Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Peinlich

Onlinebörse Mt. Gox findet verlorengeglaubte Bitcoins im Wert von 115 Millionen Dollar – durch Zufall



Some of Bitcoin enthusiast Mike Caldwell's coins are pictured at his office in this file photo illustration in Sandy, Utah January 31, 2014. Mt. Gox, once the world's largest bitcoin exchange, filed for U.S. Bankruptcy in Dallas late Sunday, a move that will temporarily put U.S. legal action on hold against the Japanese company.  REUTERS/Jim Urquhart/Files   REUTERS/Jim Urquhart   (UNITED STATES - Tags: BUSINESS)

Bild: X02779

Die insolvente Bitcoin-Börse Mt. Gox muss ein peinliches Eingeständnis machen: Sie hat 200'000 verlorengeglaubte Einheiten der digitalen Währung durch Zufall wiedergefunden. Gefunden wurden sie in einer im Juni 2011 genutzten elektronischen Geldbörse. 

Damit sinke die Zahl der noch vermissten Bitcoins auf 650'000, teilte Mt. Gox am Freitag mit. Der in Tokio ansässige Marktplatz war die grösste Handelsplattform für die digitale Krypto-Währung. 

Entsprechend gross waren die Schockwellen, als Mt. Gox Insolvenz anmeldete und den Verlust von 850'000 Bitcoins eingestand. Davon gehörten 750'000 den Kunden und 100'000 dem Handelsplatz selbst. 

Die digitale Währung war im vergangenen Jahr zeitweise für mehr als 1000 Dollar pro Bitcoin gehandelt worden. Zuletzt hatte Mt. Gox selbst den Wert der verschollenen 850'000 Bitcoins noch mit 473 Millionen Dollar angegeben. Damit ist auch das jetzt wiederentdeckte Paket 115 Millionen Dollar wert

Mt. Gox waren schon vorher mangelnde Sicherheitsmassnahmen und eine chaotische Geschäftsführung vorgeworfen worden. Das Eingeständnis, ein so grosses Bitcoin-Paket aus den Augen verloren zu haben, dürfte die Kritik weiter befeuern. 

Die Grundidee der 2009 zu Zeiten der Finanzkrise gestarteten Bitcoins ist ein weitgehend anonymer Zahlungsverkehr, der unabhängig von Regierungen und Banken funktioniert. Bitcoins werden durch komplexe Rechenprozesse am Computer erzeugt. Die «Hacker-Währung» lässt sich in reales Geld eintauschen. (rey/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Italien startet Tests für Corona-Warn-App in vier Regionen

Die «Immuni»-App ist bisher rund 2 Millionen Mal installiert worden.

Italien setzt im Kampf gegen die Corona-Pandemie jetzt in vier Regionen seine angekündigte Warn-App «Immuni» ein. Den Start in den Pilot-Gebieten bestätigte die für Innovation zuständige Ministerin Paola Pisano am Montag.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa haben bisher rund zwei Millionen Menschen die App auf ihre iPhones und Android-Smartphones heruntergeladen. Der Zugriff auf die App ist nach Behördenangaben in allen 20 Regionen schon möglich. Testgebiete für die Warnmeldungen sind …

Artikel lesen
Link zum Artikel