Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

IWF-Frühjahrstagung

IWF-Mitglieder verlieren die Geduld mit den USA



Die anhaltende Blockade einer Reform des Internationalen Währungsfonds (IWF) durch die USA stösst unter den übrigen Mitgliedstaaten zunehmend auf Kritik. Auf der IWF-Frühjahrestagung setzten die übrigen Mitgliedsländern den USA eine Frist bis Ende Jahr.

Die Vertreter der insgesamt 188 Mitgliedsländer forderten die USA am Freitag auf, die 2010 vereinbarte Reform zu ratifizieren. Das Vorhaben soll den Schwellenländern mehr Gewicht geben. Sollten die USA dem nicht folgen, wollen die IWF-Staaten die Reform notfalls ohne den grössten Anteilseigner vorantreiben.

Ob das gelingt, ist fraglich: Entscheidende Veränderungen im IWF bedürfen einer Stimmmehrheit von 85 Prozent. Die USA besitzen mit mehr als 15 Prozent IWF-Anteil eine Sperrminorität.

Die Unfähigkeit der US-Regierung, im Kongress die notwendige Mehrheit für die IWF-Reform zu mobilisieren, wurde sowohl von Vertretern der Gruppe führender Industrie- und Schwellenländer (G20), als auch vom Lenkungsausschuss des IWF beklagt. Unter anderen beklagte IWF-Chef Christine Lagarde die Blockade.

Das Vorhaben beinhaltet eine Verdopplung des IWF-Stammkapitals, verbunden mit einer Stimmrechtsverschiebung hin zu den Schwellenländern, vor allem China, sowie Veränderungen der Entscheidungsstrukturen und -prozesse im Fonds. Die Schweiz befürchtete zunächst, ihren Sitz im Exekutivrat einzubüssen. Diese Gefahr scheint nun aber gebannt.

In der Abschlusserklärung des G20-Ministertreffens in Washington wurde «tiefe Enttäuschung» über die anhaltende Blockade der USA bekundet. «Wenn die Reformen von 2010 nicht bis zum Jahresende ratifiziert sind, werden wir den IWF auffordern, ... Optionen für die nächsten Schritte zu entwickeln», heisst es in der Erklärung. Die Umsetzung der Reform habe für die G20 Vorrang.

Das gegenwärtige G20-Vorsitzland Australien ging die ebenfalls USA an. «Ich nehme die Gelegenheit wahr, um die USA zu drängen, dieses Reformen als eine dringliche Angelegenheit zu behandeln», sagte Finanzminister Joe Hockey.

Der deutsche Bundesbank-Präsident Jens Weidmann räumte ein, dass auch die meisten Alternativen, die diskutiert würden, um die Reformen zu retten, einer Mehrheit von 85 Prozent unter den IWF-Mitgliederstimmen bedürften. «Sie stellen insofern keine wirkliche Lösung da.»

Die Hoffnung ruht daher in argumentativen Ansätze: Daher sollte die US-Regierung im Bemühen unterstützt werden, den Kongressabgeordneten das Reformpaket schmackhaft zu machen, empfahl Weidmann.

Grund für die Gegnerschaft von Republikanern im US-Kongress sind Kostenargumente sowie eine verbreitete Skepsis gegenüber multilateralen Institutionen, in denen die USA nicht eindeutig das Sagen haben. Bei ihrem Beschluss 2010 war die Reform als historischer Durchbruch gefeiert worden.

Ein Vertreter des Schwellenlandes Brasilien sagte, sein Land habe sich für eine harte Linie gegenüber den USA stark gemacht. Zur Fristsetzung für die US-Regierung sagte Brasiliens Finanzminister Guido Mantega: «Für mich ist Ende des Jahres der letztmögliche Zeitpunkt.» Bereits vier Jahre auf die Umsetzung der Reform gewartet zu haben, sei nicht akzeptabel.

Singapurs Finanzminister Tharman Shanmugaratnam, der dem IWF-Lenkungsausschuss vorsitzt, mahnte, es sei zu früh, bereits über alternative Konzepte zu sprechen. «Ich halbe alle Gründe davon auszugehen, dass die Reform von 2010 von den Vereinigten Staaten abgesegnet wird», sagte er. Gelänge das Reformwerk aber nicht, würde das den Fonds Glaubwürdigkeit und Effizienz kosten.

US-Finanzminister Jack Lew sagte, die Regierung tue ihr bestes, um die Quoten- und Strukturreform in diesem Jahr durch den Kongress zu bringen. «Wir werden weiterhin Schritte unternehmen, um die Geschichte endlich zu erledigen», versprach er.

