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Tour de France: Tadej Pogacar gewinnt erstmals an der Alpe d'Huez

epa13130564 Slovenian cyclist Tadej Pogacar of UAE Team Emirates XRG celebrates winning Stage 19 of the Tour de France over 127.9km from Gap to Alpe d'Huez, France, 24 July 2026. EPA/YOAN VALAT
Jetzt hat Tadej Pogacar auch erstmals an der legendären Alpe d'Huez triumphiert.Bild: keystone

Schneller als Pantani: Tadej Pogacar triumphiert in Rekordzeit erstmals an der Alpe d'Huez

Tadej Pogacar gewinnt an der Tour de France auch die erste von zwei Etappen mit Zielankunft auf Alpe d'Huez. Remco Evenepoel büsst als Sechster weitere Minuten ein, Yannis Voisard fährt auf Platz 13.
24.07.2026, 18:5224.07.2026, 19:07

Pogacar, der slowenische Träger des Maillot jaune, gegen den auf dem Weg zum fünften Gesamtsieg an der Tour de France kein Kraut gewachsen ist, triumphierte in der drittletzten Etappe sechs respektive neun Sekunden vor dem Franzosen Lenny Martinez und dem ecuadorianischen Vortagessieger Richard Carapaz. Mit nun 26 Tour-Etappensiegen stehen in der Rekordliste nur noch Ex-Sprintstar Mark Cavendish (35) und die beiden Fünffach-Toursieger Eddy Merckx (34) und Bernard Hinault (28) vor Pogacar.

Der Gesamtzweite Remco Evenepoel erreichte das Ziel 2:29 Minuten nach Pogacar als Sechster und weist vor dem letzten Prüfstein am Samstag, der Königsetappe mit Ziel erneut auf Alpe d'Huez, nun mehr als sieben Minuten Rückstand auf. Yannis Voisard, als Elfter in der Gesamtwertung der beste Schweizer, schlug sich abermals wacker. Sein Rückstand als Dreizehnter in der Tageswertung belief sich auf 5:32 Minuten.

Pogacar schüttelte seine Herausforderer im Kampf um den Gesamtsieg mit einer Tempoverschärfung im letzten Anstieg rund zwölf Kilometer vor dem Ziel ab und stürmte die 21 berühmtesten Serpentinen der Welt so schnell wie noch keiner vor ihm hinauf. In 35:27 Minuten pulverisierte der 27-jährige Dominator auch den 31 Jahre währenden Rekord von Marco Pantani für den Schlussanstieg.

Martinez und Carapaz, die letzten zwei Fahrer einer Ausreissergruppe, die mit mehr als drei Minuten Vorsprung in die letzte Steigung gegangen waren, stellte er knapp zwei Kilometer vor dem Ziel. 800 Meter vor dem Ziel liess er auch noch dieses Duo stehen.

Mit der nächsten Machtdemonstration, seinem fünften Etappensieg in der diesjährigen Rundfahrt, räumte Pogacar auch die Zweifel an seinem Gesundheitszustand aus, die in den Stunden vor der 19. Etappe wegen mehrerer Krankheitsfälle im Team UAE Emirates aufgekommen waren. Es müsste mit dem Teufel zugehen, sollte Pogacar die Reserve von 7:11 Minuten auf Evenepoel und 9:42 Minuten auf den drittplatzierten Isaac Del Toro am Wochenende noch entgleiten.

Die vorletzte Etappe am Samstag führt – auf einer anderen Route – gleich noch einmal hinauf nach Alpe d'Huez und verlangt den Fahrern noch mehr ab als am Freitag. Auf den 170,9 Kilometern der Königsetappe mit 5600 zu bewältigenden Höhenmetern zwischen Le Bourg-d'Oisans und Alpe d'Huez warten drei Anstiege der schwierigsten Kategorie, darunter die Überquerung des Col du Galibier auf 2642 Metern über Meer. Tags darauf endet die Tour wie gewohnt auf den Pariser Champs-Élysées. (nih/sda)

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