicrosser

Nach den Olympischen Spielen 2006 in Turin – 9. im Super-G und 10. in der Abfahrt – beendet Daron Rahlves seine erste Karriere. Mit 33 Jahren beginnt seine zweite Laufbahn als Skicrosser, wo er ebenfalls erfolgreich ist. Rahlves gewinnt an den Winter-X-Games 2008 die Goldmedaille und geht bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver als Mitfavorit an den Start.

A close up of the accreditation of Chevy Rahlves, the dog of United States Alpine ski star Daron Rahlves, is seen in the main square in Sestriere, Italy Thursday Feb. 16, 2006. Chevy usually accompanies Rahlves and his wife Michelle as they travel the World Cup circuit in a motor home, however to attend the Turin 2006 Winter Olympic Games Chevy was required to be accredited. (KEYSTONE/AP Photo/Luca Bruno)

Ohne geht nichts bei Olympia: Rahlves' Hund Chevy benötigt eine Akkreditierung, um ihm folgen zu dürfen. Bild: AP

Aber dort ist Mike Schmid nicht zu schlagen. Der Berner Oberländer rast allen davon und wird erster Olympiasieger seiner Sportart – während für Daron Rahlves in den Achtelfinals Schluss ist. Er stürzt ein weiteres Mal spektakulär, danach beendet der Kalifornier seine Ski-Karriere endgültig.

Ted Piccard of France, left and Daron Rahlves of the USA, right crash out during the men's skicross 8th final at the Vancouver 2010 Olympics in Vancouver, British Columbia, Sunday, Feb. 21, 2010. (AP Photo/Mark J. Terrill)

Achtelfinal-Out: Rahlves (oben) und der Franzose Ted Piccard bei Olympia 2010. Bild: AP

Unvergessen

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