Das könnte dich auch interessieren:

Musk kam, sah und wurde fast von Ameisen gebodigt – das steckt hinter der Wut auf Tesla

Link zum Artikel

Instagram-Star Morena Diaz hat einen ehemaligen Freund wegen Vergewaltigung angezeigt

Link zum Artikel

Covid-19 zertrümmert den Mythos von der Effizienz des chinesischen Systems

Link zum Artikel

Attentat von Hanau: «Rechtsextreme Influencer radikalisieren die ‹einsamen Wölfe›»

Link zum Artikel

6 Schweizer Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Das Verkehrsregel-Quiz: Wer hier versagt, muss den Bus nehmen

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Waadtländer wird von falscher Geliebter abgezockt – und zwar so richtig

Link zum Artikel

Schweizer Zahnärzte haben ein Hygiene-Problem – und niemand tut etwas dagegen

Link zum Artikel

Bill Gates hat sein erstes Elektroauto gekauft – jetzt rate, was für eins! 🙈

Link zum Artikel

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

Link zum Artikel

An dieser Monsterschlange mussten Skifahrer anstehen, um auf den Lift zu kommen 😨

Link zum Artikel

«Obwohl ich ihn heiraten will, kriege ich jetzt Panik …»

Link zum Artikel

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Musk kam, sah und wurde fast von Ameisen gebodigt – das steckt hinter der Wut auf Tesla

184
Link zum Artikel

Instagram-Star Morena Diaz hat einen ehemaligen Freund wegen Vergewaltigung angezeigt

257
Link zum Artikel

Covid-19 zertrümmert den Mythos von der Effizienz des chinesischen Systems

101
Link zum Artikel

Attentat von Hanau: «Rechtsextreme Influencer radikalisieren die ‹einsamen Wölfe›»

91
Link zum Artikel

6 Schweizer Mythen im Faktencheck

32
Link zum Artikel

Das Verkehrsregel-Quiz: Wer hier versagt, muss den Bus nehmen

194
Link zum Artikel

Waadtländer wird von falscher Geliebter abgezockt – und zwar so richtig

10
Link zum Artikel

Schweizer Zahnärzte haben ein Hygiene-Problem – und niemand tut etwas dagegen

27
Link zum Artikel

Bill Gates hat sein erstes Elektroauto gekauft – jetzt rate, was für eins! 🙈

84
Link zum Artikel

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

41
Link zum Artikel

An dieser Monsterschlange mussten Skifahrer anstehen, um auf den Lift zu kommen 😨

115
Link zum Artikel

«Obwohl ich ihn heiraten will, kriege ich jetzt Panik …»

129
Link zum Artikel

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

228
Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

10
Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

118
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Musk kam, sah und wurde fast von Ameisen gebodigt – das steckt hinter der Wut auf Tesla

184
Link zum Artikel

Instagram-Star Morena Diaz hat einen ehemaligen Freund wegen Vergewaltigung angezeigt

257
Link zum Artikel

Covid-19 zertrümmert den Mythos von der Effizienz des chinesischen Systems

101
Link zum Artikel

Attentat von Hanau: «Rechtsextreme Influencer radikalisieren die ‹einsamen Wölfe›»

91
Link zum Artikel

6 Schweizer Mythen im Faktencheck

32
Link zum Artikel

Das Verkehrsregel-Quiz: Wer hier versagt, muss den Bus nehmen

194
Link zum Artikel

Waadtländer wird von falscher Geliebter abgezockt – und zwar so richtig

10
Link zum Artikel

Schweizer Zahnärzte haben ein Hygiene-Problem – und niemand tut etwas dagegen

27
Link zum Artikel

Bill Gates hat sein erstes Elektroauto gekauft – jetzt rate, was für eins! 🙈

84
Link zum Artikel

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

41
Link zum Artikel

An dieser Monsterschlange mussten Skifahrer anstehen, um auf den Lift zu kommen 😨

115
Link zum Artikel

«Obwohl ich ihn heiraten will, kriege ich jetzt Panik …»

129
Link zum Artikel

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

228
Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

10
Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

118
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Aldo_49 12.04.2014 08:44
    Highlight Highlight Due Geduld verlieren? Das können die sich gar nicht leisten. Die Amis haben da gar kein Interesse das Heft aus der Hand zu geben. Gründet einen alternativen „Free-IWF“mit paritätischen Strukturen ;-) und es wird wohl gar nichts mehr funktionieren.
    Wer eine „politische“ Organisation wie eine Aktiengesellschaft organisiert, muss sich nicht wundern über die Machtstruktur.

Analyse

Nach New Hampshire ist klar: Diese Frau kann Trump schlagen

Amy Klobuchar ist die Überraschung der Primärwahlen in New Hampshire. Die Senatorin aus Minnesota hat das Zeug, Trump aus dem Weissen Haus zu verjagen.

«Hallo Amerika. Ich bin Amy Klobuchar, und ich werde Donald Trump schlagen!», so begann die Senatorin ihre Rede nach dem überraschenden Resultat der Primärwahlen in New Hamsphire. «Wie bitte, Amy wer?», werden sich viele fragen. «Ist die Frau übergeschnappt?»

Nicht wirklich. Klobuchar (ausgesprochen «Klobutschar») mag der breiten Öffentlichkeit noch wenig bekannt sein. Doch sie hat eine Chance, die erste Präsidentin der USA zu werden, und zwar wenn es so läuft:

Elizabeth Warren gibt auf. Als …

Artikel lesen
Link zum Artikel