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Stash-Kuriere müssen fortan ohne Bond-Velos auskommen.
Stash-Kuriere müssen fortan ohne Bond-Velos auskommen.
Bild: zvg

Highspeed-Leihvelo-Anbieter Bond ist pleite – und bringt Blitz-Lieferdienst in Bredouille

Der Leihvelo-Anbieter Bond muss Konkurs anmelden. Das sorgt beim stark expandierenden 10-Minuten-Lieferdienst Stash für Probleme.
27.09.2021, 08:4728.09.2021, 06:34

Nach und nach sind die bis 45 km/h schnellen Bond-Highspeed-Leihvelos in den letzten Wochen von den Zürcher Strassen verschwunden. Sehr zum Ärger der Stammkunden, die nach wie vor vergeblich auf offizielle Informationen warten. Bond-Chef Stephan Müller sprach letzte Woche von «technischen Problemen mit der App» und kündigte für die einst hunderten quer über die Stadt verstreuten Velos eine frühzeitige «Winterpause» an.

In Tat und Wahrheit ist die Firma aber pleite. Vor wenigen Tagen ist der Konkurs eröffnet worden. Dies obschon 2019 über 20 Millionen in das Start-Up investiert worden sind.

Damit erlebt Bond ein abruptes Ende. Der E-Bike-Verleih war 2016 unter der Marke «Smide» gegründet worden. 2020 erfolgte der Namenswechsel zu Bond. Müller sollte die internationale Expansion vorantreiben. «Wir sind in fortgeschrittenen Gesprächen mit globalen Partnern», sagte er im August dem «Handelsblatt». Die Finanzspritze ist offensichtlich ausgeblieben. Bond ist Geschichte.

Aus für Bond trifft Blitz-Lieferdienst

Bond-Bikes stehen vor einem Stash-Laden herum.
Bond-Bikes stehen vor einem Stash-Laden herum.
Bild: watson

Dies trifft nicht nur die Velo-Pendler, die sich einen neuen fahrbaren Untersatz suchen müssen. Der stark expandierende Blitz-Lieferdienst «Stash» fuhr zahlreiche Touren mit angemieteten Bond-Highspeed-Leihvelos. Diese fallen nun weg.

Ob Früchte, Bier, Snacks oder Zigis: Der laut eigenen Angaben «schnellste Lieferdienst der Schweiz» bringt Lebensmittel in der Zürcher City innert zehn Minuten zu den Kundinnen und Kunden – und das zu Preisen wie im Laden und ohne Mindestbestellung.

«Das Aus von Bond ist für uns ein Rückschlag.»
Benno Burkhardt, Stash

«Das Aus von Bond ist für uns ein Rückschlag», sagt Stash-Geschäftsführer Benno Burkhardt zu watson. Man habe sich jedoch rechtzeitig nach Alternativen zu den Bond-Velos umgesehen. «Unser Betrieb ist sichergestellt, wir können unsere Lieferfristen einhalten», so Burkhardt. Etwa die Hälfte der Kuriere fahre mit eigenen E-Bikes. Er sei zuversichtlich, schon bald eine neue Partnerschaft mit einem Velo-Anbieter eingehen zu können. Alleine in Zürich beschäftigt Stash bereits 150 Leute.

Genf, Basel, Bern: Das Unternehmen will demnächst in weitere Schweizer Städte expandieren. Dennoch ist es keine Option für Stash, alle E-Bikes von Bond ganz zu übernehmen. «Wir brauchen für unsere Expansion einen starken Velo-Partner, der mit uns zusammen skaliert und uns immer und überall die richtige Anzahl E-Bikes bereitstellen kann.»​

Was passiert nun mit den Kundenguthaben der Bond-Nutzer? Bond reagierte bislang nicht auf eine entsprechende Anfrage von watson.

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