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San José nach dem Sieg gegen Griechenland: Rot-Weiss-Blau so weit das Auge reicht.
Bild: Reuters
Kleines Land ganz gross

Costa Rica feiert die grösste Fussball-Party in der Geschichte des Landes

Uruguay geschlagen, Italien und England nach Hause geschickt und jetzt im Achtelfinal die genau so überraschenden Griechen geschlagen: Costa Rica surft auf der Erfolgswelle. Der Staatspräsident hat schon längst «fussballfrei» befohlen.
30.06.2014, 05:2430.06.2014, 12:07
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Rund 4,5 Millionen Einwohner zählt Costa Rica. Wenig, wenn man bedenkt, dass die Nationalmannschaft gerade im Konzert der ganz Grossen mitspielt. Die «Ticos» haben gerade den Sprung unter die letzten acht WM-Teilnehmer geschafft. Ein Erfolg, den vor dem Turnier wohl höchstens kühnste Optimisten vorhergesagt haben.

Vielleicht ist das Weiterkommen Costa Ricas für die Schweizer Nati ein gutes Omen. Schliesslich wird das Land auch «die Schweiz Mittelamerikas» genannt, weil es im Gegensatz zu anderen Staaten der Region keine Bürgerkriege gab und weil Costa Rica sich der Neutralität verschrieben hat. Demokratie und Wirtschaft gelten als stabil, das Land ist Weltmarktführer beim Ananas-Export und liegt bei den Bananen auf Rang zwei. Dank der Beständigkeit ist es auch bei Touristen zunehmend attraktiv.

Bild: JUAN CARLOS ULATE/REUTERS

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Eine einzige, riesige «Street Parade»

Im Gegensatz zur «richtigen» Schweiz beträgt das Bruttoinlandprodukt jedoch bloss knapp 6000 Dollar im Jahr pro Kopf – es ist damit rund 13-mal geringer als zwischen Boden- und Genfersee. Wo man weniger hat, werden Erfolge dafür mit noch viel grösserer Freude gefeiert. Präsident Luis Guillermo Solís hat die Wirkung des Fussballs längst erkannt und seinen Beamten schon nach dem ersten Sieg gegen Uruguay für die weiteren Spiele der eigenen Mannschaft angeordnet, Daumen zu drücken anstatt arbeiten.

Als die Qualifikation für die Achtelfinals feststand, schien es, als hätte sich das ganze Land auf den Strassen und Plätzen der Hauptstadt San José eingefunden, um gemeinsam zu feiern. Nun, beim Einzug in die Viertelfinals (gegen Holland am Samstag), sah es erneut nach einer gewaltigen «Street Parade» aus. Und dass es ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit gibt, interessiert in diesen Tagen sowieso niemanden in Costa Rica.

Luis Guillermo Solís: Präsident und erster Fan der «Ticos».
Luis Guillermo Solís: Präsident und erster Fan der «Ticos».
Bild: AFP
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Ein neuer Feiertag?

Der kolumbianische Nationaltrainer Jorge Luis Pinto soll, geht es nach einem Vorstoss im Parlament, Ehrenbürger Costa Ricas werden. Und der 20. Juni soll künftig als «Nationaler Tag des Fussballs» gelten – an diesem Tag qualifizierte sich Costa Rica sowohl 1990 wie auch nun 2014 für die Achtelfinals.

Wer weiss, wie weit der Höhenflug der «Ticos» noch geht? Über den 13. Juli als Feiertag dürfte im Parlament in San José nicht gross diskutiert werden müssen. Dann findet in Rio de Janeiro der WM-Final statt …

Bild: JUAN CARLOS ULATE/REUTERS
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Bild: Esteban Felix/AP/KEYSTONE
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