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Orchester in Toronto feuert Solistin – weil sie Ukraines Präsident Poroschenko mit Nazis vergleicht



Ein Blick in den Twitter-Feed der Ukrainerin Valentina Lisitsa zeigt unmissverständlich, wo ihre Sympathien im Ukraine-Konflikt liegen: Sicher nicht bei der ukrainischen Führung um den Präsidenten Petro Poroschenko. Diesen rückt sie mit Bildern und Worten in die Nähe der Nazis. Für die Maidan-Bewegung findet sie in ihren zahlreichen Tweets vorwiegend abfällige Worte.

Abseits von Twitter arbeitet Valentina Lisitsa aber als Pianistin und in dieser Funktion sollte sie am Mittwoch mit dem Symphonieorchester von Toronto in der kanadischen Grossstadt auftreten. Dort ist ihr die Kreml-Propaganda nun aber zum Verhängnis geworden. Das Orchester sagte das Konzert ab, wie die New York Times meldete. Der Orchester-Chef gibt in der Zeitung an, die Tweets der Pianistin hätten die Grenze zur Intoleranz überschritten.

Sie machte sich beispielsweise über ukrainische Lehrer in Volkstracht lustig, die sie mit afrikanischen Stämmen verglich.

Das Orchester wollte die Absetzung im Stillen über die Bühne bringen – doch das liess sich Lisista nicht gefallen. Die Pianistin ging an die Öffentlichkeit und rief ihre Fans in einem langen Facebook-Eintrag auf, gegen die «Zensur» beim Symphonieorchester zu protestieren und für ihre Redefreiheit zu kämpfen. Sie argumentiert unter anderem, sie mache auf die Sympathien von einigen Regime-Leuten für Neonazis aufmerksam.

(trs)

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