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UBS, CS und Co. sind durch Bitcoin in Gefahr – meint dieser Wertpapierspezialist 

04.12.2017, 10:2304.12.2017, 10:33

Der Wertpapierspezialist Thomas Peterffy warnt vor der Digitalwährung Bitcoin. Er sieht im Handel auf breiter Front sogar Risiken, die die gesamte Wirtschaft wieder ins Straucheln bringen könnten wie in der Finanzkrise 2008. Auch Schweizer Banken wären dann betroffen.

Bitcoin als etabliertes Finanzprodukt sei ein systemisches Risiko, sagt er im Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» (NZZ) vom Montag. Er wiederholte damit Warnungen, die er bereits in der vergangenen Woche öffentlich gemacht hatte.

Langfristig rechnet er damit, dass Bitcoin wertlos wird. «Es wird der Tag kommen, an dem sich der Kurs des Bitcoin-Produkts so stark bewegt, dass manche Anleger und Broker in finanzielle Schwierigkeiten geraten – was zu Verlusten führen kann wie 2008, als Lehman Brothers unterging», sagt er in der NZZ. Nicht nur sein US-Unternehmen Interactive Brokers, sondern auch andere Mitglieder des Clearinghauses und einige Schweizer Banken wären dann betroffen.

Thomas Peterffy.
Thomas Peterffy.Bild: www.interactivebrokers.com

Peterffy plädiert darum dafür, dass Bitcoin-Produkte in einer rechtlich eigenständigen Einheit abgerechnet werden. Bei Problemen müssten nur die Bitcoin-Kunden die Konsequenzen tragen. Dies würde auch dazu führen, dass sich der Handel beruhigt und sich ein interessanter Markt entwickelt.

Bitcoin im Höhenflug

Die Digitalwährung Bitcoin erklimmt derzeit Höchstwerte. In der vergangenen Woche tummelte der Wert um 10'000-Dollar. Während einige Regulierungsbehörden zwar den spekulativen Charakter der Internetwährung kritisieren, gilt Bitcoin generell nicht als systemisches Risiko.

Thomas Peterffy hingegen sieht die Stabilität des Gesamtmarktes in Gefahr. Der Gründer des Wertpapierunternehmens Interactive Brokers hat vergangene Woche in einem offenen Brief an die US-Aufsichtsbehörde gewarnt: Sollten durch hohe Schwankungen bei den Terminkontrakten für das virtuelle Geld Derivate-Häuser ins Straucheln geraten, könnte das sogar die ganze Realwirtschaft destabilisieren, schrieb er.

In den USA hat die Kryptowährung letzte Woche eine wichtige Hürde geschafft: Bereits in gut zwei Wochen soll es erstmals Terminkontrakte auf Bitcoin geben. Dadurch werden die Bitcoins für grosse Investoren deutlich besser handelbar.

Bild: EPA/EPA

Mit Future-Kontrakten werden Rohstoffe oder Finanzprodukte zu einem vorab festgelegten Preis zu einem bestimmten künftigen Zeitpunkt gehandelt. Dadurch können sich Käufer und Verkäufer gegen mögliche Preisschwankungen absichern. Terminkontrakte können aber auch für Spekulationen auf künftige Kursentwicklungen genutzt werden.

Konsumentenschutz im Fokus

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte sich bereits früher zu Bitcoin geäussert. Sie verfolgt die Entwicklung aufmerksam, sieht momentan aber eher Anleger- und Konsumentenschutz-Fragen im Fokus.

Auch die Finanzmarktaufsicht (Finma) hat Konsumentenschutz auf dem Radar. Sie mobilisiert mehr Ressourcen, um gegen Betrügereien im Zusammenhang mit der Internetwährung Bitcoin vorzugehen.

Dies sagte Finma-Chef Mark Branson im Interview mit der Westschweizer Zeitung Le Temps am Montag. Es gehe darum, betrügerisch angelegte Projekte von jenen zu trennen, die echte Chancen verdienten. Ein Projekt wurde bereits gestoppt, mehrere werden derzeit geprüft. Auch die Investoren müssten vorsichtig sein, mahnte Branson. (sda)

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5 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Eksjugo
04.12.2017 12:11registriert Juni 2016
Die Lobby gegen Kryptos beginnt...
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walsi
04.12.2017 11:46registriert Februar 2016
Natürlich haben Banken Angst vor Bitcoin. Bitcoin ermöglichen Zahlungen und Vermögensaufbewahrung ohne Banken. Dazu kommt noch, dass Bitcoins nicht aus der Luft generiert werden können. Wie Franken oder Euro. Damit fällt das ganze Geschäftsmodell der Banken zusammen.
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