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San José nach dem Sieg gegen Griechenland: Rot-Weiss-Blau so weit das Auge reicht. Bild: Reuters

Kleines Land ganz gross

Costa Rica feiert die grösste Fussball-Party in der Geschichte des Landes

Uruguay geschlagen, Italien und England nach Hause geschickt und jetzt im Achtelfinal die genau so überraschenden Griechen geschlagen: Costa Rica surft auf der Erfolgswelle. Der Staatspräsident hat schon längst «fussballfrei» befohlen.

Rund 4,5 Millionen Einwohner zählt Costa Rica. Wenig, wenn man bedenkt, dass die Nationalmannschaft gerade im Konzert der ganz Grossen mitspielt. Die «Ticos» haben gerade den Sprung unter die letzten acht WM-Teilnehmer geschafft. Ein Erfolg, den vor dem Turnier wohl höchstens kühnste Optimisten vorhergesagt haben.

Vielleicht ist das Weiterkommen Costa Ricas für die Schweizer Nati ein gutes Omen. Schliesslich wird das Land auch «die Schweiz Mittelamerikas» genannt, weil es im Gegensatz zu anderen Staaten der Region keine Bürgerkriege gab und weil Costa Rica sich der Neutralität verschrieben hat. Demokratie und Wirtschaft gelten als stabil, das Land ist Weltmarktführer beim Ananas-Export und liegt bei den Bananen auf Rang zwei. Dank der Beständigkeit ist es auch bei Touristen zunehmend attraktiv.

Thousands of Costa Rican fans celebrate their team defeat of Greece in their 2014 World Cup round of 16 soccer match, in San Jose June 29, 2014. REUTERS/Juan Carlos Ulate (COSTA RICA - Tags: SPORT SOCCER WORLD CUP SOCIETY)

Bild: JUAN CARLOS ULATE/REUTERS

Eine einzige, riesige «Street Parade»

Im Gegensatz zur «richtigen» Schweiz beträgt das Bruttoinlandprodukt jedoch bloss knapp 6000 Dollar im Jahr pro Kopf – es ist damit rund 13-mal geringer als zwischen Boden- und Genfersee. Wo man weniger hat, werden Erfolge dafür mit noch viel grösserer Freude gefeiert. Präsident Luis Guillermo Solís hat die Wirkung des Fussballs längst erkannt und seinen Beamten schon nach dem ersten Sieg gegen Uruguay für die weiteren Spiele der eigenen Mannschaft angeordnet, Daumen zu drücken anstatt arbeiten.

Der bullige Tico-Stürmer ist begeistert.

Als die Qualifikation für die Achtelfinals feststand, schien es, als hätte sich das ganze Land auf den Strassen und Plätzen der Hauptstadt San José eingefunden, um gemeinsam zu feiern. Nun, beim Einzug in die Viertelfinals (gegen Holland am Samstag), sah es erneut nach einer gewaltigen «Street Parade» aus. Und dass es ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit gibt, interessiert in diesen Tagen sowieso niemanden in Costa Rica.

Costa Rican President Luis Guillermo Solis celebrates in San Jose on June 29, 2014 after his team defeated Greece in the Brazil 2014 FIFA World Cup Round of 16 football match and qualified for quarterfinals. AFP PHOTO/Ezequiel BECERRA

Luis Guillermo Solís: Präsident und erster Fan der «Ticos». Bild: AFP

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Ein neuer Feiertag?

Der kolumbianische Nationaltrainer Jorge Luis Pinto soll, geht es nach einem Vorstoss im Parlament, Ehrenbürger Costa Ricas werden. Und der 20. Juni soll künftig als «Nationaler Tag des Fussballs» gelten – an diesem Tag qualifizierte sich Costa Rica sowohl 1990 wie auch nun 2014 für die Achtelfinals.

Kabinenparty.

Wer weiss, wie weit der Höhenflug der «Ticos» noch geht? Über den 13. Juli als Feiertag dürfte im Parlament in San José nicht gross diskutiert werden müssen. Dann findet in Rio de Janeiro der WM-Final statt …

Costa Rica's fans celebrate after their team scored a goal against Greece as they watch a broadcast of their 2014 World Cup round of 16 game in San Jose June 29, 2014. REUTERS/Juan Carlos Ulate (COSTA RICA - Tags: SPORT SOCCER WORLD CUP)

Bild: JUAN CARLOS ULATE/REUTERS

Costa Rican fans celebrate their team defeat of Greece in their 2014 World Cup round of 16 soccer match, in San Jose June 29, 2014. REUTERS/Juan Carlos Ulate (Costa Rica - Tags: SPORT SOCCER WORLD CUP SOCIETY)

Bild: JUAN CARLOS ULATE/REUTERS



Costa Rica soccer fans throw a woman in the air as they celebrate their team's victory over Greece at a Brazil World Cup round of 16 game in San Jose, Costa Rica, Sunday, June 29, 2014. Costa Rica won a penalty shootout 5-3 after the match ended 1-1 following extra time. (AP Photo/Esteban Felix)

Bild: Esteban Felix/AP/KEYSTONE

Costa Rica soccer fans gather around a car painted in the colors of the nation's flag as they celebrate their team's victory over Greece at a Brazil World Cup round of 16 game in San Jose, Costa Rica, Sunday, June 29, 2014. Costa Rica won a penalty shootout 5-3 after the match ended 1-1 following extra time. (AP Photo/Esteban Felix)

Bild: Esteban Felix/AP/KEYSTONE

Costa Rica soccer fans fill the street as they celebrate their team's victory over Greece at a Brazil World Cup round of 16 game in San Jose, Costa Rica, Sunday, June 29, 2014. Costa Rica won a penalty shootout 5-3 after the match ended 1-1 following extra time. (AP Photo/Esteban Felix)

Bild: Esteban Felix/AP/KEYSTONE

Costa Rica soccer fans celebrate a goal against Greece as they watch their team's World Cup round of 16 match on TV set up in a public square in San Jose, Costa Rica, Sunday, June 29, 2014. The sign reads in Spanish

Bild: Esteban Felix/AP/KEYSTONE

Costa Rica soccer fans celebrate their team's victory over Greece after their team's Brazil World Cup round of 16 game in San Jose, Costa Rica, Sunday, June 29, 2014. Costa Rica won a penalty shootout 5-3 after the match ended 1-1 following extra time. (AP Photo/Esteban Felix)

Bild: Esteban Felix/AP/KEYSTONE

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    Alle Leser-Kommentare
  • länzu 30.06.2014 07:21
    Highlight Highlight NIcht viel hat gefehlt, und diese Freudenparty hätte getrübt werden können. Es lief die 91. Minute, als die Griechen über rechts angriffen. Trainer Pinot stand ausserhalb seiner Coachingzone und stellte sein Bein nach vorne. Erst kurz bevor der Grieche auf gleicher Höhe war, zog er es wieder zurück. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn er das Bein hätte stehen lassen. Costa Rica hätte wohl in der regulären Spielzeit gewonnen, aber der Trainer wäre wohl für lange Zeit gesperrt worden. Diese Szene konnte man übrigens bei der ARD verfolgen, weil Mehmet Scholl darauf aufmerksam wurde, als er die Ausgleichsszene in der Analyse-Ansicht kommentierte.

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